Rot, grün, blau: Wie Farben wirken

26.08.2010
Jede Farbe löst unterschiedliche Empfindungen aus. Mit Hilfe der Farbpsychologie kann man sich diese Wirkung zunutze machen – auch im Layout.

Woher kommt die Wirkung?

 Quelle: Gesa Zimmermann Pixelio


Quelle: Gesa
Zimmermann (Pixelio) Die Gefühle, die eine Farbe beim Menschen auslöst, müssen nicht erst „gelernt“ werden. Ihre Wirkung liegt gewissermaßen in unseren Genen begründet und wir erleben eine bestimmte Farbe automatisch als bedrohend oder beruhigend. Niemand würde die Farbe Rot in Zusammenhang mit Kälte bringen. Obwohl die Farbpsychologie eine relativ junge Disziplin ist, werden Farben seit Jahrhunderten instrumentalisiert. Könige und Kaiser haben Purpur als Erkennungsfarbe eingesetzt, auch die katholische Kirche wird durch einen Violettton symbolisiert. Mit Farben kann man auch Missbrauch treiben – man denke nur an die „braunen“ Jahre der Nationalsozialisten.

Schwarz malen und rot sehen

 Quelle: Herrmann Eberhardt Pixelio


Quelle: Herrmann
Eberhardt (Pixelio) Auch sprachlich gibt es viele Redewendungen, die die Wirkung von Farben widerspiegeln. Die Eigenschaften, die Farben zugeschrieben werden, sagen aber noch nichts über persönliche Vorlieben aus. Nicht alle Menschen mögen Blau und nicht alle Betrachter finden ein Sonnengelb angenehm. Jede Farbe transportiert sowohl positive als auch negative Merkmale. Was der eine Betrachter als strahlend schön empfindet, nimmt der nächste als unangenehm aufdringlich wahr. Zu beachten ist auch, dass nicht jede Farbe in jeder Umgebung gleich wirkt. Dafür sorgt der Simultankontrast: Ein und derselbe Grauton wirkt vor einem weißen Hintergrund dunkler als vor einem schwarzen.

Bunt wie ein Regenbogen

 Quelle: Tomizak Pixelio


Quelle: Tomizak
(Pixelio) Die Farbeigenschaften, die Psychologen ermittelt haben, sind so vielfältig wie die Farben selbst. Gelb kann Optimismus und Lebensfreude vermitteln, aber auch ein Symbol für die Lüge sein. Orange verkörpert im positiven Sinn Freude und Spaß, wirkt aber schnell billig und aufdringlich. Aktivität, Leidenschaft, Tatendrang – das schreibt man der Farbe Rot zu. Auf der Kehrseite der Bedeutungs-Medaille stehen jedoch Wut und Hass. Auch Violett wird sehr unterschiedlich interpretiert: Die einen empfinden einen Lilaton als verführerisch, die anderen als altmodisch. Blau wird dagegen in Verbindung mit Sympathie, Harmonie und Zuverlässigkeit gebracht, macht aber auch schnell einen kühlen Eindruck. Frische, Hoffnung und Zuversicht werden durch die Farbe Grün transportiert, die auch ein Zeichen für Beharrlichkeit ist.

Schwarzweißgrau?

 Quelle: Astrid Maria Kauertz Pixelio


Quelle: Astrid Maria
Kauertz (Pixelio)

Auch die „Unfarben“ Schwarz, Weiß und Grau bringen ihre ganz eigenen Merkmale mit. Schwarz ist nicht nur die Farbe der Trauer, der Dunkelheit und der Einsamkeit, sondern kann auch modern, sachlich und funktional wirken. Die grauen Zwischentöne verkörpern zwar oft Elend, Unfreundlichkeit oder Kälte, können jedoch auch einen funktionalen, sachlichen und schlichten Eindruck vermitteln. Weiß wird mit Reinheit, Sauberkeit und Unschuld in Verbindung gebracht. Negative Assoziationen gibt es kaum – außer dass Weiß recht langweilig wirken kann.

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