Optimale InDesign-Einstellungen

11.01.2007
Tuning fürs Layout für höchste Effizienz und Rettung in der Not - mit den richtigen Voreinstellungen in InDesign CS2 sind Sie auf der sicheren und schnelleren Seite ...

Wer von Anfang an optimal mit dem Layoutprogramm InDesign CS2 arbeiten möchte, sollte sich die Mühe machen und die Voreinstellungen den eigenen Bedürfnissen anpassen. Ob es die Typografie, das Seitenlayout oder die Sicherheitskopie für alle Fälle sind - in den Voreinstellungen legen Sie all das fest, was Ihnen später einmal viel Zeit sparen und Kopf und Kragen retten kann.

Arbeitserleichternde Voreinstellungen

Als Neueinsteiger hat man es in InDesign CS2 leicht: Starten und loslegen ist die Devise. Doch das Programm ist umfangreich und so tastet sich der Neuling erst langsam in dessen Tiefen vor. Eines aber kann er sofort erledigen: Die Voreinstellungen auf seine individuellen Bedürfnisse abstimmen. Hierin lässt sich nämlich unter anderen festlegen, wie InDesign neue Dokumente anlegen und Seitenzahlen definieren, wie es die Rechtschreibung korrigieren und Hilfslinien anzeigen soll und natürlich, wohin es Sicherungskopien des aktuellen Dokuments ablegen kann. Wer InDesign dagegen schon länger benutzt, hat meist das eine oder andere bereits eingestellt. Dennoch lässt sich auch hier vielleicht noch etwas verbessern.

Bei Null beginnen: Voreinstellungen zurücksetzen

Sind Sie so gar nicht zufrieden mit Ihren Einstellungen können Sie auch wie ein Neueinsteiger bei Null beginnen und die Voreinstellungen zurücksetzen. Dies gelingt Ihnen, indem Sie beim Start von InDesign die Tastenkombinationen Ctrl-Alt-Shift unter Windows gedrückt halten oder am Mac Apfel-Alt-Ctrl-Shift. Starten Sie hier allerdings InDesign aus dem Dock heraus, müssen Sie das Icon erst anklicken und kurz danach die Tastenkombination drücken, ansonsten landen Sie im Programmeordner der Anwendung. Nun fragt InDesign Sie, ob es die Voreinstellungen zurücksetzen soll und startet nach Bestätigung dieser Frage wieder relativ jungfräulich.

Voreinstellung "Eingabe"

Deaktivieren Sie nun eventuell - so gewünscht - das sich öffnende Willkommensfenster um zu erreichen, dass dieses nicht bei jedem Start des Programms erscheint. Öffnen Sie zudem KEIN neues Dokument, da sich die Voreinstellungen nur dann auf das gesamte Programm anwenden lassen, wenn kein Dokument offen ist. Ansonsten wirken sich die Einstellungen nur auf dieses Dokument aus. Gehen Sie nun in das Menü "Bearbeiten" (Windows) bzw. "InDesign" (Mac) und öffnen Sie dort im Bereich "Voreinstellungen" den Punkt "Eingabe". Hier lässt sich festlegen, wie sich InDesign bei einer Zeicheneingabe verhalten soll. Normalerweise ist dabei der Punkt "Zeilenabstand auf ganze Absätze anwenden" deaktiviert. Wollen Sie allerdings unnötige Absatzmarkierungen vermeiden, aktivieren Sie diesen Punkt. Nun wird der eingestellte Zeilenabstand immer automatisch auf den gesamten Absatz angewendet. Im Bereich "Textbearbeitung durch Ziehen und Ablegen" können Sie außerdem "In Layoutansicht aktivieren", wenn Sie einen Texabschnitt einfach markieren wollen, um ihn dann per Maus an eine andere Stelle zu ziehen. Ist dieser Punkt deaktiviert, können Sie den Text nur markieren, nicht aber mit der Maus verschieben. Zudem können Sie im Bereich "Beim Einfügen von Texten und Tabellen aus anderen Anwendungen" bestimmen, ob "Alle Informationen" daraus kopiert werden sollen oder "Nur Text". Ersteres ist vor allem praktisch, wenn man des öfteren kompliziert formatierte Tabellen von einem Kunden übernehmen muss.

