Das Tabloid und andere Zeitungsformate

29.08.2019
Am Kiosk ist es offensichtlich: Zeitungen sind unterschiedlich groß. Früher galt: je größer, desto seriöser. Heute haben kleinere Formate wie das sogenannte Tabloid ihre Berechtigung – auch bei Zeitschriften.

Seit 2009 ist es Duden-amtlich: Das Tabloid ist ein kleineres handliches Format einer Zeitung. Im Englischen versteht man darunter eine Boulevardzeitung, die dort kleiner ist als eine klassische Tageszeitung.

Denn das Wort „tabloid“ hat sich laut Duden aus tablet (Tablette) entwickelt und steht somit für „konzentriert“ und „leicht konsumierbar“.

In Deutschland setzt man ein Tabloid nicht mit Boulevardpresse gleich. Auch wenn es Leser gibt, die das kleinere Format mit Inhalten verbinden, die weniger in die Tiefe gehen.

Mehrheitlich ist das jedoch nicht so. Und es gibt auch seriöse Zeitungen, die sich für ein Tabloid entschieden haben – um moderner zu sein oder das Halten einer Zeitung komfortabler zu machen.

Zum Zeitungsformat Broadsheet gehören das Nordische, das Rheinische und das Berliner Format.Quelle: Roman Kraft / Unsplash

Eine Norm für Formate und Satzspiegel

Tabloids sind unterschiedlich groß – je nachdem, auf welchen Abmessungen sie basieren. Dazu gibt es die DIN 16604 von 2007. Sie legt unter anderem die Größe einiger Formate fest. Gemessen wird die nicht aufgeschlagene Zeitung.

Drei andere Zeitungsformate sind das Nordische, das Rheinische und das Berliner Format. Daneben gibt es noch einige mehr wie das Schweizer Format. Man fasst sie oft unter dem Überbegriff Broadsheet zusammen. Der Begriff Tabloid steht für das jeweilige halbe (Nordische, Rheinische, Berliner etc.) Format.

Die Norm trägt den Titel „Zeitungen – Papierformate und Anzeigen-Satzmaße“. Die erste Fassung kam 1973 heraus. Ziel war es, die Zusammenarbeit der werbungtreibenden Wirtschaft, Zeitungsverlage und Druckereien zu erleichtern.

Wer welches Format verwendet

Auch wenn es eine DIN gibt: Auf den Millimeter genau nimmt man es in der Praxis bei den Größenangaben nicht. Beziehungsweise man darf auch abweichen.

Das Nordische Format wird in der Regel mit 400 × 570 Millimetern beschrieben. Es ist das größte der drei Klassiker. Etwas kleiner ist das Rheinische mit circa 350 x 510 Millimetern. Es folgt das Berliner Format mit 315 × 470 Millimetern.

In Deutschland erscheinen unter anderem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Süddeutsche Zeitung“ im Nordischen Format. Der Kölner Stadtanzeiger und der Express setzen auf das Berliner Format. Die Stuttgarter Zeitung sowie die Berliner Zeitung auf das Rheinische Format.

Als Zeitungsformate gibt es Broadsheets und Tabloids, gemessen wird die nicht aufgeschlagene Zeitung.

Zeitschriften als Tabloid

Das Tabloid ist kein klassisches Format für Magazine. Das heißt aber nicht, dass es unsinnig ist. Gerade Kunden- oder Special-Interest-Zeitschriften können damit einen ersten guten Eindruck machen.

Schließlich kommt es bei gedruckten Zeitschriften darauf an, positiv aufzufallen. Und das geht auch über das Format, wenn es praktisch zu handhaben ist. Schließlich müssen Magazine in jede Handtasche, Laptoptasche oder den Rucksack passen.

Zudem sollen sie gut durchzublättern sein – auch in der Bahn, im Flugzeug oder sogar auf der Rolltreppe. Genau dann überwinden Magazine im Tabloid-Format die erste Hürde, um mit einer digitalen Ausgabe konkurrieren zu können.

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