Screenshot-Tipps

09.11.2010
So gelangen Sie einfach zum Bildschirmfoto unter Mac OS X und Windows - Tastaturbefehle, Freeware zur Erweiterung und Änderung des Dateiformats etc ...

Ein Bildschirmfoto sagt manchmal mehr als tausend Worte. Es verdeutlicht Vorgehensweisen und Arbeitsschritte oder zeigt einfach nur, was alles möglich ist. Doch wie erhält man den richtigen Bildausschnitt im passenden Format? Wie kann das ganze Bild, wie nur das aktive Fenster "eingefangen" werden? Wie ändert man die voreingestellten Formate unter Mac OS X und wie kann man den Screenshot sowohl unter Windows als auch unter Mac OS X per gewünschtem Ausschnitt definieren? Nachfolgend erhalten Sie Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Bildschirmfoto.

Bildschirmfotos aus dem System heraus

Eine Darstellung des Bildschirms kann in manchen Fällen mehr als nur hilfreich sein: Will man beispielsweise Konfigurationseinstellungen oder mögliche Optionen veranschaulichen, kommt man um den "Screenshot" gar nicht herum. Und dazu benötigt man weder unter Mac OS X, noch unter Windows unbedingt eine spezielle Software. In beiden Betriebssystemen ist nämlich die Bildschirmfotofunktion bereits integriert - man muss nur wissen, wo und wie man sie aktiviert. Nur zur Änderung des vordefinierten Formats unter Mac OS X oder aber wenn man bestimmte Ausschnitte von Anfang an nur "fotografieren" möchte, kann auf externe, meist kostenlose Programme zurückgegriffen werden.

Screenshots unter Windows

Windows nutzt dazu die "Druck"-Taste, die Sie auf Ihrer Tastatur rechts oben meist neben den Funktionstasten (F1-F12) finden. Daneben sind die Tasten "Rollen" und "Pause" untergebracht. Nutzen Sie die "Druck"-Taste, "fotografiert" Windows die soeben aktive Bildschirmoberfläche, egal was auf dieser gerade dargestellt ist. Sie sehen allerdings keinerlei Reaktion, denn das Bild wird nur in die sogenannte Zwischenablage Ihres Rechners gelegt - und zwar so lange, bis Sie etwas neues in die Zwischenablage, meist über die Tastenkombination Strg+C (Strg-Taste und C gleichzeitig gedrückt halten) oder die Funktion "Kopieren", legen. Um den Screenshot aus der Zwischenablage abzuspeichern öffnen Sie ein Programm, dass ein Bild abspeichern kann. Gut geeignet ist das in Windows bereits integrierte Paint (zu finden über Start -> Programme -> Zubehör -> Paint), Sie können aber ebenso gut auch Photoshop nutzen. Öffnen Sie eine neue Datei und kopieren Sie den Inhalt der Zwischenablage mit Strg+V (Strg-Taste und V gleichzeitig gedrückt halten) oder per Menü "Bearbeiten", Menüpunkt "Einfügen" dort hinein. Schneiden Sie sich nun den gewünschten Ausschnitt aus dem Bild heraus und speichern Sie es sich in dem von Ihnen benötigten Format ab - fertig ist das Bildschirmfoto.

Nur aktives Fenster unter Windows fotografieren

Sind Sie sich jedoch von Anfang an sicher, dass Sie nicht den gesamten Bildschirm benötigen, sondern nur ein bestimmtes Programmfenster, dann aktivieren Sie zunächst dieses Fenster, indem Sie es anklicken. Drücken Sie nun die Tastenkombination Alt+Druck (ALT-Taste und "Druck" gleichzeitig gedrückt halten). Windows kopiert hierdurch nur das gerade aktive Programmfenster als "Foto" in die Zwischenablage. Und aus dieser können Sie es, wie den normalen Screenshot auch, in jedes beliebige Programm wieder einfügen.

Selbst definierte Ausschnitte unter Windows fotografieren

Wer es noch komfortabler haben möchte, dem hilft die kostenlos erhältliche Freeware "PrintKey" weiter. Das zwar schon etwas ältere, aber gut funktionierende Programm ist nur noch auf wenigen Internetseiten kostenlos erhältlich, beispielsweise unter http://www.pctipp.ch/downloads/dl/14336.asp, denn die neueren Versionen sind inzwischen eine kostenpflichtige, nur englischsprachige Pro-Version. Vorsicht außerdem bei der Installation: Im entpackten Verzeichnis befinden sich zwei Setup-Dateien. Verwenden Sie das OHNE buntes Icon, da das andere eine neue und damit wahrscheinlich kostenpflichtige Internetverbindung konfiguriert. Ist "PrintKey" installiert, sehen Sie rechts unten in Windows ein kleines Icon. Das Programm speichert bei Klick darauf wahlweise den gesamten Bildschirm, das aktive Fenster oder einen bestimmten, von Ihnen per Maus gewählten Bild-Ausschnitt. Die Bildschirmfotos lassen sich dann als BMP-, GIF-, JPEG-, WMF- oder EMF-Dateien direkt abspeichern.

