TypoChina in Zürich

27.07.2006
Ausstellung moderner Schriftplakate aus China im Museum für Gestaltung Zürich zeigt noch bis 4. August zeitgenössische Plakate aus Asien in ungeahnter Frische ...

Das chinesische Schriftsystem verfügt über eine Visualität und eine semantische Vielschichtigkeit, die unser Alphabet weit übertreffen. Seit wenigen Jahren nun treten Plakate aus China in Erscheinung, die der ideologisch bedingten Erstarrung des Formenkanons mit ungeahnter Frische widersprechen. Dieser auffallenden Häufigkeit, mit der Gestalter die Schrift als Hauptsache eines Plakats nutzen, aber auch den Geschichten dahinter, widmet sich die Ausstellung "Typochina", die noch bis zum 4. August 2006 im Museum für Gestaltung Zürich stattfindet.

Chinesische Schriftzeichen zur Plakatgestaltung

Seit wenigen Jahren treten Plakate aus China in Erscheinung, die der ideologisch bedingten Erstarrung des Formenkanons mit ungeahnter Frische widersprechen. Die auffallende Häufigkeit, mit der ihre Gestalter die Schrift zur Hauptsache des Plakats machen, lässt deutlich den Wunsch erkennen, mit dem einzigartigen Reichtum der eigenen Schriftkultur am Puls der Zeit zu sein. Zudem verfügt das chinesische Schriftsystem über eine Visualität und eine semantische Vielschichtigkeit, die die Möglichkeiten unseres Alphabets weit überbieten.

Ausstellung "TypoChina"

Nicht nur aus diesem Grund ist es gerechtfertigt, eine eigene Ausstellung ganz dem zeitgenössischen chinesischen Schriftplakat zu widmen. Auch die dahinter stehende Kunst, aber auch der Mut, aus einer festen Ideologie auszubrechen und neue Wege in der Gestaltung zu gehen, soll gezeigt werden. Deshalb nahm sich das Museum für Gestaltung in Zürich jetzt in der Sonderschau "TypoChina" des Themas an. Bezeichnend bei den gezeigten Exponaten ist dabei, dass viele der gezeigten Plakate im Eigenauftrag entstanden sind, weil es noch an Auftraggebern und somit an einer realen Plakatkultur fehlt. Darum bietet die Ausstellung eine ebenso aktuelle wie vorläufige Kostprobe und sie entspricht unserem Blick auf das "booming China", der zugleich aufmerksam skeptisch und hoffnungsvoll ist.

Ausstellungsort und parallele Publikationen

 Gezeigt werden die Plakate, deren Gestaltungsmittel chinesische Schriftzeichen sind, noch bis einschließlich 4. August 2006 in der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich, Limmatstr. 57, CH-8005 Zürich. Der Plakatraum ist Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei! Wer keinen Kurztripp nach Zürich schafft, kann sich auch einen Eindruck der Ausstellung in dem die TypoChina begleitenden Band "Typo China, Poster Collection 13" machen, das vom Museum für Gestaltung Zürich Plakatsammlung/Lars Müller Publishers herausgegeben wurde und mit einem Essay von Eva Lüdi Kong ausgestattet ist. Hier die genauen Bestelldaten (bestellbar direkt auf der Museumshomepage oder im Buchhandel via ISBN-Nummer): "Poster Collection" 13, Typo China, 16,5 x 24 cm, 64 Seiten, 78 Farbabbildungen, deutsch/englisch, CHF 28.– / ISBN 3-03778-078-9.

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