Schutz für Sites

06.06.2013
„Copy & Paste“ ist nirgends so einfach wie im Internet – doch auch hier gilt das Urheberrecht.

Webseiten umfassen viele Elemente und sind gleichzeitig ein großes Ganzes. Einzelne Bestandteile oder auch der komplette Internetauftritt können nach dem Urheberrecht geschützt sein. Es ist jedoch nicht das einzige Recht, das die Leistung von Kreativen im Internet schützt. Auch Marken- oder Geschmacksmusterrecht helfen dabei, Plagiate zu unterbinden.

Die Webseite im Gesamten

 Quelle: Benjamin Thorn / Pixelio.de


Quelle: Benjamin Thorn /
Pixelio.de Damit ein Werk nach dem Urheberrecht geschützt ist, muss es eine gewisse Schöpfungshöhe aufweisen. Das ist bei gesamten Webauftritten in der Regel nicht der Fall. Eine Ausnahme könnte ein besonderes Webdesign sein, dennoch ist es wenig vielversprechend, auf diesen Schutz zu pochen, da die Gerichte ihn selten gewähren. Es kommt immer auf den Einzelfall an, der Ausgang eines solchen Prozesses ist ungewiss.

Der Schutz von einzelnen Elementen

Einfacher ist es zumeist, auf den Schutz von einzelnen Bestandteilen zu verweisen. Das können Fotos, Texte, Grafiken, Sounds und Filme sein. Wird beispielsweise ein Fotograf damit beauftragt, Produkte in Szene zu setzen, ist klar: Diese Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Auch speziell entworfene Menüs oder Buttons können Urheberschutz genießen. Schwieriger wird es bei Texten, die eine reine Produktbeschreibung darstellen. Manche Richter aber halten eine Seite sogar dann für schützenswert, wenn sie suchmaschinenoptimiert wurde, da hier die geistige Schöpfung gewährleistet sei.

Marken- und Geschmacksmusterrecht

 Quelle: Dieter Schütz / Pixelio.de


Es muss nicht immer das Urheberrecht sein, das bei Webseiten greift. Über das Markenrecht können einzelne, prägnante Elemente der Webseite geschützt werden. Das Geschmacksmusterrecht kann ebenfalls zum Tragen kommen. Hierfür muss der Gestalter die gewünschten Elemente als Geschmacksmuster eintragen lassen. Dafür wird allerdings eine Gebühr fällig. Eine Alternative ist das nicht eingetragene Gemeinschaftsgeschmacksmuster, das drei Jahre kostenlos vor Plagiaten schützt.

Wettbewerbsrecht

Auch das Wettbewerbsrecht, das Mitbewerber vor unlauteren Mitteln der Konkurrenz schützen soll, kann auf Webseiten Anwendung finden. Beispielsweise dann, wenn jemand ein Logo oder einen ganzen Internetauftritt verwendet, das dem eines Konkurrenten zum Verwechseln ähnlich sieht. Aufgrund der Tatsache, dass im Internet viele verschiedene Gesetze Anwendung finden können, empfiehlt sich immer die Beratung durch einen Anwalt. Dreiste Kopien einer Webseite muss niemand hinnehmen.

Werden Sie ein Teil unserer Welt!

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.