Scanner-Auflösungen im Überblick

28.11.2019
Die Auflösung des Scans entscheidet über die spätere Druckqualität. Doch was versteht man unter dem Begriff und worauf muss man achten?

Speicherplatz ist heute kaum noch ein Problem bei Computern, dank externer Festplatten und Cloud-Speicher.

Dennoch sollte man beim Scannen genau darauf achten, welche Auflösung man verwendet. Soll das Bild später ein Plakat zieren, muss es anders gescannt werden, als für eine Postkarte. Wichtig dazu ist die Auflösung.

Interpolierte oder optische Auflösung?

Unterscheiden muss man bei einem Scanner zwischen der „interpolierten Auflösung“ und der „optischen Auflösung“.

Verwenden sollten Sie allerdings lediglich die optische Auflösung, denn bei der interpolierten handelt es sich nur um einen per Software hochgerechneten Wert. Die Qualität wird dadurch nicht verbessert.

DPI und PPI

Die Auflösung wird meistin dpi (dots per inch = Bildpunkte pro Zoll) angegeben. Typische Werte für Scanner sind 1.200 oder 600 bei Flachbett-Scannern und 4.000 dpi bei Dia-Scannern.

Korrekt wird die Auflösung aber in ppi (points per inch) bezeichnet, denn ein Dot/Pixel besteht immer aus einem Grauwert und drei Grundfarbwerten, also vier Points.

1.200 dpi optische Auflösung bedeutet also, dass der Scanner das Bild in Quadrate von der Größe 1 Zoll x 1 Zoll mit 1.200 x 1.200 Zellen (Pixel) einteilt und abtastet.

Beim Scannen sollte man genau darauf achten, welche Auflösung man verwendet.Quelle: CreaPark / Pixabay

Die richtige Auflösung

Bei jedem Scan sollte man sich die Frage stellen, welche Auflösung sinnvoll ist. Wichtig sind zwei Faktoren: Die Auflösung der Vorlage und was man mit dem digitalen Bild machen möchte.

Grundsätzlich gilt, dass 300 dpi normalerweise für das Archivieren von Bildern oder den Druck in der gleichen Größe ausreichen. Soll das Bild nach dem Scan bearbeitet werden, sind hingegen 600 dpi angeraten.

Alle Auflösungen darüber hinaus können die Bildqualität durch unschöne Rasterungen sogar verschlechtern. Richtwerte für die Scan-Auflösung sind:

  • Fotos, Bilder, Grafiken und Graustufen: 300-400 ppi, wenn sie noch bearbeitet werden sollen: 600 ppi
  • Strichbilder, wie gerasterte Texte mit kleiner Schriftgröße oder Zeichnungen: 1.200 ppi
  • Plakate, Werbetechnik-Produkte: 150 ppi

Wichtig: Je nach angestrebter Endauflösung sollte das Originalbild ca. 50 ppi höher aufgelöst eingescannt werden, um beste Druckergebnisse zu erhalten.

Farbe, Graustufen oder Schwarzweiß

Neben der Auflösung ist die Scan-Art wichtig. Zur Wahl stehen Farbe, Graustufen und Schwarzweiß-Scans.

Obwohl so bezeichnet, werden Schwarzweiß-Scans auch in Graustufen abgetastet, die am Ende allerdings nur aus 2 Farben bei einem Bit pro Bildpunkt bestehen.

Graustufen haben eine Farbtiefe von bis zu 256 bei 8 Bit pro Bildpunkt. Farben lassen sich am besten bei 24 Bit pro Bildpunkt mit bis zu 16.777.216 Farbtiefe einscannen (=224).

Die Scanner-Auflösung wird meist in dpi (dots per inch = Bildpunkte pro Zoll) angegeben.Quelle: Toomanyloginnames / Pixabay

Viel Farbtiefe ist kein besseres Ergebnis

Inzwischen sind dank 4K- und 5K-Monitoren noch größere Farbtiefen am Bildschirm möglich. Will man aber keine Datenriesen erschaffen, sollte man sich beim Scan auf die tatsächliche Endanwendung beschränken.

Denn: Je größer die Farbtiefe, umso größer ist auch der Speicherbedarf des Scans. Hinzu kommt: Eine Farbtiefe von 24 bit entspricht am ehesten dem menschlichen Farbsehvermögen.

Viel mehr Farben können wir gar nicht wahrnehmen. Sie sind allerdings für die spätere Bildbearbeitung manchmal nützlich, weil ein Scan durch jede Bearbeitung Informationen verliert, die mit einer höheren Farbtiefe aufgefangen werden können.

Vergrößern und Verkleinern von Bildern

Beim Scan ebenfalls unbedingt zu beachten ist die Größe: Soll das Bild in doppelter Größe wie das Original ausgegeben werden, muss auch die Scanner-Auflösung verdoppelt werden – zumindest, wenn die gleiche Schärfe erreicht werden soll.

Gleiches gilt für das Verkleinern: Doppelt so klein entspricht der halben Auflösung. Lesen Sie mehr über die Berechnung der richtigen Scanner-Auflösungen hier.

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