Screenshots unter Mac OS X

Auch Mac OS X bietet eine in das System integrierte Bildschirmfoto-Funktion, die man per Tastenkombination aufrufen kann. Drücken Sie hierzu einfach die Tasten "Apfel" + "Shift" + "3" gleichzeitig, wenn Sie den gesamten Bildschirm fotografieren möchten. Das gerade aktive Fenster (klicken Sie dieses zuvor an) erhalten Sie durch Nutzung der Tasten "Apfel" + "Shift" + "4". Und benutzen Sie zusätzlich zu "Apfel" + "Shift" + "4" die Leertaste - was zugegebenermaßen ein wenig Fingerakrobatik verlangt - können Sie einzelne Fenster auswählen und fotografieren. Problem bei diesem Vorgehen aber ist, dass Mac OS X je nach Betriebssystemversion direkt aus dem Bildschirmfoto eine Datei in einem bestimmten Format erzeugt. Unter Mac OS X von v.10.2 (Jaguar) bis v.10.3.9 (Panther) war dies ein PDF, das anschließend über ein anderes Programm konvertiert werden muss. Seit Mac OS X v.10.4 (Tiger) wird standardmäßig ein Bild im PNG-Format erstellt und auf dem Schreibtisch abgelegt. Wollen Sie deshalb die Bilder lieber - wie auch unter Windows üblich - zunächst in der Zwischenablage ablegen, nutzen Sie die Tastenkombinationen "Apfel" + "Shift" + "Ctrl" + "3" für den ganzen Bildschirm oder "Apfel" + "Shift" + "Ctrl" + "4" für das gerade aktive Fenster.

Standard-Format ändern unter Mac OS X

Die von den drei Raubkatzen Jaguar, Panther und Tiger erstellten Dateiformate aber sind nicht "in Stein gemeißelt". Wollen Sie daher den einfachen Weg gehen und gleich das von Ihnen favorisierte Dateiformat über einen Screenshot auf dem Arbeitsplatz abgespeichert bekommen, müssen die systeminternen Vorgaben hierzu geändert werden. Dabei hilft Ihnen das kleine und auch für andere Anwendungen recht nützliche, kostenlose Programm "TinkerTool" (http://www.bresink.com/products-de.html#TinkerTool). Es ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Einstellungswerte, die Apple in Mac OS X eingebaut hat, darunter auch im Bereich "Allgemein" das "Dateiformat für Bildschirmfotos". Ändern Sie dieses und melden Sie sich einmal ab und wieder an speichert Mac OS X jetzt im von Ihnen gewünschten Dateiformat ab.

Programm "Bildschirmfoto"

Nicht nur über Tastenkombinationen lässt sich allerdings unter Mac OS X ein Bildschirmfoto erstellen. In das System integriert ist auch das Programm "Bildschirmfoto", das Sie unter "Programme" -> "Dienstprogramme" finden. Es erstellt ebenfalls Screenshots in dem Format, das im Betriebssystem hinterlegt wurde, allerdings haben Sie darüber noch mehr Auswahlmöglichkeiten. So lässt sich nach Start von "Bildschirmfoto" im Menü "Foto" nicht nur der Bildschirm, ein ausgewählter Bereich und ein Fenster "fotografieren", sondern auch ein Selbstauslöser starten. Dieser zählt einige Sekunden vor, bevor er den gesamten Bildschirm in die Zwischenablage aufnimmt. Besonders nützlich ist das, wenn man eine bestimmte Aktion zeigen möchte, die man nur bei gedrückter Maustaste etc. aktivieren kann. Starten Sie in diesem Fall erst den Selbstauslöser und nehmen Sie dann die Aktion vor, bis das Foto ausgelöst wurde.

Zusätzliche Funktionen: "Snapz Pro X" für Mac OS X

Wer oft unterschiedliche Bildformate als Bildschirmfoto erstellen muss, wer bereits Schattenwürfe und andere Designs an die fotografierten Ausschnitten angebracht haben möchte, dem sei die 69,- US-Dollar kostende Shareware "Snapz Pro X" empfohlen (http://www.ambrosiasw.com/utilities/snapzprox/). Über die unter Mac OS X gewohnte Tastenkombination öffnet sich mit dieser Software ein eigenes Fenster, in dem man im Vorfeld alle benötigten Einstellungen vornehmen, einen Dateinamen vergeben und so den Screenshot gleich passend auf dem Arbeitsplatz abspeichern kann. Komfort, der eben leider auch seinen Preis hat.

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