Wissenswertes zu Transparenzen

25.06.2009
Transparenzen gehören zu vielen Layouts. Programme wie QuarkXPress, Illustrator, Indesign oder Photoshop bieten verschiedene Optionen für das Gestalten von transparenten Objekten.

Während der Anfänge des Desktop Publishing konnten mit den Programmen noch keine Transparenzen umgesetzt werden. Das ist heute anders: Layout-, Grafik- und Bildbearbeitungs-Software beherrscht den Umgang mit den durchscheinenden Elementen. Dennoch sind für den fehlerfreien Einsatz von Transparenzen einige Punkte zu beachten.

Was sind Transparenzen?

Der Begriff „Transparenz“ kommt von den lateinischen Begriffen „trans“ für hin(durch) und „parere“ für „scheinen“. Im Desktop Publishing versteht man darunter Objekte, die durchscheinend sind, deren Deckkraft also nicht 100 Prozent erreicht. Dabei lassen sich verschiedene Werte einstellen – von 0 Prozent für komplett durchscheinend bis zu 99 Prozent als fast komplett deckend. Transparenzen lassen sich beispielsweise auf Texte, Bilder, Grafiken und Schmuckelemente anwenden.

Transparenzen in QuarkXPress 8

In QuarkXPress wird die Deckkraft nicht als Eigenschaft eines Objekts, sondern als Farbattribut behandelt. Dadurch können Konturen, Hintergrund und Rahmeninhalt unterschiedliche Transparenzen aufweisen. Bei Verläufen kann die Transparenz für jede Farbe extra eingestellt werden. Bilder werden über „Objekt“ und „Modifizieren“ transparent gestaltet – das funktioniert jedoch nicht für jede Farbe extra. Im gleichen Dialog lassen sich die Deckkraftwerte für gruppierte Elemente bestimmen.

Transparenzen in InDesign CS4

Adobes InDesign beherrscht seit der Version 2.0 den Umgang mit Transparenzen. Neben den reduzierten Transparenzen können in dem Layoutprogramm auch native Transparenzen erzeugt werden. Sie müssen jedoch im Format PDF 1.4 oder höher gespeichert werden, um verlustfrei an eine andere Anwendung übergeben zu werden. Wird der Distiller verwendet, werden wieder reduzierte Transparenzen gespeichert.

Transparenzen in Photoshop CS4

Auch in Photoshop CS4 lassen sich über die Regelung der Deckkraft transparente Objekte erzeugen. Sie lassen sich in andere Anwendungen – zum Beispiel der Creative Suite 4 – importieren. Um die Transparenzen dabei zu übernehmen, muss jedoch beim Speichern der Datei die Option „Transparenz speichern“ aktiviert sein. Der Grad der Transparenz wird in Photoshop CS4 über den Alphakanal gesteuert. Bild- oder Ebenenpixel können Transparenzen aufweisen.

Transparenzen in Illustrator CS4

Das Grafikprogramm bietet mit dem Transparenz-Bedienfeld eine komfortable Möglichkeit, die Deckkraft einzustellen. Mit dem Verlaufs-Bedienfeld werden die Transparenzen von Verläufen geregelt. Des Weiteren können in Illustrator jedoch auch Grafikstile, Pinselspitzen und Symbole Transparenzen enthalten. Effekte wie Schatten, Schein und Weichzeichner beruhen ebenfalls auf Transparenzen. Sollen die Transparenzen in einem Dokument angezeigt werden, geschieht das in Illustrator über „Ansicht“, „Transparenzraster“ und „Einblenden“.

Was ist eine Transparenzverflachung?

Im Druck können keine transparenten Farben reproduziert werden. Daher werden die Transparenzen verflacht, um gedruckt werden zu können. In QuarkXPress werden dafür an den Stellen, an denen sich Objekte überlappen, neue Objekte erzeugt. Anstelle der Transparenz tritt also ein Objekt und die Transparenz selbst wird nur simuliert. Im Seitenbeschreibungsmodell von Postscript können Transparenzen nicht abgebildet werden. Daher passieren bei der Ausgabe oft Fehler oder es kommt zu schlechten Resultaten. Adobes Programme enthalten deshalb einen Flattener, der die Transparenz reduziert. Die transparenten Bereiche werden aufgespürt, analysiert und gerastert. Diese Daten können von Postscript verarbeitet werden.

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