USB-C: ein Könner, wenn alles passt

01.03.2018
Dem USB-C-Stecker ist es egal, wie man ihn einsteckt. Die Ober- und Unterseite sind gleich – der Querschnitt erinnert an eine Ellipse. Das ist einer seiner Vorteile. Gibt es auch Nachteile?

Dass die Drehrichtung des USB-C-Steckers keine Rolle mehr spielt, ist ein Gewinn. Und nicht nur das: Ein schnelleres Übertragen von Daten als bisher ist grundsätzlich möglich – wie auch das schnellere Aufladen von Mobilfunkgeräten.

Außerdem versteht USB-C nicht nur die Protokolle USB 3.2, 3.1 und 2.0, sondern auch die Signale von Thunderbolt, Displayport, HDMI und MHL. Hinzu kommen Audio- und Video-Signale. Mit einer Größe von 8,4 x 2,6 Millimetern ist er so klein, dass er an flache Smartphones passt.

Die Protokolle müssen stimmen

Ist ihm egal: Beim USB-C-Anschluss sind Ober- und Unterseite gleich geformt. Quelle: Denvit / Pixabay

Voraussetzung für ein besonders schnelles Übertragen von Daten sind die Protokolle 3.2 und 3.1 Gen 2 und Gen 1 – und mit ihnen die passenden Controller.

In Deutschland steckt in den erhältlichen Geräten derzeit noch maximal ein Controller für 3.1 Gen 2 (SuperSpeed Plus), was eine Transferrate von 10 Gigabit/Sekunde und damit eine Übertragungsgeschwindigkeit von rund 1,2 Gigabyte/Sekunde ermöglicht.

Bei 3.1 Gen 1 (SuperSpeed) sinken diese Werte um rund die Hälfte. Das Protokoll 3.2 verspricht 20 Gigabit/Sekunde beziehungsweise 2,5 Gigabyte/Sekunde.

Auch Tablets laden können

Nicht mehr nur Smartphones und Tablets lassen sich mit USB-C aufladen, sondern auch Notebooks und Laptops. Selbst Monitore lassen sich mit Strom versorgen.

Das liegt daran, dass die mögliche Leistungsaufnahme bei maximal 100 Watt liegt, sofern Kabel und Typ-C-Ports die USB Power Delivery (USB-PD) unterstützen.

Mit der Verbreitung von USB-C gewinnen übrigens Adapter beziehungsweise Hubs an Aufwind, um klassische USB-Sticks oder auch SD-Karten lesen zu können.

Wer kann was mit USB-C?

Die neueste Generation der Smartphones trägt bereits einen Steckplatz für USB-C. Quelle: Ilya Plekhanov / Wikicommons

Wenn auch eine USB-C-Buchse vorhanden ist, heißt das nicht, dass sie beziehungsweise das Gerät alle möglichen Funktionen bietet. Gerade Smartphones sind oft nur mit einer Ladefunktion ausgestattet.

Zudem unterstützen sie derzeit oft noch nicht das Protokoll 3.1 der zweiten Generation. Und hat ein Notebook mehrere C-Buchsen, kann der User davon ausgehen, dass nicht jeder Anschluss alle USB-C-Features bietet.

An diesem Beispiel ist ein grundsätzlicher Nachteil erkennbar: Dass USB-C viel kann, kommunizieren die Hersteller, die diesen Typ nutzen, gern und viel. Dass aber die angeschlossenen Geräte, die Adapter und die Kabel selbst auch einiges mitbringen müssen, damit sich das Maximale aus USB-C herausholen lässt, ist seltener Thema – und damit nicht jedem klar.

Übersichtlichkeit dank neuer Logos

Das neue Logo weist grafisch auf den Geschwindigkeitsvorteil hin. Quelle: Certified Hi-Speed USB / Wikipedia

Um eine schnelle Übersichtlichkeit zu schaffen, was die verschiedenen Geräte können, hat das USB-IF verschiedene Logos entwickelt.

Leider gibt es keinen Zwang für die Hersteller, immer alle entscheidenden Logos zu verwenden. Wer sicher gehen will, sollte daher ins Datenblatt schauen.

IF steht übrigens für Implementers Forum. Es handelt sich um eine Organisation, die Mitte der 1990er-Jahre gegründet wurde, damit USB und dazugehörige Standards eine weite Verbreitung finden. Das hat das IF zweifelsohne geschafft hat.

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