Sonderfarben pur

01.07.2010
So werden Sonderfarben ausgegeben

„Echte“ Sonderfarben

 Quelle: Sandra Küchler


Quelle: Sandra Küchler Möchte man eine „echte“ Sonderfarbe, beispielsweise Pantone- oder HKS-Töne ausgeben, so muss man dies bereits bei der Datenerstellung angeben. In Adobe Indesign ist dabei das Farbfelder-Bedienfeld ausschlaggebend. Hier können Volltonfarben festgelegt werden. Wichtig ist dabei auch der Papiertyp, auf dem später gedruckt wird: „C“ steht für „coated“, also gestrichenes Papier, „U“ für „uncoated“ und damit ungestrichenes Papier. In QuarkXPress nutzt man die Palette „Farben“.

Sonderfarben in CMYK umwandeln

 Quelle: Sandra Küchler


Quelle: Sandra Küchler Es ist auch möglich, eine Sonderfarbe nicht als „echte“ Sonderfarbe darzustellen, sondern sie in den nächstliegenden CMYK-Ton umzuwandeln. Achtung: Damit erzielt man unterschiedliche Ergebnisse und erreicht nie genau die gewünschte Sonderfarben-Nuance. In Adobe Indesign zieht man wieder das Farbfelder-Bedienfeld und hier den „Druckfarben-Manager“ für diese Umwandlung heran. In QuarkXPress markiert man eine Volltonfarbe unter „Farben“ und geht dann auf „Bearbeiten“. Im Fenster „Farbe bearbeiten“ wird die Markierung bei „Volltonfarbe“ entfernt.

UV-Glanzlack

Der strahlende UV-Glanzlack kann vollflächig oder partiell aufgetragen werden. Bei einer vollflächigen Lackierung ist es nicht nötig, den Lack eigens anzulegen, bei der partiellen dagegen schon. Zusätzlich werden dann alle Lack-Elemente auf „Überdrucken“ gesetzt. Für den Offsetdruck benennt man diese Sonderfarbe einfach mit „UVLack“ – so gibt es keine Unklarheiten.

3D-Lack

Optische und haptische Effekte in einem lassen sich im Digitaldruck auch mit 3D-Lack erzeugen. Vektor- und Raster-Strukturen müssen dabei passgenau über dem Original liegen. In Indesign legt man zunächst eine neue Sonderfarbe an und nennt sie „NexPress DryInk raised clear“. Es empfiehlt sich, dafür ein 100-prozentiges Cyan zu verwenden. Für die 3D-Elemente wird anschließend eine eigene Ebene angelegt. Alle Elemente werden dann mit der Sonderfarbe eingefärbt, als Effekt wird „Multiplizieren“ eingestellt. Wichtiger Tipp: Sonderfarben und Lacke sollte man nach der Ausgabe in eine PDF-Datei immer in Adobe Acrobat prüfen. In QuarkXPress setzt man die Elemente wie beim UV-Lack auch auf Überdrucken. Der Anwender hat die Wahl, ob er dafür eine Extra-Ebene nimmt oder nicht.

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