Techniken zur Bildfreistellung

04.06.2009
Für Profis ist es Routine, Bilder freizustellen. Doch es gibt nicht den „einen“ Weg – vielmehr muss bei jedem Motiv entschieden werden, mit welchem Werkzeug freigestellt wird.

Den Vordergrund vom Hintergrund lösen – so könnte man das Freistellen von Bildern auch bezeichnen. Jedes Motiv ist anders, daher müssen Kreative auch verschiedene Freistellungs-Techniken anwenden können, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Beispiele sind der Einsatz von Auswahlwerkzeugen oder von Kanälen.

Schnellauswahl mit verbesserter Kante

Mit dem Schnellauswahl-Werkzeug in Adobe Photoshop lassen sich teilweise gute Ergebnisse beim Freistellen erzielen – vor allem in Verbindung mit der Funktion „Kante verbessern“. Das Tool findet sich in der Werkzeugpalette neben dem Zauberstab. Es wird über den freizustellenden Bereich geführt und schließt bei idealen Bedingungen das freizustellende Motiv, nicht aber den Hintergrund ein. Durch die Befehle „Auswahl subtrahieren“ werden eventuelle Fehler korrigiert. Die Funktion „Kante verbessern“ verfeinert die Auswahl ebenfalls.

Farbbereiche auswählen

Bildbereiche können auch freigestellt werden, indem bestimmte Farbbereiche markiert werden. Dazu dient in Photoshop der Befehl „Auswahl“ und „Farbbereich“. Mit Hilfe des Pipetten-Werkzeugs lässt sich ein Farbton im Bild selektieren. Über die „Toleranz“ werden mehr oder weniger Partien mit aufgenommen. Über die „lokalisierten Farbgruppen“ kann die Auswahl weiter verfeinert werden. Außerdem lässt sich die Kante verbessern, um ein optimales Resultat zu erreichen. Die fertige Auswahl wird anschließend in einer Ebenenmaske gespeichert.

Pfade erstellen

Freistellungen lassen sich auch manuell erarbeiten – zum Beispiel mit dem Zeichenstift. Damit wird ein Pfad erstellt. Mit dem Direktauswahl-Werkzeug lässt er sich nach der Fertigstellung noch korrigieren. Auch mit dem magnetischen Lasso, das sich automatisch an kontrastreiche Linien heftet, können einfache Freistellungen erzielt werden.

Bilder überlagern

Unerwünschte Elemente in einem Bild – beispielsweise Passanten, die vor die Linse laufen – lassen sich durch die Überlagerung von zwei oder mehreren Bildern erreichen. Von jeder Aufnahme wird nur der störungsfreie Teil übernommen. Dazu werden die Bilder in Photoshop übereinander in einer Ebenendatei positioniert. Der Befehl „Ebenen automatisch ausrichten“ bringt die Motive auf eine Linie. Mit Hilfe von Ebenenmasken werden nun die unerwünschten Bereiche der Aufnahmen ausgeblendet.

Freistellen über die Farbkanäle

Ein wichtiges Werkzeug beim Freistellen ist die Kanäle-Palette in Photoshop. Dazu müssen zunächst die Kanäle begutachtet werden, um Farbkontraste zu finden. Der entsprechende Kanal wird dupliziert und dient als Grundlage für eine Freistellungsmaske. Damit das funktioniert, sollten in dem neuen Kanal die Tonwerte reduziert werden.

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