Tipps&Tricks zu QuarkXPress

07.09.2006
Wertvolle Kniffe, um mit dem Programm für Design und Layout noch effektiver arbeiten zu können - Tricks für die Praxis mit QuarkXPress 7 und älteren Versionen ...

Haben Sie auch schon einmal wie ein Rohrspatz über Ihr Lieblingsprogramm geschimpft? "Das muss doch irgendwie gehen!" ist dann ein viel von Computernutzern verwendeter Satz. Geht auch meistens; die Frage ist nur, wie. Denn kaum ein Anwender kennt alle Tricks und Möglichkeiten einer so umfangreichen Anwendung wie beispielsweise QuarkXPress. Wir nennen Ihnen deshalb fünf wertvolle und nützliche Empfehlungen, damit Sie noch effektiver mit der beliebten Design- und Publishing-Software arbeiten können. Und das nicht nur in Version 7, sondern auch in älteren Programmversionen. Damit das Suchen und Schimpfen endlich ein Ende hat!

TIPP 1: Einstellungen in einem Ordner ablegen

Immer wieder kommt es zu Problemen, wenn defekte Einstellungen repariert werden müssen, man diese aber nicht mehr findet. Denn Quark speichert dies eim Normalfall tief im System ab. Um dem zuvor zu kommen kann man im Ordner, in dem auch das Quark-Programm abgespeichert wurde, einen Ordner namens "Preferences" von Hand anlegen. Quark verwendet nun automatisch diesen Ordner und speichert alle Einstellungen automatisch dort ab. Allerdings ist es empfehlenswert, den Ordner vor dem ersten Start von QuarkXPress nach einer Neuinstallation anzulegen. Zudem sollte man seine Einstellungen regelmäßig sichern. Bei Mehrbenutzersystemen wird damit sichergestellt, dass alle Benutzer die gleichen Preferenzen benutzen. Beachten Sie dabei allerdings, dass die Zugriffsrechte auf diesen Ordner auch wirklich für alle gesetzt wurden!

TIPP 2: Konvertierung alter Dokumente in neue Quark-Versionen

 Wenn man Dateien aus älteren QuarkXPress-Versionen in einer neueren Version öffnen möchte, kann es zu Problemen kommen. Will man diese umgehen sollte beim ersten Öffnen in der neuen Version wie folgt vorgegangen werden:  * Öffnen Sie die Dateien über den Öffnen-Dialog des Programms mit der Apfel- (Mac OS X) bzw. STRG- (Windows) Taste. Damit erzeugt Xpress neue Bildvorschauen, die zur aktuellen Version passen. * Öffnen Sie die Dateien mit gedrückter ALT-Taste, so erhalten alle darin befindlichen Elemente die Information, dass sie sich entsprechend der neuen Version von QuarkXpress verhalten sollen. * Wollen Sie ganz sicher gehen, dass alle Informationen der neuen Programmversion entsprechend geändert werden, sollten Sie eine sogenannte "Miniaturseitenverschiebung" durchführen. Öffnen Sie hierzu das Quellprojekt in der neuen Version und erstellen Sie ein neues Zielprojekt in derselben Größe und mit denselben Layouteigenschaften. Nun wählen Sie in beiden Layouts die Miniaturansicht an, zu finden im Menü "Ansicht" mit dem Punkt "Miniaturen". Klicken Sie alle Seiten des Quell-Layouts an und ziehen Sie diese in das Ziel-Layout. Speichern Sie das Ziel-Layout unter einem neuen Namen. Nun sollte es keine Schwierigkeiten mehr mit dem neuen Dokument geben.

TIPP 3: Tabs setzen

Tabulatoren sind praktisch, wenn man Abstände in Texten definieren möchte. Seit QuarkXPress 7 lassen sich diese nun sogar per Drag&Drop setzen, wenn Sie sich in der Maßpalette befinden. Am Bildschirm wird dann sogar direkt der Abstand angezeigt. Aber auch in älteren Versionen erleichtern Tastenkombinationen das Arbeiten mit Tabulatoren. Nutzen Sie beispielsweise die ALT-Taste zusammen mit der Tab-Taste, wird der folgende Text direkt an den äussersten rechten Rand des Textblocks verschoben. Hierzu ist kein zusätzlicher rechtsbündiger Tabulator im Tab-Lineal zu setzen. Praktisch ist auch, dass die erste Tabulator-Eingabe immer auf einen - möglicherweise zuvor gesetzten - "linken Einzug" reagiert. Der Tab setzt sich dann an die für den linken Einzug festgelegte Stelle, selbst wenn diese nachträglich nochmals geändert wurde.

TIPP 4: Positionen berechnen

Objekte wie Tabs sind manchmal mühselig in ihrer Position zu berechnen. Vielleicht muss immer der gleiche Abstand eingehalten werden, vielleicht genaue DIN-Normen erfüllt. Egal wofür man es benötigt, QuarkXPress unterstützt in der Maßpalette direkt die Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Division und Multiplikation. Sie können also ein Objekt oder mehrere auswählen und in der Maßpalette den genauen X- oder Y-Wert per Berechnung definieren. Auf dem Mac hilft, um an den X-Wert zu gelangen übrigens auch die Tastenkombination Apfel- + SHIFT- + M. Unter Windows funktioniert diese Tastenkombination allerdings nicht.

Aber nicht nur Objektpositionen lassen sich direkt berechnen. Auch bei im Positionsfeld des Tabulatoren-Fensters können Werte hinzugerechnet werden. Geben Sie hierzu einfach anstatt des Wertes ein "+Wert" ein, nachdem Sie die Markierung der ersten Tabulator-Position mit dem "Festlegen"-Knopf aufgehoben haben.

TIPP 5: Nur ein Layout und mehr Platz (XPress 7)

Bei den Projekten in QuarkXpress 7 kann auf die mit Version 6 eingeführten Mehrfachlayouts in einem Projekt wieder verzichtet werden. Dafür aktiviert man im Dialog zum Anlegen eines neuen Projektes die Option "Einzellayout-Modus". Will man generell nur diese Einzellayouts verwenden, sollte man diese Option in den QuarkXpress-Vorgaben aktivieren. Sie finden diese im Bereich "Projekt" unter dem Punkt "Allgemein". Und wie bei allen Voreinstellungen, die dort getätigt werden gilt: Ohne geöffnete Dokumente gelten die Vorgaben für alle neu angelegten, wenn ein Dokument geöffnet ist, nur für dieses eine Dokument. Der Vorteil der Einzellayouts sind ein paar Pixel mehr Layoutfläche am unteren Rand durch den Wegfall der Layout-Tabs und keine Mehrfachbenennung von Projekt und Layout, sondern es bleibt wieder bei einem Dateinamen.

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