Welche Farben passen zusammen?

14.06.2010
Nicht alle Farben harmonieren miteinander. Software-Tools geben Hilfestellung, passende Farbschemata mit mehreren Farbtönen zusammenzustellen.

Farbschemata per Knopfdruck

Farbschemata zu erstellen, gehört zum Alltag von Webdesignern und Grafikern. Meist ist eine aussagekräftige Ausgangs- beziehungsweise Hauptfarbe schnell gefunden. Doch dann geht es darum, zu diesem Hauptfarbton weitere passende Nuancen zu finden.

Das kann mühsam sein, wenn der Designer die harmonisierenden Farben einzeln zusammensuchen muss. Relativ schnell sind Kalt-Warm-Kontraste, Komplementär-Kontraste oder Qualitätskontraste (leuchtende vs. stumpfe Farben) gefunden.

Doch komplette Farbschemata, die aus drei und mehr harmonischen Farbtönen bestehen, sind schwieriger umzusetzen. Spezielle Farbfinder, im Internet oder als eigenständige Software auf dem Rechner verfügbar, erleichtern diese Arbeit.

ColorMatch: schnell und gratis

Werkzeuge, mit denen Farbschemata rasch und kostenlos erstellt werden können, bietet das Internet einige, zum Beispiel ColorMatch. Eine neue Version der Webseite ist für August dieses Jahres angekündigt, die Sofortware steht bis dahin weiter zur Verfügung.

Der Anwender kann bei ColorMatch die gewünschte Ausgangsfarbe als RGB-Werte eingeben. Dann werden mehrere ergänzende Farben vorgeschlagen. Dabei kann er zwischen mehreren Farbschemata – beispielsweise Komplementärfarben oder analogen Farben – wählen.

Alternativ kann der Nutzer über einen Farbregler die Farbsättigung und die Helligkeit verschieben, um die Ausgangsfarbe zu verändern und neue Werte zu erhalten. Die Webseite gibt es jedoch nur auf Englisch.

ColorMatch 5K: für das Internet

Ähnlich wie ColorMatch funktioniert ColorMatch 5K. Die Webseite und das Farbfindungs-Programm sind jedoch vor allem auf die Gestaltung von Internetseiten ausgelegt und liefern die passenden Farben für das Webdesign.

Dazu stellt der Anwender mit Hilfe dreier Farbschieber die RGB-Werte für den Ausgangsfarbton ein. Anschließend werden ihm fünf weitere, damit harmonierende Nuancen gezeigt und als Hex-Wert angegeben.

Ein Klick auf eine dieser ermittelten Nuancen macht diese Farbe zum neuen Ausgangsfarbton und es werden erneut fünf passende Farben erzeugt. Der Nachteil des kostenlosen Werkzeugs liegt darin, dass es wie ColorMatch nur auf englisch verfügbar ist.

Metacolor: man spricht deutsch

Ein umfangreiches Farbwähl-Werkzeug auf deutsch bietet dagegen Metacolor. Die Software, die auf dem Rechner installiert wird, steht dort für 29 Euro (kommerzielle Nutzung) zum Herunterladen bereit.

Mit dabei ist ein PDF-Tutorial, das sich unter anderem mit Farbharmonien und Farbkontrasten beschäftigt. Alternativ kann der Farbwähler auch als kostenloses Shareware-Programm herunter geladen werden. Dann lassen sich jedoch nur Zweier-Farbharmonien erstellen; alle anderen Farbkombinationen stehen nur in der Vollversion zur Verfügung.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Der Nutzer gibt die RGB-Werte eines Farbtons ein und erhält die Werte eines passenden Farbtons beziehungsweise der passenden Farbtöne auf dem Bildschirm angezeigt.

Colorschemer: viele Funktionen

Zu den bekanntesten Programmen für die Farbfindung zählt außerdem Colorschemer. Die aktuelle Version 1.51 kostet als Download 49,99 US-Dollar.

Die englischsprachige Software lässt sich aber auch für 15 Tage gratis herunterladen und testen. In der Mitte der Benutzeroberfläche von Colorschemer findet der Anwender einen Farbkreis, der zur Ausgangsfarbe passende Nuancen abbildet.

Darüber hinaus können Farbschemata wie „komplemetär“ oder „analog“ voreingestellt werden. Der Nutzer kann außerdem eine eigene Farbbibliothek mit seinen Lieblingsfarben anlegen. Alle Farbtöne werden als RGB- oder HEX-Wert ausgegeben.

ColorBlender: Exportmöglichkeiten

Pfiffig ist auch das kostenlose Tool ColorBlender, das im Internet bereit steht. Auch hier wählt der Anwender den Ausgangsfarbton über RGB-Farbregler. Anschließend werden ihm fünf passende Farbtöne angezeigt.

Neben dem RGB- ist auch der HEX-Wert sichtbar. Doch damit nicht genug: Das englischsprachige Werkzeug kann die Farbschemata für die Nutzung in Adobe Photoshop (als .act-Datei) und für die Verwendung in Adobe Illustrator (als .eps-Datei) speichern.

Darüber hinaus kann sich der Nutzer sein Farbschema als Weblink anzeigen lassen und auf diese Weise als URL weiterverschicken. Das Ganze funktioniert kostenlos.

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