Schnelle Dateisuche

12.10.2006
Arbeiten Sie effizienter unter Windows XP und Mac OS X (Tiger) - finden Sie schnell verloren geglaubte Dateien, durchforsten Sie erfolgreich Ihr Betriebssystem ...

Mit Windows XP wurde ebenso ein neuer Suchassistent eingeführt, wie mit Mac OS X v10.4 (Tiger). Die Suchfunktionen der beiden Betriebssysteme bieten einige Vorteile und helfen dabei, Dateien oder deren Inhalte schnell und effizient zu durchsuchen und zu finden. ******Doch mittels diverser Kniffe lässt sich die Suche noch verbessern. Dabei sind nicht nur diverse Einstellungen und Konfigurationen behilflich, sondern auch Free- und Shareware-Programme, mit denen sich die Suche noch weiter verbessern lässt. So sparen Sie Zeit und kommen schneller ans Ziel - Ihre Datei!**

Die Suche unter Windows XP

Mit Windows XP wurde ein neuer Suchassistent in das Betriebssystem eingeführt. Sie erreichen Ihn direkt durch die Tastenkombination Windows-Taste + F. Per Grundeinstellung führt ein kleiner Hund durch die Suche nach Dateien und verloren geglaubten Inhalten. Hierzu ist standardmäßig eine Oberfläche zu sehen, in der man sich zunächst entscheiden muss, nach was gesucht werden soll: Bilder, Musik und Videos, Dokumente oder Dateien und Ordner. Auch Computer und Personen lassen sich suchen. Wählt man "Dateien und Ordner" jedoch aus, werden auch nur diese beiden Arten durchsucht - und das auch nur nach Namensteilen oder Inhalten. Dateiarten hingegen erhält man nur durch zusätzlichen Klick auf "Weitere Optionen". Und will man eine andere Art von Inhalten suchen, muss man sich erst mühsam wieder zurückbewegen. Diese Umständlichkeit ist es denn auch, die vielen Windows XP-Nutzern die neue Suche verleidete.

Erweiterter Suchmodus

Etwas schneller gelangt man zum Ergebnis, indem man die erweiterten Modus auswählt. Mit dessen Hilfe gelangen Sie sofort in die Eingabemaske, ohne vorherige Auswahl der Inhaltsart. Den erweiterten Suchmodus erhalten Sie, wenn Sie die "Bevorzugten Einstellungen ändern". Diesen Menüpunkt finden Sie direkt nach Aufrufen des Suchassistenten (Windows+F) unter der Auflistung der zu durchsuchenden Inhalte. Wählen Sie nun den Punkt "Datei- und Ordnersuchverhalten ändern" und aktivieren Sie im sich öffnenden Fenster den Punkt "Erweitert - Enthält Optionen zum manuellen Festlegen der Suchkritierien."

Eingegebene Kriterien merken

Wer nicht bei jeder Suche aufs Neue alle wichtigen Kriterien, wie Dateiart oder Größe der Datei eingeben möchte, der kann sich die Kriterien von Windows XP auch merken lassen. Damit gelangen Sie bei sich oft wiederholenden Suchvorgängen deutlich schneller ans Ziel. Rufen Sie hierzu die Suchfunktion mittels Windows+F auf und stellen Sie die gewünschten Suchkriterien ein, wie Dateigröße, Datum, Inhalt, Suchverzeichnis oder über die "Weiteren Optionen" auch den Dateityp. Lassen Sie nun die Suche durchführen und gehen Sie im Suchassistenten in das Menü "Datei", indem nun ein Menüpunkt "Suche speichern" erscheint. Geben Sie nun den gewünschten Speicherort an - am besten legen Sie hierzu extra einen neuen Ordner an oder sie speichern es direkt auf dem Desktop - und geben Sie der Suche einen prägnanten Namen. Klicken Sie nun auf "Speichern". Wenn Sie nun diese Datei durch Doppelklick öffnen wird automatisch eine Suche mit den gespeicherten Suchkriterien gestartet.

