Photoshop-Probleme

16.11.2006
Wenn das Programm zu langsam wird oder streikt liegt das nicht immer am Computer - wir sagen Ihnen, wie Sie zu einem flotteren Photoshop kommen ...

Vielleicht kennen Sie das Phänomen, dass Photoshop zwar startet, dann aber nur sehr langsam seine Arbeit verrichtet. Es kriecht nahezu dahin. Dabei haben Sie genug Hauptspeicher in Ihrem Rechner, die Festplatte bietet noch genügend Platz und auch sonst läuft das System eigentlich ganz normal. Nur Photoshop schleicht, was Ihnen viel Ärger einbringt. Doch diesem Problem ist schnell beizukommen, vorausgesetzt man weiß, woran es liegt. Hier eine Voreinstellung geändert, da etwas zurückgesetzt und schon schnurrt die Photoshop-Katze wieder!

Plötzlich auftretende Probleme

Bislang lief alles auf Ihrem Rechner reibungslos, alle Adobe-Anwendungen flogen nur so dahin und Sie kamen gut mit den Bearbeitungszeiten zurecht. Doch von einem Tag auf den anderen scheint Photoshop in den Dornröschen-Schlaf gefallen zu sein. Technik-Phobiker mögen den Grund dafür im nasskalten Wetter sehen, wer aber ein wenig nachdenkt findet bei plötzlich auftretenden Problemen mit Photoshop oft eine sehr nahe liegende Erklärung. Denn ein derart schlagartig auftretender Geschwindigkeitsverlust ist meist ein Zeichen dafür, dass Photoshop mit einer Komponente Ihres Rechners ein Problem hat oder nicht mehr genug Speicherplatz intern zur Verfügung steht.

Neue Zusatzmodule oder externe Hardware

Denken Sie deshalb nach, ob Sie kürzlich ein Programm oder ein Zusatzmodul installiert haben, nach dessen Installation die Probleme erstmals auftraten. Ist dem so, entfernen Sie wenn möglich diese Zusatzmodule wieder. Im äussersten Notfall muss Photoshop erneut installiert werden. Checken Sie zuvor aber, ob nicht ein Hardwarefehler für die Probleme verantwortlich ist: Schon ein nicht-terminiertes SCSI-Gerät oder eine defekte externe Festplatte, die Sie jetzt erst an den Rechner angeschlossen haben, kann derartige Probleme auftreten lassen.

Ressourcen schaffen: Virtueller Speicher

Manchmal stößt Photoshop aber auch einfach an die Grenzen des Systems oder lastet - weil schlecht definiert - die falschen, weil langsam arbeitenden Bereiche aus. Teilen Sie in einem solchen Fall Photoshop einfach andere Speicherarten in den Voreinstellungen zu. Sie finden das entsprechende Menü "Voreinstellungen" unter Windows im Menü "Bearbeiten", während es sich am Mac direkt im "Photoshop"-Menü befindet. Als erstes sollten Sie sich um den virtuellen Speicher bemühen. Damit legen Sie fest, dass Bildteile, die nicht mehr in Ihren Hauptspeicher passen, vorübergehend in den sogenannten virtuellen Speicher ausgelagert werden. Dieser befindet sich auf der Festplatte, weshalb die Rechenzeit durch die Plattenzugriffe verlängert wird. Gehen Sie hierzu auf den Menüpunkt "Zusatzmodule & Virtueller Speicher" und nennen Sie dem Programm bis zu vier Festplattenlaufwerke, auf denen es Daten auslagern kann. Geben Sie hier möglichst schnelle, freie Laufwerke (mind. 100 MB freier Speicherplatz) an. Das Startvolume ist dabei die Platte mit dem Betriebssystem.

Arbeitsspeicher zuteilen

Als nächstes variieren Sie den ebenfalls in den Voreinstellungen zu findenden "Arbeitsspeicher und Bildcache". Unter "Speicherbelegung" können Sie Photoshop mitteilen, wie viel Prozent des tatsächlich in Ihrem Rechner verbauten Arbeitsspeichers (RAM) das Programm benutzen darf. Photoshop sollte dabei immer mindestens 75 % zugestanden werden, ansonsten kann es zu starken Verzögerungen in der Bildberechnung kommen. Standardmäßig ist hier aber nur 55 % definiert. Übertreiben Sie allerdings nicht, denn auch bei Photoshop gilt, das viel nicht immer viel hilft. Deshalb ist eine Zuteilung von 100 % nicht anzuraten. Es bewirkt nur, dass andere Programme, wie die Adobe Bridge oder der Distiller nicht mehr zum arbeiten kommen, weil ihnen die notwendigen Ressourcen dazu fehlen. In Einzelfällen kann eine zu hohe Speicherzuteilung aber auch Photoshop selbst behindern.

Bildcache einstellen

Neben der Speicherbelegung können auch die "Cache-Einstellungen" in den Voreinstellungen unter "Arbeitsspeicher und Bildcache" eine Verlangsamung von Photoshop verursachen. Hier wird der Bildcache, eine Art Zwischenspeicher zum Aufbau von Bildern mit vielen Ebenen am Monitor, definiert. Je höher hier die Cache-Stufen-Zahl eingesetzt wird (die höchstmögliche Zahl ist 8), desto mehr Arbeitsspeicher benötigt Photoshop. Hoch aufgerüstete Rechner mit viel Speicher aber zeigen hierdurch eine deutliche Leistungssteigerung von Photoshop. Nutzen Sie deshalb den Wert "4", wenn sie einen eher langsamen Rechner benutzen. Ist Ihr Computer jedoch bestens bestückt, oder arbeiten Sie mit sehr großen Dateien, sollten Sie einen höheren Wert eingeben.

Voreinstellungen zurücksetzen und Datenmüll löschen

Bei weiterhin anhaltenden Problemen kann es helfen, die vielleicht intern fehlerhaften Voreinstellungen wieder auf den Ursprungszustand zu setzen. Unter Windows gelingt Ihnen das, indem Sie während Photoshop startet die Tasten Strg + Alt + Shift gedrückt halten. Unter Mac OS X werden die Voreinstellungen zurückgesetzt, indem Sie beim Start von Photoshop Apfel + Alt + Shift drücken. Beim nächsten Start erzeugt Photoshop nun eine neue Voreinstellungsdatei und die Fehler sollten behoben sein. Daneben kann unter Windows auch "Datenmüll" dafür sorgen, dass Photoshop unnötig viel Rechenzeit beansprucht. Überprüfen Sie hierzu den Ordner "C:\Dokumente und Einstellungen\Lokale Einstellungen\Temp", dessen Inhalte ab und zu gelöscht werden sollten. Vergessen Sie anschließend nicht, auch den Papierkorb zu leeren.

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