Papiersorten

26.04.2018
Papier besteht aus Zellulose. Trotz dieser Gemeinsamkeit gibt es zahlreiche Varianten, die sich hinsichtlich Einsatz und Qualität unterscheiden. Dementsprechend spezifisch sind ihre Namen – bei LASERLINE geht es zum Beispiel um Offsetpapier und Designpapier oder um Chromokarton.

**Wer einen Drucker zu Hause nutzt, kennt weißes 80-Gramm-Papier – ein Standardpapier, das im 500er-A4-Pack um die 2,50 Euro kostet. Die Qualität genügt, um Briefe an Krankenkasse, Vermieter oder Finanzamt zu drucken. **

Wer etwas Individuelles möchte – in Sachen Druckqualität, Farbe, Haptik – braucht Alternativen. Und die gibt es abhängig vom Einsatzzweck auch bei unserer Onlinedruckerei en masse.

Die Bestandteile des Papiers

Die Zellulose ist die qualitativ hochwertige Fasersubstanz eines jeden Papiers. Sie ist die häufigste organische Verbindung, aus der fast alle Zellwände von Pflanzen und Hölzern bestehen – man spricht auch von Zellstoff und Holzstoff. Aus diesen Rohstoffen werden in der Regel die notwendigen Zellulosefasern gewonnen. Neben Holz an sich oder Einjahrespflanzen wie Stroh sind es Hadern (Textillumpen), Kunststoff-Fasern oder Altpapier, aus denen sich die Basis für Papier gewinnen lässt. Was die Bestandteile angeht, unterscheidet der Fachmann hadernhaltige, holzfreie und holzhaltige Papiere. Da sich jedes mit jedem beliebig mischen lässt, ist die Anzahl der Papiervarianten entsprechend groß.

Hadern-Papiere
Papiere, die zu 100 Prozent aus Leinen- oder Baumwoll-Lumpen bestehen, sind die teuersten Feinpapiere und dementsprechend selten. Gebräuchlicher sind hadernhaltige Papiere, zum Beispiel für Wertdruckpapiere sowie hochwertige Bankpostpapiere.

Holzfreie Papiere
Holzfreie Papiere bestehen aus Zellstoff. Feine Bücher- und Zeichenpapiere sind manchmal auch mit einem Hadernzusatz veredelt. Holzfreie Papiere haben gegenüber den holzhaltigen entscheidende Vorteile: Die Fasern sind länger und elastischer, das Papier ist dadurch fester und eignet sich besser zum Veredeln. Außerdem vergilbt es wesentlich langsamer. Die Papierindustrie hat Hilfsstoffe entwickelt, die Papiere alterungsbeständiger machen.

Holzhaltige Papiere
Diese Papiere enthalten vorwiegend Holzschliff, meist mit einem mehr oder weniger großen Zellstoffanteil. Bei entsprechend geringen Holzschliffanteilen spricht man von „leicht holzhaltigen“ beziehungsweise „fast holzfreien“ Papieren.

Die Papieroberfläche

Papiersorten gibt es zum Beispiel holzhaltig, holzfrei und als feines Hadernpapier. Quelle: Christa Dodoo / Unsplash

„Gestrichen“ oder „Ungestrichen“ sind Merkmale, die die Oberfläche von Papier betreffen. Die Oberfläche von gestrichenem Papier ist oft mit einem matten oder glänzenden Kreidestrich veredelt. Papiere können den Strich ein- oder beidseitig aufweisen. Kunst- und Bilderdruckpapiere sind Klassiker dieser Gattung. Der Strich gibt dem Papier eine geschlossenere, glattere und stabilere Oberfläche, was eine hohe Detailwiedergabe und Druckqualität ermöglicht. Neben Kreide werden Streichmassen wie China-Clay, Kasein oder Kunststoffdispersionen verwendet.

Im Gegensatz dazu hat Naturpapier keinen Strichauftrag. Das auch als ungestrichen bezeichnete Papier wird für Produkte wie zum Beispiel Briefbögen benötigt, die nach dem Druck einfach beschreibbar sein sollen.

