Typo-Trends treffen Kreativität

14.02.2018
Es gibt nicht den einen Trend, dem man folgen muss, um 2018 typografisch modern zu sein. Vielmehr sind es mehrere Strömungen, die gerade in ihrer Kombination reizvoll sind – und mit denen sich Plakate, Broschüren oder auch Geschäftsberichte überzeugend gestalten lassen.

Wenn sich eine Schrift nicht lesen lässt, hat sie ihren Zweck verfehlt. Wenn sie sich lesen lässt, hat sie zwar einen Zweck erfüllt – aber eben auch nur einen. Sie muss zudem gefallen, im Zweifel einen bestimmten Stil treffen, Aufmerksamkeit erzielen. Deswegen unterliegen Schriften dem Zeitgeist. Deswegen entwickeln sich Jahr für Jahr Trends, wie man welche Schriften verwenden kann.

Spaß am Kontrast

Die Kombination von verspielten und nüchternen Schriften ist nicht neu, aber gerade wieder sehr beliebt. Quelle: Falkenpost / Pixabay

Und vor allem, in welcher Kombination man sie verwenden kann. Wenn auch nicht neu, ist 2018 der Einsatz von Schriften beliebt, die sich stark unterscheiden – beispielsweise in Form von nüchternen serifenlosen Schriften und solchen mit Serifen.

Auch der gewollte Kontrast zwischen Schreib- und Blockschriften sowie zwischen gesperrten und besonders schmal verlaufenden Fonts sollte eine Option sein, wenn es um das Gestalten von Plakaten geht. Selbstredend trifft das auch auf die Kombination von Bold- und Thin-Schriften zu.

Freude am Schwung

Der Google Fonts Homemade Apple liegt im Trend der handgeschriebenen Schriften. Quelle: Google Fonts

Schriftenfamilien, die Handgeschriebenes simulieren, sind dieses Jahr in jedem Fall angesagt. Sie bedienen den in anderen Lebensbereichen festzustellenden Trend nach Natürlichkeit und Einzigartigkeit.

Das Handgemachte greifen beispielsweise die Google Fonts Kristi, Handlee und Homemade Apple auf. Sie sind frei verfügbar und für Druck und Web gleichermaßen geeignet.

Idealerweise kombiniert der Grafiker solche Fonts auch mal mit anderen gestalterischen Elementen. Denkbar ist zum Beispiel, die Buchstaben mit einem dahinterliegenden Bild zu füllen. So wird aus einem Standard- ein individueller Font.

Lust an der Farbe

Die Pantone-Trendfarbe 2018 ist ein kräftiges Violett – und überhaupt sind es dieses Jahr die leuchtenden Farben, die die Designwelt im Allgemeinen bestimmen.

Es wäre seltsam, wenn diese Entwicklung bei den Schriften Halt machen würde. Die Typografie-Welt nimmt sich deswegen nicht aus und folgt den Möglichkeiten, die sich mit der Kombination von kräftigen Farben bieten.

Immer im Hinterkopf behaltend, dass Extreme nicht jedem gefallen müssen, aber jedem auffallen werden.

Vergnügen an der Größe

Bloß nicht zu klein, zu zierlich, zu zurückhaltend. Bei allem, was (Typografie-)Design dieses Jahr ausmacht, scheint eine gesunde Portion „Hier bin ich“ eine Rolle zu spielen. Große Buchstaben gehören dazu.

Einzelne Worte, die mit einem Farbbalken hinterlegt oder farbig unterstrichen sind, ergänzen den Drang nach Akzenten, denen die Blicke nicht ausweichen können.

Begeisterung an Bildern

Bilder im Buchstabenumriss fallen auf und verschmelzen die Schrift mit den Grafiken. Quelle: Tichnor Brothers / Wiki Commons

Buchstabe oder Bild? Keine Frage, auch hier ist es die Kombination, die dieses Jahr vorn mit dabei ist. Eine Variante: Schriften, die in Form der Buchstaben Ausschnitte eines Fotos preisgeben.

Oder das Gegenteil: Bilder, die auf Teilen einer Überschrift stehen und Wesentliches der Schrift verdecken. Des Weiteren: Schriftzüge, die in Fotografien hineinlaufen und so Teil des Bildes werden. Alles ist erlaubt – und gewollt.

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