Paletten in Photoshop CS2

22.03.2007
Die vordefinierte Benutzeroberfläche von Photoshop CS2 reicht vielen Anwendern für den täglichen Einsatz - ein "Tuning" kann die Leistung erheblich steigern ...

Die Werkzeug- und die Fensterpaletten helfen unter Photoshop CS2, Dateien schnell und gezielt zu bearbeiten. Doch gerade bei kleinen Bildschirmen ist es wichtig, die Paletten schnell variieren oder ein- und ausblenden zu können. Auch andere Informationen, wie die Statusleiste des Dateifensters, Kontextmenüs oder Neudefinitionen von Paletten helfen, schneller mit Photoshop zu arbeiten. Erfahren Sie, welche Tastenkürzel hierbei helfen und wie Sie schnellstens Arbeitsflächen vergrößern, vergleichen und nach vorne stellen können.

Fenster und Paletten mit einem Tastendruck variieren

Viele Nutzer bedienen Photoshop mit Hilfe der Maus und kennen nur wenige Tastenkombinationen. Diverse Funktionen lassen sich jedoch mit nur einem Tastendruck erledigen, beispielsweise das Ein- und Ausblenden der Werkzeugleiste und der Palette. Ein Drücken der Tabulatortaste (Zeichen: "->|") bewirkt, dass die Palette und alle Leisten umgehend ausgeblendet werden. Ein weiteres Drücken blendet alles wieder ein. Ebenso kann das Programmfenster selbst variiert werden: Wird die "F"-Taste einmal gedrückt, wechselt das dargestellte Bild in die Vollschirmdarstellung. Ein zweites Betätigen der "F"-Taste bewirkt, dass die Umrandung des Bildes schwarz wird und sich Photoshop komplett vor alle anderen Programme und Bedienelemente des Monitors drängt. Sogar die Menüleiste ist dann nicht mehr zu sehen. Das Programm lässt sich dann über Tastenkombinationen bedienen. Wer das nicht möchte, kehr einfach über die "F"-Taste zum normalen Modus zurück. Windows-Nutzer erhalten allerdings in diesem Modus alle Menüs über einen Menüknopf oben an der Werkzeugpalette. Befindet sich das zunächst mittig dargestellte Bild in der Vollschirmdarstellung an einem unpassenden Platz, kann es mit dem Handwerkzeug links unten auf der Werkzeugpalette, das einer kleinen Hand ähnelt, an eine beliebige Position verschoben werden.

Informationen der Statusleiste ändern

In der unteren Leiste des Bildrahmens (Dateifenster) zeigt Photoshop die sogenannte Statusleiste an. Hier wird die aktuelle Zoomstufe angezeigt, die durch Anklicken numerisch verändert werden kann. Bei ausreichender Fenstergröße wird zudem die Dateigröße dargestellt. Ein Mausklick darauf blendet ein Seitenschema ein, mit dem man erkennt, wie viel Platz das Bild auf einer DIN A4-Seite einnehmen würde. Durch gleichzeitige Nutzung der ALT-Taste erhält man stattdessen technische Daten zur Bildgröße, wie Breite, Höhe und Auflösung. Klickt man auf das kleine Dreieck rechts daneben, lassen sich die eingeblendeten Werte ändern: Dokumentprofil gibt das aktuell verwendete Farbprofil an, mit Dokumentmaße erkennt man die Pixelgröße und unter 32-Bit-Belichtung erhält man bei 32-Bit-HDR-Bildern einen Belichtungsregler.

Kontextmenüs und das Geheimnis des kleinen Dreiecks

Nicht nur in der Statusleiste findet sich das kleine Dreieck. Es ist in fast allen Paletten untergebracht und zeigt nützliche Kontextmenüs an. Daneben befinden sich auch an anderen Stellen mit der rechten Maustaste erreichbare Kontextmenüs, die zusätzliche Befehle oder Werkzeugoptionen bereit halten. Klickt man außerdem unter Windows mit der rechten Maustaste den Titelnamen eines Dateifensters an, zeigt sich der Speicherort der Datei. Unter Mac OS X erhält man diese Information durch einen Klick mit der linken Maustaste und gleichzeitig gedrückter Apfel-Taste.

