Von der Piktografie zum Alphabet

18.04.2013
Die Entstehungsgeschichte der Schrift zieht sich über mehrere tausend Jahre – mit spannenden Etappen.

Die Schrift, wie wir sie heute kennen, ist das Ergebnis einer mehrere tausend Jahre dauernden Entstehungsgeschichte. Unser ABC hat sich ausgehend von den ersten Höhlenmalereien entwickelt. Das Alphabet steht dabei seinen Vorläufern, den piktografischen und ideografischen Zeichensystemen, gegenüber.

Piktografien

 Quelle: Dieter Schütz / Pixelio.de


Die Wurzeln unserer Schrift liegen in primitiven Bildschriften, wie wir sie von Höhlenmalereien kennen. Die so gezeichneten Figuren hatten noch keine einheitliche Bedeutung und verwiesen auch nicht auf bestimmte Laute. Abstrakte Begriffe kamen in diesen piktografischen Zeichensystemen noch nicht vor. Die versinnbildlichten Wörter bezogen sich in erster Linie auf wichtige Elemente der damaligen Lebenswelt, zum Beispiel auf Tiere.

Ideografien

Der nächste Entwicklungsschritt in der Geschichte der Schrift ist der Übergang zu Ideografien. Sie verkörperten auch abstrakte Begriffe wie Liebe, daher stammt auch die Bezeichnung Begriffsschrift. Die Bedeutung der einzelnen Zeichen wurde zunehmend standardisiert. Ideografische Zeichensysteme arbeiten dabei nicht mit Lauten, sondern ziehen für jeden Begriff ein eigenes Zeichen heran. Diese Art der Schrift gilt beispielsweise als Ursprung der chinesischen Schrift, wie wir sie heute kennen.

Hieroglyphen

 Quelle: Dieter Schütz / Pixelio.de


In Ägypten lassen sich Hieroglyphen bereits gegen 3.500 v. Chr. nachweisen. Die hoch entwickelte Bildzeichenschrift ermöglichte es, auch kompliziertere Zusammenhänge wiederzugeben. Neben den Ägyptern entwickelten auch andere Völker ähnliche Systeme. So gibt es beispielsweise die Maya-Hieroglyphen oder kretische Hieroglyphen.

Das Alphabet

Alphabete arbeiten im Gegensatz zu ihren Vorläufern mit Graphemen, die über feste Regeln zu Wörtern verknüpft werden und damit die schriftliche Darstellung einer Lautsprache ermöglichen. Das phönizische Alphabet bildet die Grundlage für viele andere Alphabete, auch für das lateinische. Seine Wurzeln reichen bis etwa 1.100 v. Chr. zurück. Einen reduzierten Zeichensatz von nur 24 Buchstaben wies erstmals das griechische Alphabet auf, das um 800 v. Chr. entstand. Etwa 700 v. Chr. schlug dann die Stunde des lateinischen Alphabets, wie wir es heute verwenden. Die Römer übernahmen dazu das System der Griechen und passten die Zeichen an.

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