Wichtige Hilfsmittel für DTP

10.04.2008
Ob Fadenzähler, Typometer, Farbfächer, Cutter oder Lineal: Im Desktop Publishing gibt es zahlreiche manuelle Hilfsmittel, die die Arbeit erleichtern. Ein Überblick.

Auch in Zeiten, in denen sich das Desktop Publishing vornehmlich am und im Computer abspielt, sind manuelle Hilfsmittel im Gestaltungsprozess immer noch wichtig. Dazu gehören Fadenzähler, Typometer, Farbfächer, Cutter oder Lineal. Für die Farbkontrolle eignen sich außerdem Messgeräte wie Densitometer oder Spektralfotometer.

Der Fadenzähler

Ursprünglich nicht aus der Druckbranche stammt der Fadenzähler. Er wurde entwickelt, um in der Textilindustrie die Qualität von Stoffen zu überprüfen. Dabei wurde die Anzahl von Schuss- und Kettfäden ermittelt. Von dieser Funktion rührt auch der Name „Fadenzähler“ her. Ein Fadenzähler ist eine Lupe, die etwa vier- bis zwölffach vergrößert. Das Instrument lässt sich ausklappen und gibt so den Abstand zwischen Lupe und Papier genau vor. Im unteren Teil ist oft eine Messskala eingraviert oder aufgedruckt. Mit dem Fadenzähler lassen sich zum Beispiel die Passgenauigkeit bei mehrfarbigen Drucksachen oder die Darstellung von kleinen Schriften prüfen.

Das Typometer

Das erste Typometer wurde im Jahr 1878 von Hermann Berthold entwickelt. Es besteht heute meist aus transparentem Kunststoff und ist ungefähr 32 Zentimeter lang und 10 Zentimeter breit. Das Typometer dient dazu, Schriften zu messen. Außerdem können Schriftgrößen mit seiner Hilfe zwischen dem Didot-Punkt- und dem metrischen System sowie umgekehrt berechnet werden.

Das Lithometer

Weniger bekannt als das Typometer ist das Lithometer. Es weist meist in etwa die gleiche Größe auf wie ein Typometer. Mit einem PPI-Lithometer lassen sich beispielsweise die Rasterweite und der Rasterwinkel von Drucksachen bestimmen. Außerdem enthält es Grauwertmuster in verschiedenen Prozentzahlen und Rasterweiten. Oft werden Kombi-Instrumente, die Typo- und Lithometer vereinen, angeboten.

Farbfächer und Papiermuster

Besonders bei der Arbeit mit Sonderfarben sind Farbfächer hilfreich. Es gibt sie für alle Farbsysteme, wie zum Beispiel Pantone oder HKS. In der Regel kann man kleine Kärtchen des gewünschten Farbtons aus dem Fächer heraustrennen, um die Wirkung der Nuance zu testen. Außerdem enthalten die Farbfächer meist die CMYK-Werte der jeweiligen Sonderfarbe. Die Hersteller bieten darüber hinaus verschiedene Farbfächer für unterschiedliche Papiersorten an – zum Beispiel für Natur- oder Zeitungsdruckpapier. Hilfreich im Gestaltungsprozess sind generell auch Papiermuster.

Cutter und Lineal

Die Hilfsmittel Skalpell beziehungsweise Cutter und Lineal waren vornehmlich bei der Filmmontage wichtig. Da die Druckplatten heute direkt bebildert werden, fällt dieser Arbeitsschritt mittlerweile weg. Dennoch haben die Instrumente nicht ausgedient: Sie können beim Scribbeln und beim Ausprobieren von Layouts gute Dienste leisten. Das Skalpell garantiert beim Schneiden in Verbindung mit dem Lineal gerade, saubere Kanten. Ein Lineal aus Plastik verkratzt dabei jedoch schnell – besser sind solche aus Stahl. Gut ist auch eine Schneidematte, die Kratzer und Schnitte auf dem Schreibtisch verhindert.

Messgeräte

Densitometer und Spektralfotometer  messen die Farbdichte und den Farbort einer Farbe. Es gibt auch Kombigeräte, die beide Aufgaben übernehmen. Mit diesen Farbmessgeräten lässt sich prüfen, ob die Farbe über Entwurf, Proof und Auflagendruck hinweg stets annähernd gleich bleibt.

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