PDF lernt 3. Dimension

15.02.2006
Adobe stellt Acrobat 3D für den Austausch dreidimensionaler Daten zwischen Architekten, Konstrukteuren und Ingenieuren vor ...

Der Slogan des Unternehmens trifft derzeit mehr denn je den Nagel auf den Kopf: "Adobe revolutioniert unseren Umgang mit Ideen und Informationen - zu jeder Zeit, an jedem Ort und durch unterschiedliche Medien." Konnte nämlich Adobes Acrobat bislang die Bedürfnisse der Druckvorstufe hervorragend befriedigen, kommen jetzt auch Architekten, Konstrukteure und Ingenieure in den Genuss des Austauschformats. Denn Adobes Acrobat lernte mit der neuen 3D-Version, dreidimensionale Daten schnell, sicher und effizient mit Adobe PDF-Dokumenten zu verteilen, zu nutzen und mit dem kostenlosen Adobe Reader abzustimmen.

Neue Zielgruppe mit Acrobat 3D

Adobe stellte Ende Januar eine weitere Verbesserung seines Adobe Acrobat vor. Nachdem Acrobat sich bereits in der Druckvorstufe als Programm zum Erstellen von PDF-Dateien für den plattformunabhängigen Datenaustausch etablierte, will Adobe sich mit Acrobat 3D jetzt auch die Zunft der Konstrukteure sichern. Denn die neue Software ermöglicht es technischen Projektteams, 3D-Daten schnell, sicher und effizient mit Adobe PDFDokumenten zu verteilen, zu nutzen und mit dem kostenlosen Adobe Reader abzustimmen. Konstrukteure, Mitarbeiter in der technischen Dokumentation, professionelle Anwender aus dem Maschinenbau, der Automobil- und Luftfahrt-Industrie sowie Architekten und Bauingenieure können mit der neuen Software 3D-Modelle aus allen gängigen CAD-Formaten konvertieren und sie in plattformübergreifend nutzbare PDF-Dateien integrieren.

Austausch auch ohne Acrobat 3D

Mit dem neuen Acrobat 3D erzeugte PDF-Dateien lassen sich mit dem kostenlos erhältlichen Adobe Reader ab Version 7.0.7 öffnen, so dass die mit Acrobat 3D abgespeicherten 3D-Konstruktionen auch nicht-technischen Anwendern zur Verfügung gestellt werden können, ohne dass die Empfänger das eigentliche Erstellungsprogramm installiert haben müssen. Adobe glaubt dadurch eine bessere Zusammenarbeit mit externen Projektbeteiligten zu schaffen, sowie ein höheres Maß an Präzision, niedrigere Konstruktions- und Fertigungskosten und kürzere Entwicklungszeiten. Denn Kostensteigerungen sieht Adobe vor allem in langsamen und fehleranfälligen Kommunikationsmethoden, wie Screenshots und papierbasierten Prozessen, bedingt.

Auch für Kreativbranche?

Was allerdings für Ingenieure durchaus zutreffen mag, kann sich für Kreativprofis eventuell störend auswirken. Denn die Integration von 3D-Modellen kann im Druck kaum gefragt sein. Adobe aber sieht das anders, denn das Unternehmen sieht in Acrobat 3D auch eine Chance für Anwender, die technische Publikationen erstellen. Diese "erhöhen mit Acrobat 3D ihre Produktivität, indem sie 3D-Modelle in Microsoft Word, Excel und PowerPoint Dateien einfügen und diese als sichere und intelligente Adobe PDFDokumente verteilen." so das Unternehmen und meint weiter "Service-, Betriebs- und Trainings-Unterlagen sowie Broschüren und Kataloge, die digital zur Verfügung gestellt werden, können so noch anschaulicher gestaltet werden." Nur im Druck könnte es dann zu Schwierigkeiten drucken, denn was dreidimensional einen Katalog vielleicht schöner aussehen lassen mag, wird im zweidimensionalen Farbauftrag auf das Papier weniger effektiv wirken. Dennoch - Acrobat 3D kann sich für den virtuellen Austausch von 3D-Objekten auf unterschiedlichen Plattformen durchaus als Wettbewerbsvorteil herausstellen.

Bearbeitung im PDF

Neben dem reinen Austausch von dreidimensionalen Objekten in PDF-Dateien ermöglicht Acrobat 3D aber auch die interaktive Gestaltung der Objekte innerhalb der Dateien. Mit einem speziellen Werkzeug-Set lässt sich die Beleuchtung anpassen, Struktur und Material eines Objekts hinzufügen sowie Animationen wie Montage- und Demontage-Anleitungen erstellen. Navigationswerkzeuge erleichtern zudem den Umgang mit komplexen Zusammenbau-Konstruktionen. So kann ein Teilebaum dargestellt werden, Bauteile und Baugruppen ein- und ausgeblendet werden, Schnitte dargestellt und Bauteile transparent geschaltet werden. Wurde ein PDF-Dokument mit Acrobat 3D für diese Funktion frei geschaltet, können Anwender des Adobe Reader die Struktur des Objekts sehen sowie Kommentar-, Mess- und Schnittwerkzeuge auf 3D-Objekte im PDF anwenden. Auf diese Weise lassen sich Lieferanten, Partner und Kunden in die Abstimmung einbeziehen und benötigen hierzu nur den Adobe Reader.

Preise und Verfügbarkeit

Acrobat 3D ergänzt die Acrobat Produktfamilie, die aus Acrobat 7.0 Professional, Acrobat 7.0 Standard sowie Acrobat 7.0 Elements besteht. Es ist ab sofort auch in deutscher Sprache zum Preis von rund 1.360,- EUR erhältlich. Eine kostenlose 30-Tage Testversion steht ebenfalls zur Verfügung. Registrierte Anwender von Acrobat 7.0 Professional erhalten das Upgrade für ca. 740,- EUR. Die Software läuft auf für Windows 2000 (mit Service Pack 2), Windows XP Professional, Home und Tablet PC Editions. Das Acrobat 3D Capture Utility ist auch auf IBM AIX 5.2, HP UX 11.0, SGI IRIX 6.5 und Sun Solaris 2.8 lauffähig. Eine Version für Mac OS X steht allerdings nicht bereit. Acrobat 3D ist im Fachhandel im Adobe Store erhältlich.

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