QuarkXPress 7 für alle Rechner

14.12.2006
Von der Kleinstaaterei zur Einheitslizenz - mit Version 7 ist QuarkXPress pro Person und unabhängig von der Plattform nutzbar, ältere Versionen bleiben erhalten ...

Nicht umsonst scheuen professionelle Anwender Updates auf die neueste Version einer Arbeitssoftware: Zu groß ist das Risiko, dass der bestehende Workflow durch Inkompatibilitäten oder Programmfehler unterbrochen wird und eine halbfertige Lösung an die Stelle eines eingespielten Systems tritt. Doch diese Angst nimmt der Hersteller Quark seinen Kunden künftig mit einer Update- und Lizenzpolitik, die in der Softwarewelt ihresgleichen sucht. Personengebundene Lizenzen, die plattformübergreifend handhabbar sind heißt das Geheimrezept dazu.

Unterschiede

Ganze zwölf Jahre vor Adobes InDesign erschien schon 1987 das heutzutage weit verbreitete Layoutprogramm QuarkXPress. Und auch 2006 war der amerikanische Hersteller nach einigen weniger produktiven Jahren wieder an vorderster Front mit dabei, als es darum ging, die neue Generation der Apple-Rechner mit Intel-Prozessoren nativ zu unterstützten: Die Konkurrenz werkelt noch immer im stillen Kämmerlein an der nächsten Version, während QuarkXPress-Nutzer bereits heute gelassen auf der neuesten Macintosh-Computergeneration arbeiten können. Doch auch Funktionen wie Collaboration Zones, die es mehreren Layoutern rund um den Globus erlauben, gleichzeitig an ein Projekt zu arbeiten, sind ein Grund für die noch immer bestehende Marktbeherrschung von QuarkXPress.

Rechnervielfalt

Ein Problem jedoch hatten beide Hersteller bislang nie in den Griff bekommen: Die Anpassung an mobile Arbeitsumgebungen. Denn Grafiker pendeln immer wieder zwischen Kunden hin und her und erledigen doch im Büro den Hauptteil ihrer Arbeit. Wer aber möchte schon für jeden genutzten Rechner eine eigene Lizenz erwerben? Das würde nämlich bedeuten, für den Rechner im Büro und das Notebook für den Road-Einsatz jeweils gesondert für eine Lizenz Geld zu zahlen! Eben dieser effizienten Nutzung haben die einschlägigen Hersteller durch aufwändige Produktaktivierungen immer mehr den Boden entzogen. Das ist nun Vergangenheit: Bei einer Einfachlizenz von QuarkXPress darf eine Person nun die Software zwei mal installieren (die sogenannte "Duale Aktivierung"). Wer hingegen mehr als zwei Lizenzen benötigt, muss die Mehrfachlizenz nutzen, d.h. in diesem Fall lässt sich QuarkXPress auf mehreren Rechnern installieren, aber nur die gekaufte Anzahl an Lizenzen gleichzeitig nutzen. 

Mischkulturen

Das ist dann allerdings nicht nur auf der gleichen Rechnerplattform der Fall: Wenn im Büro ein Windows-Rechner steht, mobil aber ein MacBook Pro zum Einsatz kommt, können beide Computer bei der "Dualen Aktivierung" mit derselben Lizenz bestückt werden. Ab sofort liefert Quark sämtliche XPress-Pakete mit einem Hybrid-Datenträger aus, der Installationsroutinen sowohl für Windows als auch Mac OS X enthält; für sie beide gilt der im Paket enthaltene Lizenzschlüssel. Wer also das Microsoft- und Apple-System etwa auf einem Mac Pro betreibt, kann mithilfe von Virtualisierungslösungen wie Parallels binnen Sekunden zwischen XPress für Windows und XPress für Mac OS X hin und her schalten – um so beispielsweise Probleme mit plattformabhängigen Plug-Ins zu lösen. So können "Kreativ-Profis ihren gestalterischen und erfinderischen Ideen auf allen Plattformen freien Lauf lassen", wie Quark die neue plattformübergreifende Lizenzierungspolitik kommentiert.

Vergangenheitsbewältigung

Aber nicht nur in Mischkulturen sondern auch in den bestehenden Workflow gliedert sich das neue QuarkXPress ein: Die Installationsroutinen lassen die bisherigen Installationen von Version 4, 5 oder 6 gänzlich unangetastet! Wer mag, darf also beispielsweise QuarkXPress 6 und 7 parallel auf demselben Rechner betreiben. Wenn ein Upgrade auf QuarkXPress 7 durchgeführt wurde, kann sogar dessen Schlüssel für die alten Versionen verwendet werden. Somit entfällt die Angst, mit dem Update ein funktionierendes Arbeits-Ökosystem zu zerstören und der alte Spruch "Never Change A Running System" verliert zunehmend an Aussagekraft. Denn wo alt und neu ungestört nebeneinander koexistieren, kann ganz in Ruhe Schritt für Schritt der Workflow umgestellt und bei Problemen zurückverlagert werden.

Bleibt nur ein Wermutstropfen für Mac-Anwender: QuarkXPress 7 setzt mindestens Mac OS X 10.4 voraus (alternativ Windows XP) und läuft nicht auf einer früheren Betriebssystem-Version. Wer das aktuelle Apple-System jedoch schon einsetzt, kann die auf der Quark-Webseite erhältliche 30-Tage-Testversion herunterladen und das Beste beider Welten kennen lernen.

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