Photokina-Nachbetrachtung: Zubehör und mehr

04.10.2012
Von Lego bis analogo - vom Spaß an der Fotografie

In Teil zwei unserer Nachbetrachtung zu den tollen Tagen von Köln, richten wir unser Blendenmerk auf die Dinge neben den Pixeln, die wir schon längst nicht mehr zählen können. Während sich Zeiss bemüht, 36 Megapixel wieder auf die Straße bzw. das Papier zu kriegen, fragen wir uns eher, was der Fotograf auf der Straße trägt.

iPhone

 Quelle: S+M


Meistens nicht einmal mehr eine Kamera. In den USA stammt die Mehrzahl der geprinteten Bilder längst aus dem Smartphone. Während die Kameraboliden auf bessere Objektive setzen, erkennen die Zubehörhersteller, dass man von der normativen Kraft des Faktischen auch ganz gut leben kann. Taschen für das iPhone, Stative für das iPhone, Kameragurte für das iPhone, LED-Leuchten für das iPhone - nur schade, dass Apple die Messepräsentationen mit dem iPhone 5 wieder zu Schnee von gestern gemacht hat.

Männlein und Weiblein

Seit der Geschichte mit dem Apfel schien die Sache klar zu sein. Wenn es zurück ins Paradies geht, muss Eva sich wieder ausziehen und Adam fotografiert das ganze im Rahmen eines Aktworkshops. Nur langsam ändern sich die Verhältnisse. Mit reichlich Verspätung hat die Industrie erkannt, dass auch Frauen fotografieren. Früher waren Fototaschen nur schwarz und hässlich, im ersten Schritt wurden sie bunt und hässlich, aber jetzt gibt es Hoffnung, dass Bildgestaltung und Taschengestaltung sogar zueinander finden könnten.

Analogien

 Quelle: PhotoKlassik


Die Analogfotografie ist nicht wirklich ein Trend, aber sie ist nicht tot zu kriegen, während der 3D-Trend der letzten Messe schon wieder dreidimensionaler Schnee von gestern ist. In der Halle 6 lebten die digitalen und analogen FineArt-Printer friedlich nebeneinander. Schließlich bemühen sich beide um das echte Bild zum Anfassen. Für jeden alten Vergrößerer gibt es jemand, der ihn wieder aufpeppt und die Angst, morgen ohne Material dazustehen, zerstreut sich auch langsam, wenn man die diversen Anbieter sieht. Ist ja auch nicht ganz billig, so ein Stand. Mit

PhotoKlassik wurde sogar eine neue Zeitschrift für das Segment gelauncht.

Lego statt Logo

 Quelle: Jens Werlein


Okay, die neuen Sendemodule zur Direktübertragung haben wir ignoriert und schlicht nicht verstanden, warum keine der Android-Kameras auch telefonieren kann. Unser heimlicher Star der Photokina war sowieso

Jens Werlein, der mit einer Großformatkamera aus Lego (!) auf einem neuen wiederbelebten und doch so noch nie dagewesenen Polaroid 8x10"-Film von Impossible wunderbare Portraitunikate schuf. Wer die Reflexionen im Kamerainneren ändern will, der muss einfach eine andere Legoreihe bauen. Und ganz nebenbei war noch keine Kamera recycelbarer.

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