Weiß statt grau - Winterbilder

03.12.2015
Im Schnee sind nicht nur Katzen auch tagsüber grau. Schließlich gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit auf Fotos im Winter das Weiß strahlt und die Kamera einsatzfähig bleibt.

Wenn der Winter vor der Tür steht, freuen sich die Kinder auf den Schlitten und die Räumdienste auf den Umsatz. Aber den Kameraherstellern ist die weiße Pracht gar nicht so recht. Sobald der Schnee die Landschaft verzaubert, fangen für die Fotografen die Probleme erst an. Aber es lohnt sich, sich ihnen zu stellen, schließlich gehören Winterlandschaften zu den schönsten Motiven dieses Sujets. Und wer weiß schon, wie lange die Erderwärmung sie uns in diesen Breiten überhaupt noch gönnt.

Die Belichtung

Kameras nivellieren gern: Für kontrastreiche Winterfotos muss der versierte Fotograf also auf jeden Fall nachbessern. Quelle: Kesberger


Kameras nivellieren gern. In der Summe aller Helligkeitswerte ergibt unsere Welt ein 18 % Grau, das dem durchschnittlichen Berliner Winterhimmel nicht so ganz unähnlich ist. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass jede Kamera in der Bildausgabe versucht, dieses vermeintlich objektive Grau wieder herzustellen. Wenn das Bild also motivisch weiß in weiß strahlt und die Schneeanzüge der lieben Kleinen auch noch hell sind, dann wird auf dem Bild eine graue Matsche erzeugt, wenn der Fotograf nicht selbst Hand anlegt.

Die Korrektur

Mit dem richtigen Dreh am Rad der Belichtungskorrektur lassen sich Fotos mit Schnee besser erstellen. Quelle: Kesberger


Aber woran? Manche Kameras bieten eine Highlight-Korrektur, die dann eine Spotmessung auf den hellsten Bildpunkt erfordert, aber diese Funktion wird wegen vermeintlicher Überforderung des Nutzers nur noch selten verbaut. Es geht auch leichter, nämlich mit dem richtigen Dreh am Rad der Belichtungskorrektur. Wirkt das Bild auf dem Display grau und ist bei der Histogrammdarstellung noch viel Luft zum Weißpunkt, dann hilft die Pluskorrektur.

Die Pluspunkte

Bei Sonnenschein im Winter hilft die Aktivierung der Überbelichtungswarnung bei der Bildbeurteilung. Quelle: Kesberger


Ob es geklappt hat, zeigt wiederum das Display. Gerade im Sonnenschein hilft auch die Aktivierung der Überbelichtungswarnung bei der Bildbeurteilung. Meist lässt sich auf Grund des großen Kontrastumfangs mit glitzernd reflektierendem Schnee nicht verhindern, dass auch Teilbereiche in den Lichtern ohne Zeichnung bleiben. Doch mit der Warnung sieht man wenigstens, welche Bereiche das sind.

Die Technik

Gut, wenn man weiß, wie man im Schnee zu belichten hat. Besser, wenn die Kamera auch dazu in der Lage ist. Auf dem Weg dorthin gilt es, zwei Fotofeinde zu besiegen: die Nässe und die Kälte. Im Getümmel schmilzt der Schnee schon mal von der Körperwärme, aber Nässe mögen die meisten Kameras nicht. Im Profi- und zum Teil auch Semiprofibereich setzen sich immer mehr spritzwassergeschützte Gehäuse durch.

Gleiches gilt für die Objektive. Gummidichtungen schützen dann vor dem Eindringen von Feuchtigkeit, um die Elektronikbauteile zu schützen. Kann das Gehäuse damit nicht dienen, sollte wenigstens die Fototasche hochgerüstet werden.

Aber auch die Kälte macht der Technik zu schaffen. Bis Verschlüsse einfrieren, müssen zwar schon arktische Temperaturen von deutlich unter -30° Celsius herrschen, aber auch schon knapp unter dem Gefrierpunkt sinkt die Akkuleistung massiv. Da helfen dann bei langen Touren nur ein paar Ersatzakkus, die man zudem besser in der Jacke direkt am Körper statt in der Fototasche trägt – dann kann der Schnee kommen.

 

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