So fängt man Blicke ein

10.02.2011
Eyecatcher sollen die Aufmerksamkeit auf Drucksachen oder Webseiten lenken. Dabei kommt es auf mehrere Dinge an: Inhalte, Ansprache, Größe, Farbe.

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 Quelle: Ina Mitschke Pixelio


Quelle: Ina Mitschke
(Pixelio) Ein guter Blickfänger ist Gold wert, er ist quasi die Lebensversicherung von Drucksachen und Internetauftritten. Lenkt ein Eyecatcher die Aufmerksamkeit des Empfängers auf sich, ist das Ziel erreicht: Mailings werden genauer studiert, Internetseiten vollständig wahrgenommen. Der erste Kontakt ist zustande gekommen, das Interesse geweckt, der Bann gebrochen. Je mehr Eindrücke, ob digital oder gedruckt, auf den Empfänger einstürmen, desto schwieriger ist es auch, einen Eyecatcher zu setzen, der seine Wirkung erfüllt. Mit ein bisschen Handwerkszeug ist es aber gar nicht so schwer einen passenden Blickfänger zu gestalten.

Farbe und Form

 Quelle: S. Hofschlaeger Pixelio


Quelle: S. Hofschlaeger
(Pixelio) Einer der wichtigsten Eyecatcher ist die Farbe und hier vor allem der Farbton Rot. Rot schärft die Aufmerksamkeit. Auch Neonfarben wecken das Interesse, sie sollten jedoch noch dezenter eingesetzt werden als Rot. Farben funktionieren nämlich nur dann als Blickfänger, wenn sie sparsam verwendet werden, sonst geht der „Aha“-Effekt verloren. Gleiches gilt für Elemente in auffallender Größe – hier bietet sich vor allem die Schriftgröße an. Es genügt jedoch, ein Wort oder eine schlagkräftige Headline in monumentalen Lettern zu gestalten. Ebenfalls ein Eyecatcher, dem kaum ein Empfänger von Drucksachen widerstehen kann: die persönliche Ansprache. Die Wirkung dieses Blickfängers kann noch durch die Bildpersonalisierung gesteigert werden. Der eigene Name, als Buchstabensuppe auf einem Löffel oder als Wölkchen am Himmel? Das lässt selbst den abgebrühtesten Werbepostempfänger nicht kalt.

Unkonventionell denken

 Quelle: Andreas Zöllick Pixelio


Quelle: Andreas Zöllick
(Pixelio) als Eyecatcher funktionieren Elemente, die mit Traditionen, Konventionen oder Naturgesetzen brechen. Ein Auto fährt übers Wasser? Ein Schiff fliegt in der Luft? Ein Baum wächst aus Beton? Nichts ist undenkbar in der Welt der Werbung. Wer Sehgewohnheiten über Bord wirft, zieht die Aufmerksamkeit auf sich, weil der Empfänger über das Gesehene stolpert und instinktiv ein zweites Mal hinschaut. Fotomontagen aller Art leisten hier perfekte Dienste. Fehlt der Mut für solch radikale Schritte, kann man sich auch an einen anderen Grundsatz halten, der jedoch schon wieder sehr konventionell und sehr unspektakulär ist: Kinder und Tiere funktionieren immer als Blickfänger. Möchte man seriöse Inhalte vermitteln, sollte man dagegen vermeiden, die Gültigkeit des Prinzips „sex sells“ auf einer Webseite oder mit Drucksachen unter Beweis zu stellen.

In Bewegung bleiben

 Quelle: Konstantin Gastmann Pixelio


Quelle: Konstantin
Gastmann (Pixelio) Blickfänger auf Webseiten lassen sich einerseits schwieriger umsetzen als gedruckte Eyecatcher, weil das Internet ein viel schnelllebigeres Medium ist als Print. Das Web bietet aber einen anderen Vorteil: Hier lassen sich auch animierte Elemente umsetzen. Wo sich etwas bewegt, wo etwas in Echtzeit passiert und nicht statisch bleibt, wandern automatisch die Blicke des Surfers hin. Auch hier gilt: den Effekt bitte sorgfältig dosieren! Nichts nervt Webseitennutzer mehr, als wenn ein aufgeregt flackerndes Banner sie von der Lektüre einer Information abhält. Eine gute Webanimation lenkt daher zwar die Aufmerksamkeit auf sich, nicht aber den Ärger des Users. Probieren ist hier besser als studieren. Im Zweifel holt man lieber ein paar Test-Surfer ins Boot.

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