Das Papiervolumen

Papiere lassen sich auch nach ihrem Volumen unterscheiden. Dabei wird das Papiergewicht im Verhältnis zu seiner Bogenhöhe bewertet, wenn 1.000 Blatt Papier aufeinander liegen. Das Volumen wird durch besondere Mahltechniken des Rohstoffes und auftragende Entwässerung in der Papiermaschine erreicht*. Beispiele:

Papiergewicht: 80 g/qm | 1000 Bogen-Höhe:  8 cm | Volumen: 1-fach  
Papiergewicht: 80 g/qm | 1000 Bogen-Höhe: 12 cm | Volumen: 1,5-fach  
Papiergewicht: 80 g/qm | 1000 Bogen-Höhe: 16 cm | Volumen: 2-fach  

 

LASERLINE bietet beispielsweise mit dem Design Offset White ein hochwertiges Papier mit einem hohen Volumen an. Es ist geglättet, holzfrei sowie ungestrichen und eignet sich besonders für Briefbögen und Schreibblocks. Das Volumen ermöglicht aber auch den Einsatz für Broschüren oder Flyer, bei denen Papier mit einem geringen Gewicht gefragt ist.

Wichtige Papiersorten

Welche Papiersorten wichtig sind, haben wir Ihnen an dieser Stelle aufgelistet. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer informativen Papierübersichtsseite.

Bilderdruckpapier

Beim Kalandrieren in der Papierherstellung läuft das Papier durch mehrere Walzenpaare. Quelle: Wikicommons

Bilderdruckpapiere bestehen aus Zellstoff, gegebenenfalls mit geringem Holzanteil. Sie sind beidseitig (matt oder glänzend) gestrichen.

Glänzend gestrichene Bilderdruckpapiere entstehen durch eine nachträgliche Satinage. Unter Satinieren versteht man die Nachbehandlung des Papiers nach der Herstellung in einem Kalander – auch Kalandrieren genannt. Dabei läuft das Papier durch mehrere Walzenpaare. Die Walzen bestehen aus unterschiedlichen Materialien und sind deswegen unterschiedliche hart. Man spricht in dem Zusammenhang auch von einem „Bügeleffekt“, der der Papieroberfläche Glätte und Glanz verleiht. Glänzende Bilderdruckpapiere sind Papiere für brillante Farbergebnisse und gestochen scharfe Kontraste. Durch das starke Kalandrieren der Papiere leidet allerdings die Stabilität. Deshalb wird empfohlen, höhere Grammaturen wie 135 g/qm, 170 g/qm oder 300 g/qm zu nutzen. Der Charakter der matt gestrichenen Bilderdruckpapiere garantiert eine reflexionsfreie Bildwiedergabe bei kontrastreicher Farbwiedergabe; die Lesbarkeit ist hervorragend. Matte Bilderdruckpapiere wirken dezenter, jedoch genauso edel.

Offsetpapier und Offsetkarton
Ungestrichene Offsetpapiere gehören zu den bereits erwähnten Naturpapieren, die sich gut beschreiben lassen. Klassische Einsätze sind Objekte wie Briefbögen oder Schreibblöcke. Dieses Papiere sind bei gleicher Grammatur viel stabiler als Bilderdruckpapiere und eignen sich folglich besonders für Produkte, bei denen Langlebigkeit gefragt ist.

Recyclingpapier und Recyclingkarton
Die bei LASERLINE verwendeten Recylingpapiere bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier. Das Recyclingpapier hat zwar eine natürlich beige Farbe, der Weißwert ist aber dennoch – anders als so manches Vorurteil besagt – relativ hoch.

Chromokarton
Ein- oder beidseitig gestrichen, zeichnen sich Chromokartons durch ihr hohes Papiervolumen aus. Sie eignen sich besonders für Postkarten und stabile Präsentationsmappen. Bei Postkarten, die rückseitig beschrieben werden sollen, sollte es ein einseitig gestrichener Chromokarton sein. Um Vorderseiten von Postkarten, Flyern oder Präsentationsmappen zu veredeln und eine besondere Optik zu erreichen, gibt es Glanzlacke und Hochglanzfolien.

 

*Angaben zum Papiervolumen mit freundlicher Genehmigung der igepa

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