Wie funktioniert ein Preflight?

16.10.2008
Druckdaten vor dem Versand und dem Druck überprüfen: Das versteht man unter „Preflight“. Dafür gibt es spezielle Programme, doch auch InDesign bietet ähnliches.

Piloten überprüfen vor dem Start ihr Flugzeug ganz genau. Auch Druckdaten sollten vor der Produktion auf Herz und Nieren getestet werden. Sind alle Schriften aktiviert? Die Bilder verknüpft? Korrekturen lassen sich in dieser Phase leicht und kostengünstig ausführen –noch bevor das Problem im Druck bemerkt wird.

Grundlagen

Bevor Druckdaten an die Druckerei übergeben werden, sollten zunächst einfache Überprüfungen stattfinden. Handelt es sich wirklich um die letzte Fassung der Datei? Arbeitet noch jemand an dem Dokument, sind alle Aufgaben wirklich erledigt? Sind die Datei und der Datenträger lesbar? Ist der Datenträger eindeutig beschriftet, so dass die Druckerei weiß, um welchen Auftrag es sich handelt? Ist das Original noch immer im Haus (verschickt werden nur Kopien!)?

Warum ist eine Datenprüfung sinnvoll?

Neben der Beachtung der wichtigsten Grundlagen müssen auch die Daten selbst auf mögliche spätere Probleme im Druck geprüft werden. Zwar erledigt das die Druckerei auch beim Dateneingang. Findet sie hier jedoch Schwierigkeiten, sind aufwändige Rückfragen beim Auftraggeber oder umfangreiche Korrekturen nötig und die Bearbeitung des Jobs dauert länger. Das kann der Kunde vermeiden, indem er die Druckdaten selbst auf die wichtigsten Fehler hin abklopft.

Flightcheck von Markzware

Software, die Druckdaten auf Fehler überprüft, wird als „Preflight-Programm“ bezeichnet. Das bekannteste ist die Software Flightcheck von Markzware. Es gibt eine Designer- und eine Professional-Version. Die Designer-Variante kostet 199 Euro für Windows oder Mac. Der Fokus des Programms liegt auf den Farben, den Schriften und den Bildern. Flightcheck Professional bietet deutlich mehr Funktionen, unter anderem die Überprüfung von PDF-Dateien, kostet jedoch 499 Euro.

Pitstop von Enfocus

Preflight-Aufgaben übernimmt auch das Programm Pitstop von Enfocus. Damit lassen sich auch PDF-Dateien überprüfen und bei aufgespürten Fehlern gleich editieren. Die Software gibt nach der Prüfung einen Bericht mit den Problemen aus. Von dieser Liste kann der Anwender direkt zu einem Fehler springen, um ihn zu beheben. Die umfangreicheren Fähigkeiten haben jedoch auch ihren Preis: Die Software kostet 599 Euro.

Preflight-Check in InDesign

Wer die Ausgaben für ein Preflight-Programm scheut, sollte zumindest die Möglichkeiten nutzen, die die Layoutsoftware bietet. InDesign CS3 prüft auf gebrochene Dateiverknüpfungen, falsche oder unterschiedliche Farbräume, Schmuckfarben und fehlende Schriften oder Schriftschnitte. Das entsprechende Modul wird über „Datei“ und „Preflight“ aufgerufen. Der Überprüfungsvorgang startet automatisch und resultiert in einem Prüfbericht. Im Menü links können dann die einzelnen Unterpunkte wie Schriftarten oder Farben und Druckfarben ausgewählt werden.

Job Jackets und Job Tickets in QuarkXPress

Eine direkte Preflight-Funktion, vergleichbar mit der in Adobe InDesign, gibt es in QuarkXPress nicht. Dennoch ermöglichen es die Job Jackets, Einstellungen vorzudefinieren. Diese Vorgaben lassen sich anschließend mit dem Befehl „Layout evaluieren“ überprüfen. Außerdem funktioniert ein Job Jacket wie eine digitale Auftragstasche – es enthält alle relevanten Informationen zu einem Druckjob. Weitere Informationen dazu stehen hier.

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