Prepress im Wandel

30.03.2017
Die Digitalisierung hat die Druckvorstufe nachhaltig verändert. Dieser Prozess hält weiter an. Was bedeutet das für Auftraggeber?

Es ist noch nicht allzu lange her, da standen in Druckereien noch Filmbelichter. Heute werden Druckplatten direkt digital bebildert. Der Bleisatz ist schon längst passé, Desktop Publishing seit Jahrzehnten etabliert. Welche aktuellen Trends gibt es in der Druckvorstufe und wie sollten Auftraggeber, Designer und Druckdienstleister im Zusammenspiel damit umgehen?

Datenmengen

Die Digitalisierung hat die Datenmengen vervielfacht.  Quelle: Thorben Wengert / Pixelio.de

Je digitaler die Welt wird, desto mehr Datenmengen fallen an. Viele neue Dienstleistungen innerhalb der grafischen Branche leben davon. Personalisierte Digitaldrucke wären beispielsweise ohne individuelle Daten überhaupt nicht möglich. Diese Datenmengen stellen Auftraggeber und Druckereien jedoch vor große Herausforderungen. Zum einen müssen sie laufend gepflegt werden, um aktuell zu sein, zum anderen müssen sie in Datenbanken und Content-Management-Strukturen in vernünftiger Form vorgehalten werden. Sonst geht der Überblick leicht verloren. Zudem sind IT-Spezialisten nötiger denn je. Sie wissen, wie man mit „Big Data“ umgehen muss.

Individualisierung

Empfänger beachten individuelle Schreiben mehr als unpersonalisierte.  Quelle: Paul-Georg-Meister / Pixelio.de

Bereits angesprochen wurde das Thema „personalisierte Druckprodukte“. Der Digitaldruck und der Umgang mit den Daten hat Personalisierungen erst möglich gemacht - jetzt breiten sie sich weiter aus. Längst werden nicht mehr nur einfache Mailings mit dem Namen des Empfängers versehen, sondern raffinierte Werbeformen umgesetzt, die den Adressaten tatsächlich persönlich ansprechen. Hier sind Kreative in Verbindung mit Druckdienstleistern gefragt, um auszuloten, was heute schon machbar ist. Denn Kunden mögen Werbung, die auf sie maßgeschneidert ist.

Automatisierung

Industrielle Prozesse werden für eine gesteigerte Effizienz mehr und mehr automatisiert - so auch in der Druckbranche. Rationelle, automatisierte Arbeitsabläufe sparen Zeit und Kosten. Sie funktionieren jedoch nur, wenn die einzelnen Komponenten nahtlos ineinander greifen. Für Auftraggeber von Drucksachen bedeutet das ganz einfach: Je fehlerfreier die Druckdaten sind, desto rascher und sicherer läuft die Produktion ab. Der Flaschenhals sind nicht mehr die Maschinen und die Herstellung an sich, sondern die Qualität der Daten. Die gute Nachricht ist: Dank PDF und anderen standardisierten Formaten ist es heute einfacher denn je, Druckdaten zu erstellen und auszutauschen, wenn man das entsprechende Know-how hat.

Workflow

Software verzahnt sich immer mehr in- und miteinander - davon profitieren Kreative, ihre Kunden und ihre Dienstleister. Heute ist es möglich, dass mehrere Beteiligte in unterschiedlichen Unternehmen, mit mehreren Endgeräten, an verschiedenen Orten und zu jeder Zeit auf das gleiche Projekt zugreifen können. Einen wesentlichen Schritt dazu haben cloudbasierte Systeme geleistet. Auch einzelne Programme greifen vielmehr ineinander als früher, beispielsweise die Module von Adobes Creative Cloud. Dieser Prozess wird in Zukunft noch weiter fortschreiten und die Zusammenarbeit wesentlich erleichtern.

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