Windows Vista

27.07.2006
Wie geht es weiter mit dem neuen Betriebssystem von Windows, wann wird es kommen und was erwartet die Nutzer beim Umstieg - selbst Gates weiß keine Antwort ...

Selbst Bill Gates weiß noch nicht, wann es Windows Vista wirklich geben wird. Das zumindest erklärte der Microsoft-Chef Mitte Juli öffentlich. Und das, nachdem die großmundig für jedermann zum Testen angekündigte Beta-Version 2 plötzlich auf maximal zehn Nutzungen beschränkt war und seit Mitte Juli auch nicht mehr erhältlich ist. Die Ergebnisse aus dieser Testphase, so Bill Gates, würden darüber entscheiden, ob Vista wie geplant im Januar 2007 auf den Markt kommt. Zu 80 % aber sei dieser Termin erreichbar. Großkunden könnten zudem bereits im November 2006 Vista live erleben.

Windows Vista

Noch bevor Windows XP auf den Markt kam, kündigte Microsoft die Entwicklung eines vollkommen neuen Betriebssystems an. Sein Name: Windows Longhorn. Was anfangs nur als Zwischenschritt geplant war, entwickelte sich zu einem Mammutprojekt, das heute den Namen Windows Vista trägt. Nicht nur die Benutzeroberfläche sollte dabei vollkommen neu werden, sondern auch das dahinter stehende System. Schnelleres Arbeiten, bessere Zusammenarbeit zwischen einzelnen Nutzern und eine erweiterte Suchfunktion sind nur einige Punkte, die Microsoft mit Vista erreichen möchte. Daneben werden viele Schnittstellen integriert, um Drittanbietern das Programmieren von Zusatzfunktionen zu ermöglichen und ein eigener E-Mail-Client wird integriert.

Mac OS X Kopie?

Die Funktionsbeschreibung von Windows Vista hört sich für Mac-Nutzer sehr vertraut an. Und tatsächlich spötteln schon die ersten darüber, dass Windows Vista nur eine schlechte Kopie von Mac OS X sei. Microsoft aber vertritt die Auffassung, dass Vista effektiver und einfacher zu bedienen sei, als Mac OS X. Wie ein Déjà-vu-Erlebnis scheint sich die Geschichte zu wiederholen, um die so viele Rechtsstreitigkeiten ausgefochten wurden. Denn bereits 1995 brachte Bill Gates mit Windows 95 eine dem damaligen Mac OS sehr ähnliche Betriebssystem-Oberfläche auf den Markt. Doch die Gerichtsprozesse endeten letztendlich in einem Vergleich. Inzwischen aber stellt sich wieder die Frage: "Wer hat's erfunden?"

Veröffentlichungsverschiebungen

Voraussetzung für diese Frage aber ist, dass Windows Vista endlich auf den Markt gebracht wird. Das bereits für Ende 2003 angekündigte System soll nämlich an Endkonsumenten - nach mehrmaligen Verschiebungen - erst im Januar 2007 verkauft werden. Großkunden hingegen, so Microsoft, erhalten Vista bereits im November. Ob aber dieser Termin eingehalten werden kann, bleibt ebenfalls ungewiss. Mitte Juli nämlich verkündete Bill Gates höchstpersönlich, dass die Chance für ein Erscheinen des neuen Betriebssystems Windows Vista im Januar 2007 nur bei 80 Prozent stünde. "Ich möchte hier absolut keine Missverständnisse aufkommen lassen", so Gates. "Wenn das Feedback der Beta-Tester uns zeigt, dass das Programm noch nicht reif ist, um in der 'Hauptsendezeit' zu laufen, habe ich kein Problem damit, es zu verschieben."

Irritierender Beta2-Test

Mit den Beta-Testern meinte Gates die vielen Interessierten, die seit Anfang Juni 2006 die groß angekündigte Beta-Version 2 von Windows Vista herunterluden. Doch Microsoft verschwieg in der Ankündigung, dass nur eine begrenzte Zahl an Downloads möglich sein wird. Nur einen Monat später wurde für viele unerwartet verkündet, dass die Zahl der Beta-Tester vollständig sei und keine weiteren Beta-Systeme mehr zur Verfügung stünden. Zwar hatte man es sich zuvor in einer allgemeinen Klausel vorbehalten, dass Download-Zahl und Bestellmöglichkeit der Installations-DVDs, die es alternativ gab, eingeschränkt werden könnten, näheres aber gab Microsoft nicht bekannt. Viele Beta-Tester waren deshalb über das abrupte Ende mehr als irritiert, zumal nicht jeder an eine Version herankam auf Grund größerer Datenstaus beim Herunterladen.

Ergebnisse aus Beta2-Test verarbeitet

Doch bereits eine Woche nach Ende des Tests stellte Microsoft eine neue Betriebssystemversion online. Diese aber ist nur Teilnehmern des Windows Vista Technical Beta-Programms, ausgewählten TAP-Kunden sowie MSDN- und TechNet-Abonnenten zugänglich. Sie entstand aus den Rückmeldungen der Beta2-Version, wodurch das neue "Build", wie man einen solchen nächsten Entwicklungsschritt auch nennt, noch stabiler und zuverlässiger laufen soll. Die Veröffentlichung dieses Builds schürt nun die Hoffnung, dass Windows Vista doch noch wie angekündigt im Januar 2007 erhältlich sein wird.

Neue Beta für die Allgemeinheit im dritten Quartal 2006

Doch das steht noch immer nicht fest. So meinte Microsofts Produktmanager Mike Burk einigen US-Medien gegenüber zwar, dass ein sogenannter Release Candidate 1 für Ende August angepeilt sei, doch hänge auch das von der Qualität der Vorversionen ab. Dieser Release Candidate, eine quasi Vorabversion von Windows Vista, soll dann aber auch wieder der allgemeinen interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein. Es bleibt also spannend um Microsoft Vista, wenn es darum geht, wann das Projekt "Longhorn" endlich frei verfügbar sein wird.

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