Voreinstellung "Einheiten & Einteilungen" und "Raster"

Wechseln Sie nun in den Voreinstellungsbereich "Einheiten & Einteilungen" haben Sie die Möglichkeit, nicht nur die "Linealeinheiten" Ihren Bedürfnissen anzugleichen (mm, cm, etc.) sondern auch die "Tastaturschritte" zu definieren. Setzen Sie die Schrittweite der Pfeiltasten auf 1 mm, haben Sie die Möglichkeit, Objekte mit den Pfeiltasten immer um einen Millimeter zu verschieben. Halten Sie zusätzlich die Shift-Taste gedrückt, erweitert sich der Schritt auf einen Zentimeter. Und drücken Sie Apfel-Shift (Mac) bzw. Ctrl-Shift (Windows), verringert sich der Tastenschritt auf einen Zehntelmillimeter. Ebenso vereinfacht wird das Platzieren von Objekten, wenn Sie im Voreinstellungsbereich "Raster" im Bereich "Dokumentraster" die Rasterlinien und Unterbereiche jeweils auf 10 stellen. Somit erhalten Sie bei Aktivierung des Rasters in InDesign eine Millimeterfolie, an der Sie Objekte hervorragend ausrichten können.

Voreinstellung "Anzeigeoptionen"

Nun müssen nur noch die zu platzierenden Objekte entsprechend angezeigt werden. Wechseln Sie hierzu in den Voreinstellungsbereich "Anzeigeoptionen". Standardmäßig steht hier die Ansicht auf "Typisch". Wollen Sie jedoch einzelne Grafikarten besonders gut dargestellt bekommen - sofern dies die Rechenleistung Ihres Computers zulässt -, passen Sie im Bereich "Anzeigeeinstellungen anpassen" einfach den entsprechenden Punkt mit dem Schieberegler auf "Höhere Qualität" an. Besonders interessant ist dies bei Vektorgrafiken, da man diese mitunter schon im Satz genau sehen muss.

Voreinstellung "Wörterbuch", "Rechtschreibung" und "Autokorrektur"

Beim Satz von Texten sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, insbesondere wenn es um die Rechtschreibung geht. Die in InDesign integrierte Rechtschreibkorrektur kann deshalb gute Dienste im Aufspüren von Fehlern leisten - vorausgesetzt sie ist aktiviert. Gehen Sie hierzu zunächst in den Bereich "Wörterbuch" und wählen Sie aus, nach welcher Rechtschreibung InDesign Korrekturen vornehmen soll. Besteht Ihr Auftraggeber auf der alten deutschen Rechtschreibung, aktivieren Sie im Bereich "Sprache" den Punkt "Deutsch:Alte Rechtschr.". Standardmäßig ist hier nämlich die neue deutsche Rechtschreibung aktiv. Auch die Art der Anführungszeichen (deutsch, französisch, amerikanisch, etc.) kann hier festgelegt werden. Wechseln Sie nun in den Abschnitt "Rechtschreibung", können Sie hier definieren, welche Fehler angezeigt werden sollen und ob Sie dabei eine "Dynamische Rechtschreibprüfung aktivieren" benutzen wollen. Letzteres eignet sich besonders, wenn Sie gleich sehen wollen, wo ein Fehler begangen wurde. Wollen Sie den Fehler allerdings nicht nur sehen, sondern gleich beheben lassen, nutzen Sie dazu im Punkt "Autokorrektur" die Option "Autokorrektur aktivieren". Nun sind Sie rechtschreibungstechnisch auf der sicheren Seite.

Voreinstellung "Dateihandhabung" und Voreinstellungen sichern

Sicher sollten Sie auch gehen, was die Handhabung Ihrer Dateien angeht. Wählen Sie deshalb im Voreinstellungsbereich "Dateihandhabung" unbedingt einen für Sie geeigneten Ort aus, an dem die "Daten für Dokumentenwiederherstellung" sicher abgelegt werden können. Der voreingestellte Pfad sollte dabei zwar nicht verändert werden, merken Sie sich diesen aber zur Vorsicht, denn hierin legt InDesign seine Backups ab, auf die Sie dann bei Bedarf wieder zugreifen können. Aber nicht nur die Dateien an sich sollten sicherheitshalber als Backup angelegt werden, auch die getätigten Voreinstellungen sollten Sie sich - für alle Fälle - gesondert noch einmal abspeichern. Bestätigen Sie hierzu Ihre Eingaben mit "OK", beenden Sie InDesign und machen Sie einer Sicherheitskopie des Ordners "Version 4.0", den Sie unter folgendem Pfad finden:
Windows: C:\Dokumente und Einstellungen\Anwendungsdaten\Adobe\InDesign
Mac: /Library/Preferences/Adobe InDesign/Version 4.0
Dieser Ordner lässt sich zudem auch auf andere Computer kopieren, so dass Sie dort unter InDesign CS2 ebenfalls Ihre Voreinstellungen vorfinden.

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