Schnelle Paletten-Nutzung

In den Paletten, die über das Menü "Fenster" einzeln zu öffnen sind, lassen sich viele Dinge einstellen, bearbeiten oder ablesen. Dazu gehören Pfade, Ebenen, Kanäle oder Farbwerte. Ebenfalls öffnen lassen sich die Paletten zu den einzelnen Werkzeugen, indem man das Werkzeug in der Werkzeugleiste auswählt und nun in der oberen Menüleiste meist ganz rechts die wie ein Klemmbrett aussehende Paletten-Schaltfläche betätigt. Die Schriftgröße der Palettenbezeichnungen lässt sich in den Voreinstellungen ändern (Strg- bzw. Apfel-K). Unter "Allgemein" kann man bei "UI-Schriftgrad" den gewünschten Grad zwischen Klein, Mittel und Groß ändern.

Um die Paletten ein- und auszublenden lassen sich auch Kurzbefehle nutzen: F5 öffnet die Pinselpalette, F6 den Farbregler, F7 die Ebenen, F8 die Informationen, F9 die Aktionen, F10 die Optimierungspalette, F11 die Animationspalette. Will man alle Paletten gleichzeitig ausblenden, hilft die Tabulatortaste - allerdings nur bei bestimmten Werkzeugen. Gibt man Werte oder Text ein, besitzt die Tabulatortaste andere Funktionen. Bei ausgewähltem Verschiebe-Werkzeug beispielsweise verbannt das einmalige Nutzen der Tabulatortaste sämtliche Paletten und Leisten, während ein zweites Drücken sie wieder anzeigt. Sollen nur die Paletten verschwinden, nutzt man Shift + Tab.

Paletten selbst zusammenstellen

Die vorgefertigten Paletten entsprechen nicht immer dem, was man gerade braucht. Deshalb lassen sich in Photoshop die Reiter der einzelnen Paletten auch beliebig miteinander gruppieren. Hierzu sind die Reiter auszuwählen und in eine andere Gruppe zu ziehen. Lässt man sie auf der Arbeitsfläche los, wird ein einzelnes Fenster daraus. In den Leerraum neben den abgelegten Reitern rechts oben in Photoshop können auch weitere Reiter durch Drag & Drop gezogen und abgelegt werden - das allerdings immer nur einzeln. Vor allem nicht benötigte Paletten sollten hier abgelegt werden. Alternativ kann man hierzu auch das kleine Dreieck rechts oben in der Palette nutzen und den Befehl "An Palettenraum andocken" auswählen. Sind alle Paletten den individuellen Bedürfnissen angepasst, lässt sich der neu angelegte Arbeitsbereich speichern, indem im Menü "Fenster" unter "Arbeitsbereich" der Punkt "Arbeitsbereich speichern" ausgewählt wird. Hier sollte man unbedingt einen eindeutigen Namen vergeben, unter dem die Anordnung fortan im Menü "Fenster" zu finden ist. Sind einem die alten Palettenanordnungen lieber, lassen sich diese unter "Fenster" im Menü "Arbeitsbereich" mit dem Punkt "Palettenpositionen zurücksetzen" wiederherstellen. Oder man nutzt hier den Punkt "Standard-Arbeitsbereich" für die ursprüngliche Zusammenstellung der Paletten.

Palettengrößen

Will man die Paletten nicht immer ein- und ausblenden, um etwas auf dem Schreibtisch zu sehen, lassen sie sich auch verkleinern. Rechts oben in der Palettenleiste findet sich hierzu neben dem Schließen-Symbol (Kreuz im Kreis) auch ein Symbol zum Verkleinern. Unter Windows ist dies ein Balken, unter Mac OS X ein Pluszeichen im grünen Kreis. Auch ein Doppelklick auf die obere Palettenleiste lässt diese verschwinden. Sollen nun noch die Palettenleisten an den äußersten rechten Bildschirmrand positioniert werden, muss beim Verschieben mit der Maus die Shift-Taste gehalten werden.

Werkzeugpalette

Auch die am linken Bildschirmrand angezeigte Werkzeugpalette kann verkleinert werden, indem man auf den oberen Rand einen Doppelklick ausführt. Will man nun die Verschiebehand nutzen, reicht das Halten der Leertaste und Photoshop springt in diesen Modus um. Mit Strg + Leertaste gelangt man zur Vergrößerung, nutzt man Alt + Leertaste ist die Verkleinerungslupe aktiviert. Will man sein Werk Arbeitsflächen füllend dargestellt bekommen, hilft Strg + 0 und vergrößern bzw. verkleinern lässt sich die Darstellung schrittweise durch Strg und + sowie Strg und -.

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