Plattenbelichtung: CTP

19.11.2009
Die Technik des Computer-to-Plate (CTP) hat die Produktion von Drucksachen vereinfacht und beschleunigt – Filme und Plattenkopie haben heutzutage ausgedient.

Die Digitalisierung hat Einzug in vielen Bereichen – auch der grafischen Branche – gehalten. Der alte, analoge Weg der Druckplattenherstellung führte über den Film und die Plattenkopie. Heutzutage spart man sich mit Hilfe von Computer to Plate einen Produktionsschritt: Die Platten werden direkt in einem Belichter bebildert.

Das Zeitalter der Filme

Am Anfang jeder Druckproduktion stehen heute die Daten, die im Computer erzeugt werden. Vor der CTP-Technik wurden sie auf Filme belichtet. Sofern die Filme keine Ganzbogen enthielten, mussten sie noch geschnitten und montiert werden. Die Filme wurden in Belichtern erzeugt, die auch Recorder genannt werden. Sie mussten entwickelt und auf die Druckplatten kopiert werden. Als Kopiergeräte dienten Kopierrahmen und Kopierboxen.

Computer to Plate

Das moderne CTP-Verfahren macht Filme, die Montage und die Plattenkopie überflüssig. Stattdessen wird die Druckplatte in einem Plattenbelichter direkt bebildert. Das Verfahren feierte seinen Einstand im Jahr 1993. Dennoch setzte es sich nicht so schnell durch wie gedacht. Das lag vor allem daran, dass die Druckdaten komplett druckfähig vorliegen müssen, da Korrekturmöglichkeiten über Film und Montage nicht mehr gegeben sind. Druckbetriebe, die auf CTP umgestellt haben, mussten daher zunächst ihren Workflow digitalisieren.

Die Vorteile

Plattenbelichter haben mittlerweile Filmbelichtung und Plattenkopie abgelöst. Durch das Einsparen eines Produktionsschrittes lässt sich Zeit sparen – nachdem die Daten druckfähig sind, kann sofort eine Druckplatte von ihnen erstellt werden. Das spart auch Kosten und macht den Druckprozess sicherer, da eine Fehlerquelle entfällt. Des Weiteren erreichen die so belichteten Platten eine höhere Qualität. Als positiver Nebeneffekt wird der Workflow gestrafft und automatisiert. Auch die Prüfung der Daten fällt dadurch meist gründlicher aus.

Verfahren

Computer to Plate-Anlagen arbeiten mit einem Laser. Je nach Typ weist er eine unterschiedliche Wellenlänge auf und kann verschiedene Plattentypen belichten. Durchgesetzt haben sich mittlerweile die Belichtung mit Violett- und Infrarot-Laserdioden. Sie verarbeiten Fotopolymer- und thermale Platten. Auch Anlagen, die mit UV-Licht arbeiten, sind häufig anzutreffen: Sie bebildern konventionelle Druckplatten. Ein Nischenmarkt sind dagegen die Systeme, die Inkjet-Technik einsetzen, um die Druckdaten auf die Platten zu bringen.

Bauweise

Außerdem unterscheiden sich die Belichter in der Bauweise: Bei Flachbettbelichtern liegt die Druckplatte flach in der Maschine. Außentrommelbelichter spannen sie zum Bebildern auf die Außenseite einer Trommel, Innentrommelbelichter auf die Innenseite. Bei den Außentrommelbelichtern rotiert die Druckplatte um die Optik, bei den Innentrommelbelichtern ist es umgekehrt. Die meisten Belichter sind außerdem mit einer Stanze ausgestattet. Dadurch lässt sich die Druckplatte so bearbeiten, dass sie in der Druckmaschine montiert werden kann.

Die Technik bei LASERLINE

LASERLINE nutzt einen Belichter des Typs Suprasetter H105 von Heidelberger Druckmaschinen. Er bebildert Platten bis zum Format 918 x 1.140 Millimeter mit einer Auflösung von 2.540 dpi. Er wird in Außentrommelbauweise gefertigt und belichtet thermale Druckplatten. Durch die Bauart ist der Abstand zwischen der Druckplatte und dem Laser besonders klein; dadurch entsteht ein scharfes Bild auf der Platte.

Werden Sie ein Teil unserer Welt!

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.