Dateien mit Leerzeichen suchen
Wer nach Inhalten sucht, deren Namen ein Leerzeichen beinhalten, der sollte diesen Suchbegriff in Anführungsstriche setzen. Ansonsten wird das Leerzeichen als logisches ODER interpretiert, d.h. es werden Dateien oder Ordner gefunden, die wenigstens eines der Suchworte enthalten.

Performancefresser Index

Das schnelle Finden von Dateien unter Windows ist nur deshalb möglich, weil in das Betriebssystem serienmäßig ein Indexdienst eingebaut ist. Dabei wird das Resultat bisheriger Suchen im Arbeitsspeicher abgelegt, um bei der nächsten Suche schneller Ergebnisse zu liefern. Doch was schnell und gut klingt, kann auf Dauer zu Geschwindigkeitseinbußen führen. Deshalb sollte man, will man Systemperformance sparen, eine langsamere Suche in Kauf nehmen und die Indizierung der Suche deaktivieren. Dies geschieht über die Eigenschaften eines jeden Laufwerks. Einfach den Arbeitsplatz öffnen, entsprechendes Laufwerk auswählen, mit der rechten Maustaste anklicken und auf "Eigenschaften" gehen. Der unterste Punkt im sich öffnenden Fenster ist "Laufwerk für schnelle Dateisuche indizieren". Nehmen Sie den Haken davor weg und schon wird die Suche zwar langsamer, das System aber nicht mehr behindert.

Schneller suchen dank kostenlosen Hilfsprogrammen

Wer ein schnelles System mit einer effizienten und ebenso schnellen Suchfunktion verbinden möchte, der kann auf viele auf dem Markt erhältliche kostenlose Hilfsprogramme, so genannte Freeware, zurückgreifen. Am beliebtesten sind dabei die "Desktop-Suchprogramme", die von Google, Yahoo oder MSN angeboten werden. Daneben existieren aber auch andere Anwendungen, die bei der schnellen Desktop-Suche behilflich sind. Als ein Beispiel sei an dieser Stelle FastFind genannt. Das kostenlose Programm durchsucht nach alter Windows 2000-Manier den Rechner nach Dateinamen und lässt dabei auch Joker-Zeichen etc. zu. Wer etwas Geld ausgeben möchte, der sollte sich die 29,- EUR kostende Shareware Superior Search ansehen. Das Programm katalogisiert den eigenen PC extrem schnell und spürt anschließend flink die gesuchten Dateien auf. Sogar Inhalte innerhalb einer ZIP-Datei werden dabei gefunden. Die Suche lässt sich individuell gestalten und den eigenen Bedürfnissen anpassen. Zudem lässt sich in einem Vorschaufenster der Inhalt der Datei - ohne diese zu öffnen - ansehen.

Die Suche unter Mac OS X v10.4 (TIGER)

Weitaus komfortabler als die Suche unter Windows XP ist von Haus aus die neue Suchfunktion von Apples Tiger (Mac OS X v.10.4). Ihr Name: Spotlight. Kaum ein Nutzer kennt die Qualitäten dieser betriebssysteminternen Suche oder reizt sie wirklich aus. Dabei geht mit Spotlight die Suche nach Inhalten oder Dateien tatsächlich blitzschnell. Spotlight indiziert hierzu jede Datei auf dem Computer im Hintergrund, sodass man es nicht einmal bemerkt. Verzögerungen oder gar eine Verlangsamung des Systems ist ebenfalls nicht zu verzeichnen. Einzig die erste Indizierung eines neu aufgesetzten Systems kann eine kurze Weile in Anspruch nehmen. Wenn dann Änderungen im System vorgenommen werden, beispielsweise weil eine neue E-Mail ankam oder eine Datei verändert wurde, aktualisiert Spotlight den Index automatisch. Zur Suche muss nun nur noch im Finder rechts oben oder direkt über die Menüleiste rechts oben (kleine blaue Lupe) der Suchbegriff eingegeben und Return gedrückt werden. Nun listet Spotlight alle gefundenen Inhalte, sortiert nach möglichen Inhaltsarten auf.

