Rechtliche Vorgaben für Veröffentlichungen

08.08.2013
Ohne geht es nicht: Wenn neue Magazine auf den Markt kommen, muss Rechtliches im Vorfeld geklärt werden

Ob eine Zeitschrift am Kiosk Erfolg hat, hängt von den Inhalten, der Gestaltung und vor allem vom Leser ab. Ob sie juristisch einwandfrei ist, muss dabei bereits im Vorfeld geklärt werden. Impressum, Namensrechte, Titelschutz: Wer ein Magazin neu auf den Markt bringt, darf sich nicht nur über die Gestaltung und die Inhalte des Titels Gedanken machen.

Die Rechte

Jedes Magazin hat einen Namen und der muss einmalig sein. Bevor eine neue Zeitschrift getauft wird sollte daher geklärt werden, ob die Rechte an diesem Namen bereits vergeben sind. Anlaufstellen sind beispielsweise die Zeitschriftendatenbank oder das Deutsche Patent- und Markenamt. Umgekehrt kann der neue Name des Titels geschützt werden, wenn die Rechte daran noch frei sind. Auch hier sollte das Deutsche Patent- und Markenamt kontaktiert werden. Außerdem muß geklärt sein, dass die Inhalte der Zeitschrift keine allgemeinen Persönlichkeitsrechte oder Urheberrechte Dritter verletzen. Das gilt für Texte, wie auch für Bilder und Grafiken.

Impressum und ISSN

Grundsätzlich gibt es für alle Printmedien nach dem deutschen Presserecht eine Impressumspflicht. Diese gilt übrigens auch für Veröffentlichungen im Internet. Hier müssen zum Beispiel die Herkunft des Werks, Verlag, Autor, Herausgeber, Auflagenhöhe, Erscheinungsweise oder Druckerei angegeben werden. Bei periodisch erscheinenden Zeitschriften ist außerdem die Angabe des verantwortlichen Redakteurs gefordert. Welche Informationen genau erforderlich sind, regeln die Pressegesetze der Länder. Das Impressum muss im Inhaltsverzeichnis aufgeführt und von den Lesern leicht aufzufinden sein. Ins Impressum gehört auch die ISSN, die für deutsche Veröffentlichungen bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt beantragt werden kann. Diese International Standard Serials Number identifiziert ein Werk eindeutig.

Anzeigen

Jedes Magazin finanziert sich auch durch Anzeigen Diese müssen sich jedoch deutlich vom redaktionellen Inhalt abheben. Das heißt, der Leser muss erkennen, ob es sich um redaktionelle Inhalte oder um Werbung handelt. Möglich ist das beispielsweise durch eine deutlich abweichende Gestaltung oder durch die Kennzeichnung durch den Begriff Anzeige. Verstößt ein Verlag gegen diese Praxis, so kann er nach dem Gesetz des unlauteren Wettbewerbs belangt werden.

Vertrieb

Magazine werden entweder einzeln beispielsweise am Kiosk oder im Abonnement verkauft. Abos kann der Verlag direkt abschließen oder dies dem Buch- und Zeitschriftenhandel überlassen. Der Preis einer Ausgabe im Abonnement darf jedoch höchstens 15 Prozent unter dem Preis eines Heftes im Einzelverkauf liegen Der Vertrieb für den Einzelverkauf wird in der Regel über den Pressegroßhandel organisiert, der die Verbindung zwischen Verlag und Händler schafft. Er ist an feste Preise gebunden. Ausnahme ist hier der Buchhandel an Bahnhöfen und Flughäfen. Dieser wird direkt durch die Verlage beliefert.

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