So sieht ein Businessplan aus

26.06.2008
Wer ein Unternehmen gründen und dafür Zuschüsse oder Kredite erhalten will, benötigt einen stichhaltigen Businessplan. Wie sieht er aus, was muss er enthalten?

Ein Geschäftskonzept beziehungsweise ein Businessplan zeigen auf, wie eine Geschäftsidee erfolgreich in die Tat umgesetzt werden soll. Das dies überzeugend dargelegt wird ist wichtig, will der Gründer oder die Gründerin einen Kredit oder Zuschüsse von der Arbeitsagentur erhalten. Angaben zur Dienstleistung, zum Markt, zur Organisation und zur Finanzierung dürfen nicht fehlen.

Angaben zum Gründer und zum Produkt

Der Businessplan geht zunächst auf die Person des Gründers ein. Warum kann er das geplante Unternehmen aufziehen, welche Qualifikationen befähigen ihn dazu? Hier sind Studium, Ausbildung, frühere Tätigkeiten oder Weiterbildungen zu nennen. Auch Sprach- und Computerkenntnisse gehören gegebenenfalls dazu. Anschließend soll der Gründer sein Produkt oder seine Dienstleistung möglichst genau beschreiben. Es folgt ein Blick auf den Markt: Wer sind die Konkurrenten? Wer die möglichen Kunden? Bestehen eventuell schon erste Kontakte?

Die Firma entsteht auf dem Papier

uch die Standortfrage sollte beantwortet werden. Wo wird gegründet, welche Gründe sprechen dafür? Danach sollte der Existenzgründer auf die Organisation der neuen Firma eingehen. Welche Maßnahmen werden zur Akquise geplant? Wie sieht das Marketing aus? Wie wird das Unternehmen strukturiert, gibt es Mitarbeiter, eine Hierarchie? Zu welchem Preis wird das Produkt angeboten? Der Gründer sollte darüber hinaus erläutern, welche Chancen und Risiken er für sein Unternehmen sieht. Die Rechtsform (Einzelfirma, GmbH oder ähnliches) muss ebenfalls festgehalten werden. Wichtig ist auch der letzte Punkt: Wie sieht die Finanzierung aus? Woher kommt eventuell benötigtes Startkapital? Zur finanziellen Situation werden gesonderte Pläne erstellt, auf die weiter unten eingegangen wird.

Die Gliederung des Businessplans

Ein Geschäftskonzept sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen. Es bietet sich an, den Businessplan analog zu den bereits genannten Themen in folgende Unterpunkte aufzugliedern: Zusammenfassende Angaben, Angaben zum Gründer, Informationen zum Produkt und der Dienstleistung, Markt- und Wettbewerbsanalyse, Organisation und Mitarbeiter, Rechtsform, Risiken und Chancen, Kapitalplan. Zusätzlich sollte ein Lebenslauf mit abgegeben werden. Bereits abgeschlossene Verträge und Dokumente wie Pachtverträge, Patente oder Gutachten werden angehängt.

Formale Richtlinien

„So einfach wie möglich“lautet die Devise beim Ausformulieren des Businessplans. Fachbegriffe, die Branchenfremde nicht verstehen, sollten vermieden werden. Besonders wichtig ist die kurze Zusammenfassung zu Beginn des Dokuments. Sie sollte die Kernaussagen enthalten. Darüber hinaus muss der Gründer auf einen logischen Zusammenhang innerhalb des Dokuments achten. Einzelne Argumente für das Unternehmen sollten aufeinander aufbauen und sich gegenseitig stützen. Optisch ist wichtig, dass die einzelnen Unterpunkte des Businessplans deutlich voneinander getrennt werden. Tipp: Oftmals zählt bei Banken auch der persönliche Eindruck. Gründer müssen ihren Businessplan dann vor den Bankern präsentieren. Hier hilft es, den Vortrag auch vor Zuhörern zu üben und Lücken in der Argumentation frühzeitig zu erkennen.

Das Finanzielle

Neben der Idee für das Unternehmen ist es der Kapitalbedarf, der in der Regel über den Erfolg einer neu gegründeten Firma entscheidet. Der Businessplan muss daher mehrere zusätzliche Elemente enthalten: einen Kapitalbedarfsplan, einen Finanzplan, einen Liquiditätsplan sowie eine Ertrags- und Rentabilitätsvorschau. Der Kapitalbedarfsplan legt fest, welche Beträge für Anschaffungen und Vorlaufkosten in die Firma investiert werden müssen. Der Finanzplan zeigt auf, wie viel Eigen- und wie viel Fremdkapital nötig ist. Hier sind für mögliche Kredite auch Sicherheiten wichtig. Der Liquiditätsplan ermittelt wiederum das Verhältnis zwischen monatlichen Kosten und Ausgaben. Die voraussichtlichen Erträge und Umsätze der Firma in Bezug zu den Ausgaben werden in der Ertrags- beziehungsweise Rentabilitätsvorausschau festgehalten. Sie sollte sich auf die kommenden drei Jahre beziehen.

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