Von der leeren Fläche zum Layout

20.11.2008
Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. Dies gilt auch beim Erstellen eines neuen Layouts. Doch es gibt kleine Tricks, mit denen sich die Angst vor der leeren Fläche abfedern lässt.

Zu Beginn eines Layouts steht immer die leere Fläche. Oft ist gerade der erste Schritt schwer: Wo fängt man an zu gestalten, welche Elemente sollen wo angeordnet werden? Dabei hilft es, von einfachen Beziehungen auszugehen und Schritt für Schritt zu komplexeren Zusammenhängen zu wechseln. Auch das Experimentieren spielt eine wichtige Rolle.

Ist die Fläche wirklich leer?

Der Blick für eine leere Fläche und mögliche Gestaltungsoptionen lässt sich trainieren. Viele Elemente legen wir bereits fest, ohne es wissentlich zu merken. Soll beispielsweise ein Magazin-Layout entstehen, ist klar: Den Hauptteil nimmt der Text ein, die Überschrift steht oben. Bilder werden von passenden Bildunterschriften ergänzt. Auch die Seitenzahl ist ein fester Bestandteil. Das menschliche Auge gliedert jede Seite außerdem in einzelne Bereiche: links oben, rechts oben, links unten, rechts unten. Elemente, die vertikal angeordnet werden, vermitteln den Eindruck zu „stehen“, horizontale Elemente „liegen“ dagegen. Liegt ein Objekt zudem auf den Sehlinien, die das Auge unwillkürlich zieht, so macht es dort einen unverrückbareren Eindruck, als wenn es außerhalb dieser Linien platziert wird.

Elemente platzieren

Auf die leere Seite eines Layouts werden nach und nach die einzelnen Elemente positioniert. Bei einem Textbeitrag kann das beispielsweise die Überschrift sein. Hier hilft vor allem das Experimentieren: Welchen Eindruck hinterlässt die Headline, wenn sie oben steht, welchen, wenn sie weiter unten platziert wird? Auch hier projiziert das Gehirn unwillkürlich Assoziationen, die berücksichtigt werden wollen. Unten stehende Elemente wirken schwerer als diejenigen, die im oberen Teil angeordnet werden. Linien, die von links unten nach rechts oben führen wirken aufstrebend, während sie als fallend wahrgenommen werden, wenn sie in die andere Richtung verlaufen.

Bildformate

Das Experimentieren macht auch vor der Positionierung der Bilder und der Bildformate nicht halt. Der Gestalter sollte sich immer fragen, welche Botschaft das Motiv transportiert und es dementsprechend ins Layout bringen. Je nachdem, wie die Bilder zueinander angeordnet werden, kann das Layout in einen oder mehrere Bereiche gegliedert werden. Formübereinstimmungen zwischen den Fotos stellen dagegen einen Zusammenhang her. Bestimmte Anordnungen wecken auch hier wieder Erwartungen beim Betrachter. Je größer ein Bild aufgezogen wird, desto wichtiger erscheint es auch dem Leser und desto schneller zieht es sein Augenmerk auf sich.

Elemente verbinden

Sobald Elemente wie Überschrift, Bild oder Text miteinander in Verbindung gebracht werden, stellen sich weitere Fragen. Jetzt kommt es auch auf das Verhältnis der einzelnen Elemente untereinander an. Ist die Überschrift zu klein für den Text? Wirkt das Layout überladen oder luftig? Dominiert die Headline oder das Bild? Welches Objekt soll im Vordergrund stehen? Es hilft, in diesem Stadium des Entwurfes noch keine richtigen Texte oder Bilder einzusetzen, sondern mit Flächen zu arbeiten. So sieht der Gestalter am besten, wie die Kombination der Elemente wirkt.

Texte ansprechend gestalten

Text wird im Layout oft stiefmütterlich behandelt. Doch auch er bietet Möglichkeiten, kreativ gestalterisch tätig zu werden. Durch Einzüge lässt sich Text in sinnvolle Abschnitte gliedern. Ist die Fläche groß und ist nur wenig Text vorhanden, so sollte er in einer großzügigen Textfigur gestaltet werden. Umfangreiche Texte wollen dagegen für das Auge des Betrachters in kleinere Häppchen portioniert werden.

Werden Sie ein Teil unserer Welt!

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.