Rundumerneuerung für den Mac

09.08.2018
Macs sind schnell und praktisch. Doch nach einigen Jahren lässt ihre Leistungsfähigkeit nach. Für mehr Power können dann eine SSD, neuer Arbeitsspeicher und der Austausch anderer Komponenten sorgen. Eine Übersicht zeigt, welcher Mac für ein Upgrade geeignet ist und wo man selber Hand anlegen kann.

Viele Grafiker nutzen noch den guten Mac Pro, dessen Konzept es war, alle Komponenten austauschen zu können. Eine Umrüstung war so leicht zu bewerkstelligen. Bei den portablen Apple-Rechnern MacBook, MacBook Pro und MacBook Air ist das schon schwieriger. Ein Upgrade lohnt sich meist dennoch, denn mit ein wenig Geschick und einer geringen Investition klappt auch die Arbeit mit Photoshop und Co. wieder schneller – und die Neuanschaffung eines Macs kann noch etwas warten.

Festplatte als Flaschenhals: SSD als Ersatz

Die Leistung des Macs setzt sich vor allem zusammen aus dem Können des – nicht auszuwechselnden – Prozessors, der fest verlöteten Grafikkarte, des Arbeitsspeichers und der Festplatte. In Apples portablen Rechnern kann – wenn überhaupt – nur die Festplatte ausgetauscht und der Arbeitsspeicher vergrößert werden. Was im Rechner genau verbaut ist, findet man über das Apfel-Symbol unter „Festplatten“ links oben heraus. Eine SATA-Festplatte rotiert, um die Daten auszulesen, und ist langsam im Datenzugriff. Bei einem Flash-Speicher, wie er in einer SSD-Platte verbaut ist, erfolgt die Datenverarbeitung hingegen äußerst flott, wodurch der Mac schneller startet und Programme sich umgehend öffnen. SSDs sind damit das Mittel der Wahl, will man schneller arbeiten. Aber Achtung: Es muss immer genügend Speicherplatz darauf verfügbar sein. Ansonsten verringert sich die Leistung des Rechners wieder. Mit der Freeware Blackmagic Disk Speed lässt sich testen, wie schnell die im Mac verbaute Festplatte ist. Der Vergleich der Lesegeschwindigkeit mit den Herstellerangaben von SSDs zeigt, ob ein Austausch sinnvoll ist.

Alternative Fusion Drive

Neben SSDs und herkömmlichen Festplatten haben einige Macs ein sogenanntes Fusion Drive verbaut. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus SATA-Platte und SSD, die automatisch schnell benötigte Daten auf dem Flash-Speicher auslagert, sodass der Einbau einer neuen SSD nicht unbedingt notwendig ist. Das Fusion Drive stellt zudem eine im Vergleich zu den etwas teureren SSDs preisgünstige Alternative dar. Bei älteren MacBook Pros kann das Fusion Drive sogar das DVD-Laufwerk ersetzen und so für zusätzlichen Speicherplatz sorgen. Den Ausbau und Umbau – auch von Festplatte zu SSD – kann man selbst erledigen, wie zahlreiche Artikel im Internet zeigen. Der Fachhandel bietet den Umbau aber ebenfalls für wenig Geld als Service an.

Mehr Leistung durch mehr RAM

Neben der Festplatte ist der Arbeitsspeicher (RAM) ein wichtiger, kurzfristiger Umschlagsplatz der Daten im Mac. Wie schnell Videos geschnitten, Bilder bearbeitet oder Broschüren gesetzt werden können, hängt wesentlich von dessen Größe ab – 8 GB sollten es mindestens sein. Wie viel Speicher im eigenen Mac verbaut ist, findet man im Apfel-Menü > Über diesen Mac > Übersicht heraus. Mit dem Dienstprogramm „Aktivitätsanzeige“ lässt sich außerdem unter „Speicher“ feststellen, welche aktuell genutzte Anwendung besonders RAM-intensiv ist. Sind die Werte von „Speicher (belegt)“ und „Physischer Speicher“ annähernd gleich, sollte der Arbeitsspeicher aufgerüstet werden. Wie das genau geht, erläutert Apple in einem eigenen Support-Dokument. Geeignet für diesen Austausch der RAM-Bausteine sind MacBooks der Jahre 2008 und 2009, sowie MacBook Pros bis 2011 und MacBook Pros Non-Retina der Baujahre 2012 bis 2016.

Nicht alles ist möglich

Was sich so einfach anhört – RAM und Platte wechseln – ist allerdings nicht bei allen Apple-Geräten der letzten Jahre möglich. Insbesondere die neueren Modelle (ab MacBook USB-C und MacBook Pro ab 2016) bieten aufgrund fest verbauter Komponenten keine Upgrade-Optionen mehr an. Wer deshalb über ein Upgrade nachdenkt, sollte zunächst prüfen, welches Modell der portablen Apple-Rechner er genau besitzt und sich dann informieren, welche Upgrades auf Hardwareseite dafür möglich sind.

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