Was genau ist HDR?

27.03.2008
Die HDR-Fotografie boomt: Dank eines besonders hohen Dynamikumfangs entstehen Bilder, die auch in hellen Flächen oder tiefen Schatten äußerst detailreich sind.

„HDR“ steht für „High Dynamic Range“. Übersetzt bedeutet das: hoher Dynamikumfang. HDR-Digitalfotos bestechen durch eine hohe Detailfülle selbst bei hellen Flächen oder tiefen Schatten. Möglich wird das, wenn herkömmliche Belichtungsreihen mit Hilfe von speziellen Software-Tools in HDR-Bilder umgewandelt werden.

Hoher Dynamikumfang

Herkömmliche Digitalfotos liefern ein Kontrastverhältnis von rund 1.000:1. Das Kontrastverhältnis gibt die möglichen Abstufungen zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle eines Bildes wieder. Chemisch entwickelte Fotos erreichen ein Kontrastverhältnis von bis zu 10.000:1. HDR-Bilder liegen deutlich darüber: Sie erzielen einen Wert von rund 200.000:1. Um solch detailreiche Bilder auf einem normalen Monitor ohne große Qualitätseinbußen anzuzeigen, ist ein so genanntes Tone-Mapping-Werkzeug nötig. Zum Vergleich: Eine tatsächliche Szenerie, betrachtet mit dem menschlichen Auge bei Tageslicht, liegt bei einem Kontrastverhältnis von 100.000:1.

Mehrere Aufnahmen

Um ein HDR-Bild zu erzeugen, sind mehrere Aufnahmen nötig. Es wird eine Belichtungsreihe angefertigt, bei der für jeden Helligkeitsbereich eine Aufnahme mit optimaler Belichtung gemacht wird. Durch die Über- beziehungsweise Unterbelichtung einzelner Stellen werden auch die Zeichnungen in den hellen und dunklen Bereichen festgehalten. Anschließend werden die Bilder mit Hilfe einer Software bearbeitet, die aus den Belichtungsreihen HDR-Fotos erstellt.

Geeignete Software

Es gibt mehrere Programme, mit denen sich HDR-Bilder erzeugen lassen. Zu den bekanntesten zählen HDRShop für 400 US-Dollar, Photomatrix Pro für 75 Euro, das kostenlose Qtpfsgui und easyHDR für 30 Euro. Auch Adobe Photoshop enthält ab der Version CS2 ein Modul, mit dem HDR-Bilder generiert werden können. Es ist über „Datei“, „Automatisieren“, „Zu HDR zusammenfügen“ zu erreichen. Tone-Mapping-Werkzeuge wiederum komprimieren den Dynamikumfang, sodass der HDR-Charakter auch auf herkömmlichen Monitoren zur Geltung kommt. Einige HDR-Programme enthalten dieses Tool, zum Beispiel Qtpfsgui.

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