Panoramafotografie Teil III - Software

07.03.2013
Wie man viele, viele Einzelbilder zusammenrechnet.

Der Vorteil an der Panoramafotografie ist, dass man zu Hause noch ganz elementar in die Gestaltung eingreifen kann. Der Nachteil ist aber, dass man ohne Laptop vor Ort nur eine sehr ungefähre Ahnung darüber erlangt, wie das fertige Bild aussehen wird. Wir erklären, mit welchen Werkzeugen man später am häuslichen Bildschirm kein schiefes Wunder erlebt.

Photoshop

 Quelle: Kesberger


Die erste Berührung mit Panorama-Software haben die meisten Fotografen mittlerweile mit Photoshop. Seit CS3 ist die implementierte Panorama-Funktion auch zu gebrauchen. Man ruft Automatisieren/Photomerge auf und sucht anschließend die Bilder aus, die digital zusammengesetzt werden sollen. Dabei kann man die Entscheidung, welche Projektion genutzt werden soll, auch Photoshop überlassen oder selbst klicken. Viel mehr lässt sich dann allerdings nicht einstellen. Bei Daten vom Aussichtsturm ohne Tiefenstaffelung funktioniert das ganz gut, aber ansonsten wird die Panoramafotografie eher zum Glückspiel mit begrenzten Eingriffsmöglichkeiten. Wer die Unebenheiten allerdings lieber wegstempelt oder retuschiert, der ist allerdings gleich an der richtigen Stelle.

Panorama Studio

 Quelle: Kesberger


Seit einigen Jahren hat man bei Panorama Studio wesentlich mehr Eingriffsmöglichkeiten. Mit 69 Euro für die Pro-Version, die auch mehrzeilige Panoramen erlaubt, halten sich die Kosten auch noch in einem sehr vertretbaren Rahmen. Dafür lassen sich auch schon einzelne Punkte vom einen Bild im nächsten Bild manuell zuordnen, was dann erst bei extremen Weitwinkelobjektiven auf Grund der Verzerrung etwas unangenehm wird. Aber auch schon in der Automatikeinstellung ist die Trefferquote deutlich höher als bei Photoshop. Dankenswerterweise ist Panorama Studio mittlerweile auch Mac-tauglich.

PTGui

 Quelle: Kesberger


Mehr als doppelt so teuer ist die Pro-Version von PTGui. Genau wie die Aussprache ist auch die Bedienung nicht ganz so einfach wie bei den genannten Tools. Dafür kriegt der Anwender bei diesem bei Profis sehr beliebten Werkzeug zahlreiche manuelle Eingriffsmöglichkeit und Projektionen geboten. Die Software ist 16bit-tauglich und arbeitet auch mit RAW-Dateien, selbst im HDR-Modus. Wenn man sich jetzt allerdings ein dreizeiliges 360°-Panorama mit einer Belichtungsreihe erstellt, dann geht man lieber schlafen oder auswärts essen, nachdem man auf den Startknopf gedrückt hat. Dem Schreiber dieser Zeilen hat eine Zugfahrt von Berlin nach Hamburg nicht gereicht, um ein entsprechendes Panorama auszurechnen.

Hugin

 Quelle: Hugin


Deutlich rudimentärer kommt Hugin daher, doch das sei gegönnt, den einer Freeware schaut man nicht so auf die Grafik. Dafür sind hier bereits viele professionelle Elemente eingebaut. Wer also etwas mehr Zeit mitbringt und sich noch nicht sicher ist, ob er hier auf dem richtigen Steckenpferd sitzt, kann so günstig starten mit professionellen Ergebnissen. Die erlernten Routinen sind später dann durchaus auf PTGui und Co. übertragbar.

Der erste Teil unserer Serie ist am 03.01.2013 erschienen:
Panoramafotografie Teil I - Das Prinzip

Teil 2 zur Hardware erschien am 07.02.2013:
Panoramafotografie Teil II - Die Hardware

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