Randabfallende Objekte

28.08.2008
Randbafallend werden solche Objekte genannt, die über den Satzspiegel oder, genau genommen, über die Papierkante hinausragen. Beim Layouten sollte Folgendes beachtet werden.

Randabfallende Objekte können ein Layout auflockern und werden daher gezielt als Gestaltungselement eingesetzt. Dabei ragen sie über den Satzspiegel hinaus. Um unschöne Blitzer zu vermeiden, muss der Beschnitt korrekt gewählt werden. In den Layoutprogrammen Adobe InDesign und QuarkXPress funktioniert das ganz einfach.

Über die Papierkante hinaus

Randabfallende Objekte müssen nicht nur über den Satzspiegel, sondern auch über die Papierkante hinaus platziert werden. Denn eine Platzierung bis kurz vor die Papierkante sieht wie „gewollt und nicht gekonnt“ aus. Generell gilt: Mit randabfallenden Objekten – oder „im Anschnitt liegenden“ Elementen – eher sparsam umgehen.

Warum ist Beschnitt nötig?

Randabfallende Objekte sollten in der Regel mit mindestens drei Millimetern Beschnitt versehen werden, d.h., das Element sollte drei Millimeter über den Papierrand hinaus reichen. Ansonsten kann es durch Verschiebungen im Druck und beim späteren Beschneiden der einzelnen Bögen zu unschönen Blitzern kommen – und der randabfallende Effekt geht verloren. Sind die Objekte mit einer Fläche hinterlegt, muss natürlich auch diese Fläche drei Millimeter über die Papierkante hinaus geführt werden.

Beschnitt in InDesign zugeben

InDesign nutzt den Begriff „Beschnittzugabe“. Der Beschnitt muss bereits im Dokument festgelegt werden. Das bedeutet, dass bereits beim Erstellen des Dokuments die Beschnittzugabe eingegeben wird. Dazu muss die Auswahl „Mehr Optionen“ getroffen werden. Nachträglich kann der Beschnitt über „Datei“ und „Dokument einrichten“ zugegeben werden. Im Druck-Menü muss dann noch unter „Marken und Anschnitt“ die Option „Beschnittzugabe-Einstellungen des Dokuments verwenden“ aktiviert werden.

Beschnitt in QuarkXPress zugeben

QuarkXPress-Nutzer finden die entsprechende Option unter dem Begriff „Anschnitt“. Die Software platziert randabfallende Objekte automatisch, indem sie einfach über den Satzspiegel hinaus gezogen werden. Alternativ ist es möglich, die Objekte bei einem X- beziehungsweise Y-Wert von minus drei starten zu lassen. Bei der Ausgabe muss im Druckmenü die Karte „Anschnitt“ ausgewählt werden. Je nach Anschnitttyp können ein oder mehrere Werte eingegeben werden. Anschließend sollte noch der Eintrag „An der Anschnittkante beschneiden“ aktiviert werden.

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