Tipps zur Makrofotografie

16.10.2008
Kleines groß herausbringen: Die Makrofotografie befasst sich mit teilweise winzigen Objekten und Details. Mit wenigen Tipps gelingen diese spannungsreichen Nahaufnahmen.

Blüten, Insekten oder Miniaturfiguren sind beliebtes Thema der Makrofotografie. Die Nahaufnahmen stellen jedes feine Detail der Motive heraus – seien das Zeichnungen auf Blättern, die mikroskopisch zarten Haare auf Schmetterlingsfühlern oder die hauchdünnen Bemalungen auf Zinnsoldaten.

Kleine Blenden wählen

Fotografieren Sie mit einer digitalen Spiegelreflexkamera, so können Sie oft das voreingestellte Makro-Programm (meist dargestellt durch einen Blütenkelch) wählen. Ansonsten nehmen Sie auf jeden Fall eine kleine Blende, zum Beispiel f11 bis f22. Dadurch stellen Sie sicher, dass das komplette Motiv so scharf wie möglich abgebildet wird, denn der Schärfenbereich ist durch den kleinen Abstand zum Motiv ebenfalls sehr klein.

Lange Belichtungszeiten

Je kleiner die Blende ist, desto länger sollte im Gegenzug die Belichtungszeit ausfallen. In der Tierfotografie ist das jedoch schwierig: Ein interessantes Insekt ist vielleicht bereits weggeflogen, bevor die Belichtung abgeschlossen ist. Daher bieten sich lange Belichtungszeiten vor allem für bewegungslose Objekte an. Hier lohnt sich auch der Einsatz eines Stativs, um die Bilder nicht zu verwackeln.

Unschärfe im Hintergrund

Um ein Tier oder eine Blüte besonders in den Mittelpunkt eines Bildes zu rücken, sollte der Hintergrund nicht klar zu erkennen sein. Ansonsten lenkt er zu sehr vom eigentlichen Motiv ab. Eine gewisse Unschärfe im Hintergrund – zum Beispiel bei Blättern, die hinter dem Tier wogen – ist also durchaus erwünscht. Kann das Stillleben inszeniert werden, beispielsweise bei Miniaturfiguren, empfiehlt es sich, das eigentliche Objekt ein Stück entfernt vom Hintergrund zu platzieren.

Manuelle Fokussierung

Viele Digitalkameras stoßen bei Makroaufnahmen hinsichtlich des Autofokus’ an ihre Grenzen. Daher ist es sinnvoll, manuell zu fokussieren. Dies kann für Ungeübte jedoch eine schwierige Aufgabe sein, da sich die Fokussierung jedes Mal ändert, wenn Sie die Hand bewegen, um die Einstellung zu ändern. Wählen Sie hier einmal das umgekehrte Vorgehen: Stellen Sie die Fokussierung ein und entfernen oder nähern Sie sich so lange dem Objekt, bis es scharf gestellt erscheint.

Erste Gehversuche

Für die ersten Makroaufnahmen empfehlen sich Objekte, die sich nicht bewegen. Das können Figuren sein, aber auch einfache Haushaltsgegenstände wie Knöpfe oder eine Schachtel Zündhölzer. Später können Sie auch Blüten fotografieren, die sich nur leicht bewegen. Wählen Sie für die ersten Aufnahmen eine mittlere Blende und mittlere ISO-Einstellungen, zum Beispiel zwischen 200 und 400. Variieren Sie die Einstellungen und fotografieren Sie ein und dasselbe Objekt mehrfach, um ein Gefühl für die Zusammenhänge zu bekommen.

Spezielle Makroobjektive und Nahlinsen

Haben Sie die Makrofotografie für sich entdeckt, könnte sich die Anschaffung eines Makroobjektivs oder einer Nahlinse lohnen. Nahlinsen werden wie ein Filter auf das Objektiv aufgesetzt. Sie verkürzen die Brennweite, da sie wie ein Brillenglas wirken. Nahlinsen können auch miteinander kombiniert werden – mehr als zwei sollten Sie jedoch nicht einsetzen. Makroobjektive verfügen meist über eine höhere Blendenzahl als normale Objektive. Die Brennweite liegt in der Regel zwischen 50 oder 100 Millimetern, einige rangieren zwischen 180 und 200 Millimetern.

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