Rhythmus und Dynamik

19.06.2008
Gestaltungsprinzipien dienen als Leitlinie, nach denen sich ein durchgängiges Layout richten kann. Hierzu gehören auch Rhythmus und Dynamik, die sich an die Musik anlehnen.

Jedes Musikstück hat seinen eigenen Rhythmus und seine eigene Dynamik. Mal sind Pausen integriert, mal geht es lauter zu, mal leiser, mal schneller, mal langsamer. Diese Eigenschaften können auch auf Layouts angewendet werden: Die Gestaltungsprinzipien Rhythmus und Dynamik geben dabei die Leitlinie vor.

Was bedeutet Rhythmus?

In der Musik ist der Rhythmus die Abfolge von Pausen und Tondauer. Durch den Takt des Musikstücks erhält der Rhythmus seine Betonungsstruktur. Fällt der Rhythmus mit diesem Grundschlag zusammen, wirkt er harmonisch. Fällt er nicht mit ihm zusammen, entsteht eine spannungsgeladene Atmosphäre. Bei Tanzstücken sind die Rhythmen meist taktgebunden – man spricht dann zum Beispiel von Tango- oder Walzerrhythmus.

Rhythmus im Layout

Der visuelle Rhythmus eines Layouts entsteht durch den Gesamteindruck eines Dokuments, so wie es der Betrachter wahrnimmt. In der Regel orientiert sich dieser „Blick-Rhythmus“ daran, wie oft ein Element im Gesamtlayout wiederholt wird. Auch die Anordnung der einzelnen Elemente, ihre Farbe, ihre Größe oder ihre Form beeinflussen den „Rhythmus“ eines Layouts. Ähnlich wie in der Musik entsteht ein harmonischer Rhythmus, wenn die Elemente gleichförmig angeordnet sind. Bei asymmetrischen Layouts entsteht dagegen ein spannungsgeladener Eindruck.

Den Rhythmus sichtbar machen

Ein erstes Gefühl für Rhythmus auf dem Papier bekommt man, wenn man versucht, ein Musikstück aufzuzeichnen. Linien, Quadrate oder andere Formen können dabei die Töne sichtbar machen. Wie könnten diese Elemente durch Farben unterstützt werden? Gibt es gleichmäßige Muster, die immer wieder kehren? Lassen sich diese Muster auch auf ein Layout übertragen? Wenn ja, welches Gestaltungsmuster passt zu welcher Textart?

Dynamik in der Musik

In der Musik werden die unterschiedlichen Lautstärken innerhalb eines Stücks als Dynamik bezeichnet. Die Zu- und Abnahme der Lautstärke wird durch die Begriffe „crescendo“ und „decrescendo“ markiert. Auch für die Lautstärke selbst stehen mehrere Fachwörter wie „piano“, „mezzoforte“ oder „fortissimo“ zur Verfügung.

„Lautstärke“ im Layout

Auch in einem Layout erscheinen manche Objekte „laut“ – das heißt, sie treten gegenüber den anderen Elementen in den Vordergrund. Andere wiederum machen einen eher „leisen“ Eindruck; sie wirken feiner und zurückhaltender. Im Layout lässt sich diese Differenzierung zum Beispiel durch die Größe der Elemente, durch den Farbton und die Platzierung erreichen.Schrift kann zum Beispiel durch eine große Schriftgröße oder durch einen fetten Schriftgrad in den Mittelpunkt rücken. Welchen Effekt die einzelnen Elemente erzielen, ergibt sich aber immer auch durch das Zusammenspielzwischen lauten und leisen „Tönen“.

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