Tablet oder Notebook: iPad Pro contra Microsoft Surface

28.09.2017
Kreative benötigen inzwischen kaum noch einen Laptop: Mit den neuen Tablets wie dem Microsoft Surface oder Apples iPad Pro lässt sich genauso kreativ arbeiten. Aber kann ein Tablet einen Rechner wirklich ersetzen? Ein Vergleich.

Angebote bezüglich Tablets gibt es inzwischen genug. Im Juni 2017 brachte Microsoft neue Modelle des Surface-Tablets auf den Markt. Apple zog mit dem iPad Pro 10“ nach. Kreative haben nun die Wahl, ob sie lieber mit dem Notebook wie dem Surface Laptop oder einem vollwertigen Tablet wie dem iPad Pro arbeiten wollen.

Die Microsoft Surface-Reihe: Für jeden etwas

Das Surface Pro in der Übersicht Quelle: Microsoft

Wer lieber Microsoft-Produkte einsetzt, dem bietet das Unternehmen seit diesem Jahr eine große Bandbreite. Mit 1.220 Gramm und flacher Bauform ist das kompakte Surface Laptop ein vollwertiger Rechner, an den auch ein externer Monitor angeschlossen werden kann. Eher ein Hybrid aus Tablet und Laptop ist das Surface Pro. Im Tablet-Modus lässt es sich wie jedes Tablet auch nutzen, gedreht und auf den Kickstand-Ständer gestellt, wird es zum Zeichentablet. Mit externer Tastatur, wie dem Surface Pro Signature Type Cover oder einer sonstigen Bluetooth- oder kabelgebundenen Tastatur wird es zum vollständigen Rechner. Als Zubehör gibt es den mit 4.096 Druckpunkten ausgestatteten, der gekippt auch wie ein Graphitstift schattieren kann. Außerdem bietet das kabellose Drehrad Surface Dial diverse Anwendungsmöglichkeiten, wie Farbauswahl in Zeichenapps oder Vor- und Zurückspulen im Videoschnitt. Ohne Ständer, aber mit Touch-Display ausgestattet ist das Surface Book. Das Besondere daran: Angedockt an die Performance Base mit Intel Core i7-Prozessor, NVIDIA GeForce GTX 965-Grafikkarte und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, wird aus dem Tablet ein leistungsfähiger Rechner.

iPad Pro: In zwei Größen

Das iPad Pro gibt es in zwei unterschiedlichen Größen Quelle: Apple

Das iPad Pro aus dem Hause Apple dagegen gibt es in zwei Varianten: 10,5“ und 12,9“ groß. Beide unterscheiden sich gegenüber den anderen iPads durch die Kompatibilität mit dem Apple Pencil, der aus dem iPad ein präzises Zeichentablett macht. Dank des leistungsstarken Prozessors und einem hochwertigen True Tone Display mit mehr Kontrast, mehr Schärfe und mehr Farbsättigung ist das iPad Pro insbesondere für Grafiker und Künstler eine gute Wahl. Auch in puncto Video ist das Apple-Tablet interessant: mit 4K-Auflösung, also 3.840 x 2.160 bei 30 Bildern pro Sekunde, sind HD-Aufnahmen sogar mit 60 fps möglich.

Ein Vergleich: Äpfeln mit Birnen vergleichen

iPad Pro in Aktion Quelle: Apple

Beide Hersteller haben ihre Vorteile. Doch bei der Frage, für welches Gerät sich ein Kreativer entscheiden sollte, muss mehr in Betracht gezogen werden. Neben dem Betriebssystem, das für den einen besser und den anderen schlechter ist, bietet Microsoft schließlich eine wesentlich größere Bandbreite an Geräten. Vergleicht man aber lediglich die Tablets miteinander und lässt das Surface Pro gegen das iPad Pro antreten, lohnt ein genauerer Blick: Während Apple die Preise nach der Speicherkapazität staffelt (64, 256 und 512 GB), unterscheidet Microsoft auch noch nach Arbeitsspeicher (4 GB bis 16 GB) und Prozessoren (Intel® Core™ m3, Intel® Core™ i5 und Intel® Core™ i7).

Entscheidend ist daher, welche Leistung und welche Displaygröße man benötigt und welchen Preis man ausgeben möchte. Das Surface gibt es nur mit 12,3“-Display, ist also vergleichbar mit dem 12,9“-iPad Pro. Wem das zu groß ist, der sollte sich das kleine iPad Pro einmal genauer ansehen. Für 899 Euro bekommt man das iPad Pro mit 64 GB Speicher. Vergleichbar ist dies nur mit dem Intel® Core™ m3-Modell des Surface Book, das 949 Euro kostet.

Den Unterschied macht der Stift

Der Apple Pencil für schnelle Notizen Quelle: Apple

Wie beim Betriebssystem an sich, sagen auch die reinen Hardware-Daten nur wenig darüber aus, was die beiden Tablets im Alltag wirklich leisten können. Deshalb ist der Stift der beiden Tablets sicherlich ein ausschlaggebender Grund für viele Kreative, sich für das eine oder andere Modell zu entscheiden. Beide unterstützen druckempfindliche Stifte, die aus dem Tablet ein Notiz- oder Skizzenbuch machen. Bei Microsoft ist der knapp 23 Gramm schwere, batteriebetriebene Surface Pen im Wert von rund 50 Euro im Lieferumfang des Tablets enthalten. Er setzt 1.024 Druckstufen ein und schaltet die Erkennung der Handoberfläche auf dem Display bei Nutzung automatisch aus. Die Technologie dahinter ist ähnlich wie die der Wacom-Stifte und damit für den grafischen Einsatz gut geeignet.

Beim iPad Pro muss der Akku-betriebene Apple Pencil für 109 Euro extra erworben werden. Er wiegt 20,7 Gramm und übermittelt neben dem Druck (über die Druckstufen macht Apple keine Angaben) auch via Neigungssensor den Schreibwinkel. Interessant ist, dass der Apple Pencil eine so niedrige Verzögerungszeit hat, dass die Linie genau dann erscheint, wenn man den Stift ansetzt. Das macht insbesondere beim Zeichnen viel Spaß, sodass man sich beide Stifte einmal selbst ansehen muss, um zu entscheiden, welcher der richtige ist.

Fazit

Ob man sich für ein Tablet von Microsoft oder Apple entscheidet ist und bleibt eine Frage des Geschmacks. Insbesondere wer notfalls aus dem Tablet einen vollwertigen Rechner machen möchte, ist mit den Microsoft-Produkten besser beraten. Das iPad Pro hingegen ist eher eine Leinwand, ein Notizbuch oder Skizzenblock. Mit externer Tastatur kann man es zwar auch zum Schreiben nutzen, ein vollwertiges Notebook ersetzt es aber nur bedingt.

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