SEO: der Bot und der User

22.11.2018
Suchmaschinen ranken heutzutage im Sinne des potenziellen Users. Zwar verändern sich die Algorithmen von Google und Co. immer wieder. Aber das Team aus gutem Content und aktueller Technik ist unschlagbar. Was das bedeutet?

SEO bedeutet search engine optimization – übersetzt: Suchmaschinenoptimierung. Ein Zauberwort, wenn es darum geht, im Internet gefunden zu werden. Vor allem über Google, die in Deutschland meistgenutzte Suchmaschine. Hinter der Abkürzung verbergen sich Algorithmen, die Webseiten nach einem System ranken, das für Normalsterbliche nie im Detail nachvollziehbar sein wird.

Auch, weil sich die Anforderungen, nach denen Webseiten aufgebaut und Online-Texte geschrieben werden sollten, immer wieder mal im Detail ändern. Früher ging es eigentlich nur um Keywords, die möglichst oft vorkommen mussten: im Text selbst und damit für den User sichtbar sowie im – technischen – Hintergrund. Textqualität und Ranking waren deswegen oft gegensätzlich.

Search Engine Optimization - SEO-TippsQuelle: Pawel Czerwinski

Was der User will

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute stehen die Vorlieben des Users im Mittelpunkt. Google und seine Bots sind sozusagen intelligent geworden und wissen, was gefällt. Und das permanente Wiederholen von Keywords nervt User und Bot.

Die Suchmaschinen erkennen unter anderem an der Verweildauer der User, ob die Seite das hält, was sie verspricht. Die wichtigste Regel ist sicherlich: Der Content zählt. Heute bewerten Suchmaschinen die Texte als gut, die dem Leser relevante, idealerweise einzigartige sowie gut lesbare und interessant geschriebene Inhalte liefern. Abgestraft werden also Copy-Paste-Inhalte – von fremden Webseiten oder auch innerhalb der eigenen. Wenn Content relevant sein und sich von anderen Inhalten unterscheiden soll, versteht es sich von selbst, dass die Texte nicht zu kurz sein sollen. Eine exakte Angabe gibt es dazu aber nicht.

Der Mehrwert einer Seite kann auch durch gute externe Verlinkungen erzeugt werden. Allerdings gilt auch hier: nicht übertreiben. Es geht ja um Ihre Inhalte und nicht um die von anderen. Interne Links sind dann gut, wenn sie perfekt passen und das auch durch eine gute Beschreibung erkennbar ist.

Die Optik macht viel aus

Wenn auch gute Inhalte mit entscheidend sind, um zu überzeugen und die Absprungrate niedrig zu halten: Sie genügen nicht. Denn immer spielt die Optik eine Rolle. Muss sich der User beim Lesen quälen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er die Seite verlässt. Ein Online-Text wird deutlich häufiger gelesen, wenn er aus kleineren Abschnitten aufgebaut ist. Des Weiteren sind Zwischentitel gut, die den Leser inhaltlich und optisch unterstützen. Nicht zu vergessen: Bilder. Sie lockern eine Seite auf. Im richtigen Maß unterstützen Bilder und Grafiken die Verweildauer.

SEO-Analyse mit diversen ToolsQuelle: Unsplash - Carlos Muza

Was die Technik machen kann

Selbst wenn die Inhalte perfekt sind und der Journalist, der Blogger oder Unternehmer nicht besser hätte arbeiten können: Die Technik ist immer noch ein entscheidender Faktor, wenn es ums Ranking geht. Auch lange Ladezeiten aufgrund von zum Beispiel zu hohen Bilddaten schaden der Beliebtheit und damit dem Ranking. Wer nimmt sich heute noch minutenlang Zeit, um auf Inhalte zu warten? Oft sind 5 Sekunden schon zu viel und der User ist weg. Zum Glück gibt es Tools, die das Tempo einer Webseite analysieren und dabei helfen, sie zu optimieren. Auch Google bietet mit Page Speed eines an. Ein weiteres ist GTmetrix. Ebenfalls wichtig: Alt Tags beziehungsweise Title Tags für Bilder. Also die Beschreibung von Bildern, die der User zwar nicht sieht, Google aber erkennt. Blinden werden diese Texte zudem vorgelesen. Man sollte also schon allein deswegen sinnvolle, relevante Inhalte als Alt Tag liefern, um für Blinde userfreundlich zu sein.

Keywords gut auswählen

Das richtige Keyword und die relevanten Kombinationen sind entscheidend, wenn es ums Ranking geht. Um herauszufinden, welche für die jeweiligen Inhalte die besten sind, nutzt man am besten entsprechende Tools. Der Keyword-Planner von Google und Google Trends sind zu empfehlen. Aber auch andere wie HyperSuggest oder Keyword Tool sind interessant. Allerdings sind die meisten Tools erst in der kostenpflichtigen Vollversion wirklich gewinnbringend. Aber eine Richtung lässt sich oft auch mit den kostenfreien Versionen abschätzen.

Aktualität gewinnt

Wer sich einmal die Mühe macht, Inhalt und Technik perfekt aufzusetzen, hat für den Moment alles richtig gemacht. Dann jedoch muss er dranbleiben. Aktuell muss die Seite immer sein – auch was externe Links angeht. Und nichts ist nerviger als eine Fehlermeldung, dass die Inhalte nicht mehr verfügbar sind. Dann ärgern sich erst User und Bot – und zum Schluss der Webseitenbetreiber.

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