Webbrowser im Vergleich

26.07.2007
Zu den fünf am meisten verbreiteten Webbrowsern gehören Firefox, Internet Explorer, Netscape, Opera und Safari. Was leisten sie?

Zu den liebsten Beschäftigungen der Deutschen gehört das Surfen im Internet. Wer die Informationen des World Wide Web nutzen möchte, braucht dazu einen Webbrowser.  Moderne Browser können auch Multimedia-Daten abspielen und Dateien herunterladen. Die fünf am häufigsten verwendeten Webbrowser sind Firefox, Internet Explorer, Netscape, Opera und Safari. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Geschichte der Browser

Der ersten Webbrowser wurde 1990 von Tim Berners-Lee entwickelt. Er hieß zunächst WorldWideWeb, später dann Nexus. 1993 fand der Browser NCSA Mosaic große Verbreitung, da er eine grafische Benutzeroberfläche bot. 1994 folgte Netscape mit dem Browser Navigator. Daraufhin zog Microsoft mit dem Internet Explorer nach - der Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft begann. Netscape musste dieses Scharmützel zwangsläufig verlieren, da Microsoft dazu überging, seinen Internet Explorer zusammen mit seinem Betriebssystem zu verbreiten. 1998 bekam Microsoft jedoch mit Mozillas Firefox einen neuen Konkurrenten - kurioserweise stammt er auch aus dem Hause Netscape, das Ende 1998 von AOL gekauft wurde. Eine Fangemeinde konnte sich auch der Browser Opera schaffen, der 1996 auf den Markt kam. Relativ neu ist dagegen der Apple-Browser Safari, der seit der Version 10.3 Teil des Betriebssystems Mac OS X ist.

Der Platzhirsch: Microsoft Internet Explorer

Microsoft entwickelte die erste Version des Internet Explorers 1995. Er ist eine Weiterentwicklung des NCSA Mosaic, die Microsoft auf einem Lizenzvertrag mit der Firma Spyglass aufbaute. Seit der Version 4.0 ist er fest in das Windows-Betriebssystem integriert und daher weit verbreitet. Die aktuelle Version 7.0 kam im Oktober vergangenen Jahres auf den Markt. Sie lässt sich kostenlos downloaden. Zu den wesentlichen Kritikpunkten des Browsers zählen seine Sicherheitslücken, die mit so genannten Patches geschlossen werden müssen. Da der Internet Explorer so weit verbreitet ist, muss er sich besonders vielen Hackerangriffen erwehren. Zur mangelnden Sicherheit können auch die Einstellungen des Browsers beitragen, die für Laien schwer zu durchschauen sind. Die E-Mail-Programme Outlook und Outlook Express setzen ebenfalls auf der Internet-Explorer-Technik auf. Deshalb können durch das Versenden  von E-Mails Sicherheitslücken ausgenutzt werden. In die Kritik geraten ist  der Internet Explorerebenso wie andere Produkte aus dem Hause Microsoft, die beim Neukauf eines PCs mitgeliefert werden, und somit ganz automatisch zur meist genutzten Software avancieren, ohne dass dies in ihrer Qualität begründet liegt.

Der Verdrängte: Netscape Navigator

Der Netscape Navigator war in den Anfangsjahren des World Wide Web der am häufigsten genutzte Browser - bis er um das Jahr 1996 herum von Microsofts Internet Explorer verdrängt wurde. Netscape entwickelte seinen Browser daraufhin nur zögerlich weiter, so dass der Internet Explorer ihm schnell überlegen war. Die aktuelle Beta-Version Netscape Navigator 9.0 kann ebenfalls kostenlos herunter geladen werden. Sie läuft unter Windows, Mac und Linux und bietet damit eine betriebssystem-übergreifende Alternative zu anderen Browsern. Allerdings ist sie derzeit nur auf Englisch erhältlich. Die letzte Version, die auf Deutsch verfügbar ist, ist die Version 7.1  - allerdings nur für Windows. Diese Tatsache dürfte Anwender hierzulande von einer Verwendung des Navigators eher abschrecken.

Der Herausforderer: Mozilla Firefox

Netscape hat jedoch auf dem Browsermarkt noch ein weiteres Eisen im Feuer: Auch der beliebte Mozilla Firefox stammt ursprünglich von Netscape. Zunächst wurde er unter dem Namen Mozilla bekannt. 2002 wurde der Webbrowser unter der Bezeichnung Firefox, das E-Mailprogramm unter dem Namen Thunderbird abgespalten. Der Browser lässt sich durch Motive an den Geschmack des Anwenders anpassen und unterstützt das Tabbed Browsing - damit ist die Darstellung von mehreren Webseiten innerhalb eines Fensters gemeint. Firefox wird für Windows, Linux und Mac angeboten und erfreut sich steigender Beliebtheit. Eine deutsche Version ist ebenfalls gratis  erhältlich  Der Browser lässt sich durch Erweiterungen ergänzen - beispielsweise durch Wörterbücher in verschiedenen Sprachen. Kritisiert wird Mozilla Firefox, weil er viel Systemressourcen und Rechenleistung beansprucht.

Der Kompatible: Opera

Seit der Version 8.5, die im September 2005 vorgestellt wurde, ist der Webbrowser Opera des gleichnamigen norwegischen Software-Entwicklers kostenlos erhältlich. Zuvor war die Gratis-Variante nur mit Werbebannern nutzbar. Opera kam Ende 1996 auf dem Markt. Er konnte sich durch treue Fans gegen die Konkurrenz behaupten und wird vor allem wegen seiner anpassbaren Oberfläche, der Geschwindigkeit beim Laden von Inhalten und der Kompatibilität zu aktuellen Web-Standards geschätzt. Opera bot seit der ersten Version das Tabbed Browsing - das Darstellen von mehreren Inhalten in einem Fenster, ähnlich wie Mozilla Firefox es übernommen hat. Die aktuelle Version 9 ist auch auf Deutsch erhältlich. Sie bringt einen News-Reader und ein E-Mail-Programm mit. Gelobt wird auch die Zoom-Funktion. Opera lässt sich darüber hinaus mit der Maus steuern: Dazu wird die rechte Maustaste gedrückt und die Maus in eine bestimmte Richtung bewegt, um Befehle auszuführen. Der empfehlenswerte Webbrowser läuft unter Windows, Mac, Linus, FreeBSD und Solaris. Er ist außerdem als Version für Handys und Organizer verfügbar. Auch Nintendo nutzt den Browser für den Internetzugang mit der Spielekonsole "Wii".

Der Mac-Experte: Safari

Ab der Version 10.3 des Betriebssystems Mac OS X gehört der Webbrowser Safari zum Lieferumfang. Seit kurzem gibt es sogar eine Version für Windows: Safari 3 steht seit Mitte Juni dieses Jahres als Beta-Programm im Internet bereit. Der Browser unterstützt das Tabbed Browsing, also die Navigation mit Registerkarten. Er soll unter Mac schneller laufen als andere Webbrowser - "bis zu zweimal schneller als der Internet Explorer", wie Apple verspricht. Der Hersteller propagiert auch andere neue Funktionen von Safari. Dazu gehören beispielsweise das einfache Anlegen von Lesezeichen und das Blockieren von Werbung mit Hilfe von Pop-up-Blockern. Diese Fähigkeiten sind jedoch bei der Konkurrenz längst Standard. Dennoch wird der Browser aufgrund seiner typischen Oberfläche bei den meisten Mac-Nutzern das Werkzeug erster Wahl sein.

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