Neues von der MacWorld Expo:

10.12.2004
Apple im Billigsegment

Als Steve Jobs auf seiner Eröffnungsrede zur MacWorld in San Francisco am vergangenen Dienstag von "vielen Neuheiten" sprach, ahnte keiner, wie Recht er behalten sollte. Kaum eine Keynote hatte mehr zu bieten und keine war bisher überraschender.

Software: Tiger, iLife '05, iWork

Neben der Vorstellung der im Laufe des nächsten halben Jahres erscheinenden neuen Version des Mac OS X-Betriebssystems (Codename Tiger) und der mit vielen weiteren Möglichkeiten ausgestatteten iLife '05-Programmsuite gab Steve Jobs die Veröffentlichung eines neuen Programmpaketes namens iWork bekannt. Es löst das veraltete AppleWorks als Textverarbeitung auf dem Mac ab und kann darüberhinaus für nur 79,- Euro noch einiges mehr. Enthalten ist eine neue Version der Präsentationssoftware Keynote 2.0 und die neue Textverarbeitung Pages, die stark an ein Layoutprogramm mit weniger Möglichkeiten erinnert. Erhältlich ist iWork in Deutschland ab dem 29. Januar.

Hardware: Billig-Mac

Mit "What's next?" leitete Steve Jobs zum Hardware-Bereich über und damit zum "stripped down Mac", den man sich auch wirklich leisten kann. Der billligste Mac aller Zeiten heißt Mac mini - erhältlich in Deutschland ab 29. Januar. Ein echter Mac für echt wenig Geld oder wie BILD meldet: "Jetzt wird Apple billig".

Technische Details

Auf der Größe eines CD-Covers (16,51 x 16,51 cm) mit nur 5,08 cm Höhe untergebracht ist er kaum größer als eine Damenhandtasche und kann für ab 489,- Euro mehr, als ein herkömmliches PowerBook. Die ersten Testergebnisse zeigen seine Leistungsfähigkeit. Allerdings wird der Mac mini ohne jegliches Zubehör (Tastatur, Maus, Monitor) ausgeliefert. Steve Jobs nennt das BYODKM (Bring your own Display, Keyboard, Mouse). Der Mac mini enthält wahlweise einen 1,25 GHz (489,- Euro) oder 1,42 GHz (589,- Euro) G4 Prozessor, eine 40 oder 80 GB Festplatte, ein optisches DVD-ROM/CD-RW-Laufwerk mit Einzug, 256MB DDR SDRAM und die gute ATI Radeon 9200 Grafikkarte mit 32MB DDR SDRAM auf einem AGP4x Bus. Daneben sind zwei USB 2.0 und ein FireWire-Anschluss, ein Audio-Eingang, ein DVI/VGA-Anschluss, ein integriertes 56K v.92 Faxmodem und ein 10/100BASE-T Ethernet--Anschluss enthalten. Kostenlos dazu gibt es das Betriebssystem Mac OS X 10.3.7 und das neue iLife-Paket (Photoarchiv iPhoto, Filmschnittlösung iMovie, DVD-Mastering iDVD, Musikverwaltung iTunes und Kompositionssoftware GarageBand). Ein wirklich tragbarer Mac, auch was den Preis betrifft. Und seine Lautstärke? Soll flüsterleise sein!

Nachteil des Zwerges ist jedoch, dass gewünschte Erweiterungen, wie Bluetooth oder AirPort Express (WLAN, Funknetz) nur durch autorisierte Apple-Handler erfolgen können. Ein kleines Trostpflaster: Speicheraufrüstungen lassen sich bei Onlinehändlern oft günstiger als direkt von Apple erwerben.

One more thing: iPod shuffle

Steve Jobs berühmtes "one more thing" aber war nicht der Mac mini, sondern der iPod shuffle. Nach den Verkaufszahlen von 10 Millionen iPod (allein 8,2 Millionen im letzten Jahr) will Apple nun auch den Flash-MP3-Player-Markt erobern und stellte den flash-basierten iPod vor. So groß wie ein Kaugummi-Streifen und kaum dicker steht er ab sofort in zwei Versionen zur Verfügung: 512 MB für 99,- Euro und 1 GB für 149,- Euro. Er besitzt kein Display, sondern verlässt sich einzig auf den auch bei anderen iPods beliebten Zufalls-Modus und wird mit iTunes 4.7.1 oder per Drag & Drop befüllt. Auch als herkömmlicher USB-Stick ist er einzusetzen und kann damit der Konkurrenz nicht zuletzt vom Preis her deutlich das Wasser reichen. Das Zubehör für je 29,- Euro besteht aus Sport Case, Battery Extender (für noch mehr Batterie-Strom) und Dock.

Mit den neuen Produkten spricht Apple ein neues Kundensegment an und bewegt sicherlich viele ehemalige Mac-Nutzer dazu, wieder zum Mac zurückzukehren. Der Mac mini ist hierzu ein wichtiger erster Schritt, denn Monitore, Tastaturen und Maus sind in jedem guten Büro vorhanden - fehlt nur noch der passende Mac (mini).

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