Textstriche in der Typografie

04.12.2008
Bindestriche, Trenn- und Gedankenstriche, Schrägstriche und Klammern: In der Typografie gibt es verschiedene Stricharten, deren Verwendung im Layout sicher sitzen sollte.

Typografie bedeutet mehr als Schriftzeichen: Auch Textstriche gehören zu den Elementen eines Layouts. Gerade bei diesen Details trennt sich in der Gestaltung die Spreu vom Weizen: Gute Layouter verwenden auch auf scheinbar unwichtigere Elemente die nötige Sorgfalt. Auf was sollte im Satz geachtet werden?

Trennstrich

Der Trennstrich hat viele Namen – er wird auch Divis, Trennzeichen oder Bindestrich genannt. Zum Einsatz kommt der Trennstrich dann, wenn Wörter getrennt werden müssen – zum Beispiel am Zeilenende. Darüber hinaus wird er als Ergänzungsstrich und für Kopplungen verwendet. Der Trennstrich ist kürzer als der Gedankenstrich und wird ohne Abstand gesetzt.

Gedankenstrich

Der längere Gedankenstrich heißt auch Halbgeviertstrich. Wie der Name verrät, ist er ein halbes Geviert groß. Er markiert eine „Atempause“ und wird mit je einem Leerzeichen vor und nach dem Strich gesetzt. Steht der Halbgeviertstrich ohne Abstand vor einer Zahl, dient er als Minuszeichen. Im mathematischen Satz steht vor und nach ihm ein Halbgeviertabstand. Des Weiteren kann der Gedankenstrich als Bis-Strich verwendet werden. Dann sollte vor und nach ihm weniger Abstand als ein Leerzeichen gesetzt werden. Der Leerzeichen-Abstand kommt jedoch bei der Verwendung als Gegen-Zeichen, beispielsweise bei Fußball-Ergebnissen, zum Einsatz. Wichtig: Der Gedankenstrich darf nicht am Zeilenanfang stehen.

Geviertstrich

Der Geviertstrich spielt heute kaum noch eine Rolle. Er diente früher als Gedankenstrich und wird mittlerweile nur noch verwendet, um leere Tabellenzellen zu füllen. Darüber hinaus kann er als Schmuckelement verwendet werden. Bekannt ist er auch unter dem Namen „Streckenstrich“.

Senkrechter Strich

Der senkrechte Strich wird herangezogen, um Original-Trennungen in Texten zu markieren. Außerdem zeigt er im Duden mögliche Trennungen an. Des Weiteren dient er als gestalterisches Element, beispielsweise in Logos oder bei Adressangaben.

Schrägstrich

Auch als Virgel wird der Schrägstrich bezeichnet. Er kommt als Verbindungs- oder Abtrennstrich zum Einsatz. In der Regel wird er mit einem kleinen Abstand gesetzt. Als Bruchstrich oder bei Angaben wie „km/h“ steht er ohne Abstand zu den Zeichen davor und danach.

Klammern

Einschübe werden durch runde Klammern gekennzeichnet. Wird innerhalb einer Stelle in Klammern erneut eine Klammer nötig, kommt dafür die eckige Variante zum Tragen. Geschweifte Klammern verbinden dagegen mehrere Zeilen. Wichtig: Sie sollten aus einzelnen Elementen von Hand zusammengesetzt werden. Wird die „fertige“ geschweifte Klammer verwendet, erscheint das Zeichen oft zu groß.

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