Raw-Dateien bearbeiten

23.10.2008
Die Raw-Dateien einer Digitalkamera gleichen einem unentwickelten Film. Erst das Öffnen in Adobe Photoshop „entwickelt“ die Bilder mit Hilfe des Camera Raw-Plug-Ins.

Die Rohdaten einer Digitalkamera liegen im Raw-Format vor. Hier wurden von Seiten der Kamera keine Manipulationen oder Kompressionen an der Datei vorgenommen. Dadurch bieten Raw-Dateien bei der Bildbearbeitung alle Möglichkeiten. In Adobe Photoshop CS3 können Fotografen diese Aufgaben mit dem Camera Raw-Plug-In erledigen.

Das Camera Raw-Plug-In

Gehen Sie in Adobe Photoshop auf „Hilfe“, „Über Zusatzmodul“ und „Camera Raw“. Hier können Sie sehen, welche Version des Plug-Ins auf Ihrem Rechner installiert ist. Im Internet können Sie auf den Seiten von Adobe prüfen, ob ein Update vorliegt. Hier sehen Sie auch, welche Kameramodelle aktuell von dem Zusatzmodul unterstützt werden.

Bilder öffnen

Um Raw-Bilder mit dem Plug-In öffnen zu können, muss das Kameramodell dies unterstützen und Camera Raw muss auf dem neuesten Stand sein. Schließen Sie dann die Digitalkamera an den Rechner an. Sie können auch über die Adobe Bridge gehen, um die Daten von der Kamera zu holen. Dazu wählen Sie den Befehl „Datei“ und „Bilder von der Kamera abrufen“ in der Bridge. Nun können Sie entscheiden, ob Sie eines oder mehrere Motive öffnen möchten.

Der Dialog

Camera Raw öffnet sich in einem neuen Dialog. In der Mitte sehen Sie Ihr Motiv, rechts haben Sie verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten über Schieberegler oder die manuelle Eingabe. Dazu zählen die Belichtung, Helligkeit, Kontrast oder Sättigung. Auch über dem Bild sehen Sie einige Werkzeuge, die Sie zum Teil schon aus Photoshop kennen. Unterhalb des Bildes können Sie durch ihre Fotos navigieren oder die Vorschaugröße manuell ändern. Links sehen Sie in einem Filmstreifen alle Bilder, die Sie für das Öffnen in Photoshop ausgewählt hatten.

Wichtige Befehle

Alle Bilder bearbeiten Sie zusammen, wenn Sie links oben auf „Alle auswählen“ klicken. Einstellungen an einem Bild lassen sich auch mit dem Button „Synchronisieren“ direkt darunter auf die restlichen Motive übertragen. Das Papierkorb-Symbol oberhalb der Werkzeugleiste löscht die Bilder. Sobald Sie das Plug-In schließen, landet die Datei automatisch im Papierkorb. Unterhalb der Filmstreifen sehen Sie auch kleine Sternchen. Hier können Sie die Motive bewerten – diese Funktion wurde aus der Adobe Bridge übernommen.

Optionen für die Vorschau

Die Werkzeugleiste oben bietet Ihnen auch mehrere Optionen für die Vorschau. Zunächst muss diese Funktion jedoch mit einem Klick in das kleine Kästchen aktiviert werden. Mit der Lupe links in der Leiste können Sie in das Vorschaubild hinein zoomen. Die Hand daneben verschiebt den Ausschnitt entsprechend. Klicken Sie auf das Symbol rechts, das ein Dateifenster und zwei Pfeile verkörpert, so können Sie das Bild auf Bildschirmgröße bringen. Ein weiterer Klick verkleinert es wieder.

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