Schmuck und Zier

15.09.2011
Zu jedem gut gesetzten Text gehören auch schmückende Elemente. Wir verraten, wie man sie gestalterisch und typografisch richtig einsetzt

Zitate

Interviews, aber auch Reportagen und andere Berichte leben von Original-Zitaten. Besonders prägnante Aussagen kann man im Layout herausheben und so gleichzeitig neugierig auf den gesamten Text machen. Zudem wirkt das Layout dadurch entspannter. Bei der Platzierung von Zitaten kommt es auf das Gesamtbild der Seite an – vorhandene Linien sollten genutzt werden. Zitate müssen größer als nur eine Zeile gesetzt werden, um zu wirken. Man kann außerdem mit der Farbe spielen oder die An- und Abführungszeichen als Blickfänger verwenden. Die Aussagen können zudem über mehrere Spalten gesetzt werden.

Kontrast

Der Kontrast ist der Grund, warum die allermeisten Texte in schwarzen Buchstaben auf weißes Papier gedruckt werden: So ist der Kontrast am höchsten und damit auch die Lesbarkeit. Deshalb empfiehlt es sich, mit Farben im Text sparsam umzugehen und immer auf die spätere Papierfarbe zu achten. Gestaltungselemente wie heller Text auf dunklem Grund sollte man sparsam und nur als Eyecatcher einsetzen. Ansonsten ermüdet das Auge zu sehr bei dem Versuch, die Buchstaben zu entziffern und das Kontrastverhältnis umzudrehen.

Farben

Wie bereits erwähnt und wie so oft im Layout gilt bei farbigem Text: Weniger ist mehr. Werden Zitate oder Überschriften in einer anderen Farbe gesetzt wie der Grundtext, sollte man bei einer Farbe oder Farbfamilie bleiben. Der Farbton entscheidet dabei gleichzeitig über die Wahrnehmung: Während wir die Farbe Rot als Signalfarbe betrachten, die die Aufmerksamkeit steigert, werden Blau oder Grün eher als beruhigend empfunden. Werden zu viele Farben verwendet oder wird zu viel Text farbig gesetzt, geht der Blickfänger-Effekt verloren.

Schmückende Schrift

Auch Schriften können neben der Verkörperung von Botschaften als Schmuckelemente dienen – beispielsweise, wenn neben der Grundschrift noch eine weitere Schriftart verwendet wird. Beim Mischen sollte man jedoch vorsichtig und sparsam vorgehen, um dennoch ein klares Layout zu bewahren. Mischt man Schriften innerhalb einer Fontfamilie, so erzielt man ein harmonisches Bild. Auffallender ist es dagegen, ganz konträre Fonts zu verwenden. Grundsätzlich kann man sich an der x-Höhe orientieren: Sie sollte bei den unterschiedlichen Schriften ähnlich sein. Zitate, aber auch Überschriften können durch eine andere Schriftart noch mehr aus dem Grundtext herausstechen. Dabei sollte man sich außerdem fragen: Welche Botschaften vermittelt die Schrift? Passt sie zu der (herausgehobenen) Passage?

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