Suche verfeinern

Spotlight findet das von Gewünschte ungewöhnlich schnell, und zwar auch, wenn Sie nicht viele Details für die Suche kennen. Ist Ihnen aber bekannt, in welchem Zeitraum die Datei erstellt wurde, können Sie die Suche auch verfeinern durch relative Zeitangaben wie "Letzte Woche" oder "Gestern". Klicken Sie hierzu einfach nach Start der Suche rechts neben dem Knopf "Sichern" auf das Pluszeichen. Schon können Sie Ihre Suche verfeinern. Wenn Sie das Dateiformat eines Objekts nicht sicher kennen, haben Sie hier auch die Möglichkeit, eher weit gefasste Kategorien wie "Film", "Bild" oder "Dokument" auszuwählen. Spotlight zeigt im Anschluss an die Suche eine übersichtlich sortierte Ergebnisliste an, die Sie mühelos durchsuchen können, um das Gewünschte zu finden.

Suche justieren

Diese Liste kann aber auch nach Ihren Wünschen geordnet werden. Diese Ordnung können Sie in den Systemeinstellungen unter "Spotlight" vornehmen. Hier lassen sich die angezeigten Kategorien der Suchergebnisse einfach hin und herschieben, so dass sich die Reihenfolge ändert. Zudem können Sie Bereiche ausklammern oder aktivieren, je nach Bedarf. Die Tastaturkurzbefehle (standardmäßig erhält man die Lupe rechts oben durch Apfel+Leertaste) sind hier ebenfalls zu definieren. Interessant ist dabei das Tastenkürzel Apfel+Alt+Leertaste, mit dem Sie ein eigenes Spotlight-Fenster öffnen können. Hierin können Sie mit einem Klick die gefundenen Dateien nach bestimmten Arten sortieren oder gruppieren lassen.

Intelligenten Suchordner anlegen

Interessant für "Vielsucher" ist sicherlich auch die Möglichkeit, einen intelligenten Ordner anzulegen, der automatisch aktualisiert wird, wenn Sie Dokumente hinzufügen oder löschen. Nutzen Sie hierzu nach dem Suchstart einfach den Knopf "Sichern" rechts oben im Finder. Durch Vergabe eines Namens und bestätigen durch "Sichern" wird im Finder rechts unter Ihren Favoriten ein neuer Ordner angelegt, dessen enthaltene Dateien anhand von Suchkriterien und nicht anhand des physischen Speicherorts gruppiert und stets aktualisiert werden. Auf diese Weise kann dieselbe Datei in mehreren intelligenten Ordnern angezeigt werden, ohne dass sie von ihrem ursprünglichen Speicherort in Ihrem System fortbewegt wurde. Es ist dabei nicht erforderlich, Dateien zu duplizieren, zu verschieben oder zu aktualisieren: Intelligente Spotlight Ordner übernehmen die Verwaltung für Sie. Und sie haben immer den Überblick.

Suche mit logischer Verknüpfung ganz einfach

Wer viele Parameter zur Suche nutzen muss oder will, der kann in Spotlight zwar die erweiterte Suche nutzen, allerdings ist diese bei all zu vielen Parametern oft umständlich. Einfacher geht es mit der kostenlosen Software Spotlaser. Mit dem Programm lassen sich komplizierte Suchstrukturen mittels übersichtlicher Oberfläche einfach eingeben. Die einzelnen, häufig genutzten Suchkriterien sind dabei auch optisch leicht zu erfassen und das Datum kann mittels kleinem Kalender eingegeben werden. Perfekt also, um noch schneller ans Ziel zu gelangen, nämlich die gesuchte Datei.

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