Tipps für den Digitalkamera-Kauf

31.07.2008
Die Digitalfotografie boomt: Wer ein älteres Modell ersetzen oder neu einsteigen will, hat die Qual der Wahl. Hier sind einige Entscheidungshilfen für den Kauf eines neuen Modells.

Der Erwerb einer Digitalkamera ist nicht leicht: Wer einen Elektronikfachmarkt, ein Fotogeschäft oder Online-Versandhäuser besucht, steht vor einer riesigen Angebotsfülle: Günstige Kompaktgeräte, reihen sich an Kameras mit Zoom und Spiegelreflexmodelle - nach oben sind beim Preis kaum Grenzen gesetzt. Einige Überlegungen vorab können die Entscheidung erleichtern.

Einsatzzweck der Kamera

Vor dem Kauf einer Kamera sollten Sie sich zunächst fragen, für welche Zwecke Sie das Gerät hauptsächlich einsetzen. Soll es nur mit in den Urlaub reisen oder Schnappschüsse einfangen, muss es nicht so teuer und hochwertig sein. Sollen dagegen druckfähige Motive entstehen, die auch vergrößert noch gut aussehen, müssen Sie zu einem Modell mit höherer Auflösung oder gar einer Spiegelreflexkamera greifen. Passionierte Fotografen sollten Wert darauf legen, dass die Kamera flexibel ist und viele Einstellungen auch manuell getroffen werden können. Wer viel fotografiert, kann sich auch zwei Geräte anschaffen: Eine digitale Spiegelreflex für hochwertige Aufnahmen und ein kleineres und leichteres Gerät für Schnappschüsse.

Spätere Verwendung der Bilder

Der spätere Verwendungszweck der Motive sollte mit in die Kaufentscheidung einfließen. Wer sie höchstens am Monitor betrachten oder ins Familienalbum kleben möchte, ist mit Geräten gut beraten, die einfach zu bedienen sind, keine besonders hohe Auflösung und Speicherkapazität haben und günstig zu erstehen sind. Wer dagegen professionell fotografiert und die Fotos vergrößern und drucken lassen will, braucht eine Kamera mit mindestens sechs Megapixel Auflösung.

Der Preis

Der Preis spielt natürlich ebenfalls eine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Oft lohnen sich Auslaufmodelle oder günstigere, ältere Geräte. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Akkus und Speicherkarte enthalten sind. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie diese Kosten hinzurechnen. Außerdem sollten Sie nicht am Geld für eine Kameratasche sparen. Bei teuren Spiegelreflexkameras gehört sie mit zum Standard, doch auch kleinere Geräte werden am besten in einer passenden Schutzhülle transportiert.

Technische Aspekte

Achten Sie bei einer Kompaktkamera unbedingt auf den optischen Zoom. Nur er bietet die Möglichkeit, weit Entferntes ohne Bildverluste heranzuholen. Ein dreifacher Zoom sollte zum Standard gehören, gerne darf es auch ein sechsfacher sein. Auch die Größe des Bildsensors sollten Sie in die Kaufentscheidung mit einbeziehen. Der Bildsensor ist der wichtigste und gleichzeitig teuerste Teil einer Digitalkamera, denn er wandelt das einfallende Licht in Informationen um, die von der Kameraelektronik verarbeitet werden können. Möchten Sie später einen externen Blitz nutzen, muss die Kamera dafür mit einem entsprechenden Anschluss ausgerüstet sein. Wenn Sie bereits eine andere Digitalkamera verwenden, sollte die zweite die gleiche Speicherkartentechnik nutzen. Nur so können Sie die Speichermedien zwischen verschiedenen Geräten problemlos austauschen.

Ergonomie

Nehmen Sie die Kamera vor dem Kauf in die Hand und fotografieren Sie damit. Sie muss Ihnen gut in der Hand liegen; außerdem sollten Sie alle Bedienelemente leicht und ohne großes Suchen erreichen können. Jeder Fotograf hat dabei andere Vorlieben: Für den einen muss die Kamera schlank und leicht sein, der andere hat sie gerne größer und schwerer. Testen Sie mehrere Geräte und entscheiden Sie sich im Zweifel für das, das sich am besten anfühlt. Achtung: Bei sehr kleinen Gehäusen ist die Gefahr des Verwackelns erhöht.

Finger weg!

Kaufen Sie keine Kamera, die nicht über austauschbare Speichermedien verfügt. Auch ein Monitor, auf dem Sie die Bilder nach der Aufnahme betrachten können, muss zum Standard gehören, ebenso wie ein USB-Anschluss, über den die Bilder auf einen Rechner übertragen werden. Fragen Sie nach, ob sich der Autofokus abschalten lässt – er kann in manchen Momenten sehr störend wirken. Im unteren und mittleren Preissegment sollten Sie außerdem auf gebrauchte Kameras verzichten. Meist fahren Sie mit einem neueren Modell, das noch eine Garantie mitbringt, günstiger.

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