Zeichenumfänge von Schriften

04.02.2010
Der Zeichensatz einer Schrift umfasst neben den Buchstaben und Ziffern noch weitere Elemente. Zu ihnen zählen Zeichen für Währungen, Satz- sowie Klammerzeichen und viele mehr.

Der Zeichensatz einer Schrift gibt an, wie viele und welche Zeichen der Font umfasst – manchmal sind das bis zu 500. Neben gängigen Zeichen sind dabei auch Währungssymbole, Sonderzeichen oder ganz ausgefallene Elemente: Daher lohnt es sich, den Zeichensatzumfang von Schriften genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Zeichensatz

 Quelle: Sandra Küchler


Alle Zeichen einer Schrift nennt man auch Zeichensatz. Zusatzprogramme können diesen Zeichensatz anzeigen. Unter Windows funktioniert das beispielsweise über die Systemsteuerung. Zum Zeichensatz zählen nicht nur Buchstaben und Ziffern. Je nach Schrift kann der Gestalter zahlreiche weitere Zeichen hinzufügen. Dazu gehören auch Piktogramme und andere Sonderzeichen.

Open Type


Quelle: www.linotype.com Fonts im Dateiformat Open Type können eine Vielzahl an Zeichen enthalten. Einige Schriftanbieter klassifizieren ihre Fonts nach der Standard-Version, der Pro-Version für typografische Zwecke und der Com-Variante, die auch international gängige Zeichen enthält.

Satzzeichen und Interpunktion

Punkt, Komma, Strich: Über diese Standardzeichen der Interpunktion verfügen in der Regel alle Schriften. Doch auch hier können noch zusätzliche Zeichen hinzukommen: Beispielsweise für eckige Klammern, Ellipsenzeichen oder für Promilleangaben. An- und Abführungsstriche gibt es ebenfalls in verschiedenen Varianten.

Mathematische Zeichen

 Quelle: www.linotype.com


Quelle: www.linotype.com

Bruchzahlen setzen: Das geht am einfachsten mit bereits vordefinierten Zeichen. Viele Schriften stellen die gängigen Bruchzahlen bereit, so dass sie sich ohne großen Aufwand in das Gesamtbild einfügen. Auch das Wurzelzeichen, das Symbol für die Einheit Delta oder die liegende Acht für „unendlich“ gehören zu dieser Kategorie. Währungssymbole wie Dollar-, Euro- und Pfundzeichen zählen dagegen zum Standardrepertoire einer Schrift.

 Quelle: www.linotype.com


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www.linotype.com

Fremdsprachliche Zeichen

Andere Sprachen, andere Zeichen: Nicht nur weltweit, auch im europäischen Ausland gibt es Buchstaben, die nicht denjenigen hierzulande entsprechen. Auch diese Zeichen können im Zeichensatz enthalten sein. Als Beispiele seien das französische „Ç“ mit Cedille oder das nordische „Ø“ genannt.

Geometrische Formen

Rauten, Kreise, Quadrate: Manche Fonts bringen geometrische Formen in ihrem Zeichensatz mit. Andere Schriften bestehen nur aus Formen, zu denen dann beispielsweise Pfeile in allen Variationen, Sternchen, Herzen und andere Objekte zählen können.

 Quelle: www.linotype.com


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www.linotype.com

Weitere Zeichen

Der Phantasie der Schriftgestalter sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, ihre Fonts mit Zeichen auszustatten. Manche erstellen Strichlisten als Zeichen, andere nehmen durchgestrichene Buchstaben oder Ziffern mit in den Zeichensatz auf. Daher gilt: Ein Blick auf den Zeichensatz einer Schrift lohnt sich – manchmal macht man dabei verblüffende Entdeckungen.

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