Neues rund um Apple

03.08.2006
Apple bezieht Stellung zu verfärbten MacBooks und Geräuschen beim MacBook Pro und ruft Akkus zurück - neue Werbespots und gute Quartalsergebnisse ...

In den vergangenen Wochen sorgte Apple wieder einmal für Wirbel. Der hervorragende Quartalsabschluss war hierfür ebenso verantwortlich, wie ein neuer iMac für den Bildungsbereich. Dieser war so erfolgreich, dass die Bedingungen für Käufer noch strenger wurden. Aber auch das leise Surren einiger MacBook Pro-Modelle, der Akku-Rückruf des 15" MacBook Pro und die Verfärbungen von MacBooks machten den Nutzern Kummer. Umso besser, wenn man sich diesen mit den neuen Werbespots von Apple ein wenig vertreiben kann. Dann nämlich, wenn der Mac dem verschnupften PC "Gesundheit" wünscht und ihm erklärt, dass ein Mac nicht von einer Ansteckung mit Viren gefährdet sei.

Apple auf Erfolgskurs

Der neue Intel-Chip in den Macs scheint für Apple neben dem iPod zu einem neuen Erfolgsgarant zu werden. Das zumindest zeigen die Mitte Juli bekannt gegebenen Quartalszahlen, die mit 472 Millionen US-Dollar Gewinn das zweitbestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte erreichten. Insgesamt lieferte man 1,3 Millionen Macs aus, von denen 75 % bereits mit einem Intel-Chip ausgestattet waren. Dazu verkauften sich die iPods 8,1 Millionen Mal. Diese hervorragenden Zahlen sind um so erstaunlicher, als noch längst nicht die komplette Modellpalette auf Intel umgestellt wurde und gerade die professionellen Standrechner noch immer mit PowerPC-Prozessoren ausgestattet sind. Deshalb wurden auch nur 529.000 Desktop-Macs im Gegensatz zu 800.000 Laptops verkauft. Kein Wunder also, dass Apple derzeit bei den Notebooks in den USA einen Marktanteil von immerhin 12 % hält. Damit ist etwa jeder achte verkaufte Mobilrechner ein Mac - und das sind entweder das MacBook oder das MacBook Pro.

Probleme mit MacBook Pro 1: Surren

Dabei ist Apple gerade mit dem MacBook Pro von den Eckdaten zwar ein fantastischer Wurf gelungen, die Umsetzung aber gilt als weniger geglückt. Angefangen hat alles mit einem Surren einiger ausgelieferter Modelle. Sobald der Netzstecker vom MacBook Pro entfernt wird, beginnt dieser unter der Tastatur - mal lauter, mal weniger laut - einen hochfrequenten Ton abzugeben. Anfangs negierte Apple die Klagen der Nutzer. Inzwischen aber heißt es in einem sogenannten Knowledge Base Article auf der Website von Apple: "Wenn Ihr 15" MacBook Pro einen hochfrequenten Ton erzeigt, kontaktieren Sie bitte den AppleCare." Apple tauscht nun also auch offiziell die Hauptplatinen der betroffenen Geräte aus, denn Schuld an dem mitunter nervigen Geräusch sind einzelne Bauteile darauf, die sich durch falsches Einlöten gegenseitig stören.

Probleme mit MacBook Pro 2: Akku-Rückruf

Das zweite inzwischen offizielle Problem ist der mit dem 15" MacBook Pro ausgelieferte Akku. Seit vergangenem Wochenende ruft Apple alle Akkus zurück, die zwischen Februar und Mai 2006 ausgeliefert wurden. Dabei, so Apple, handele es sich nicht um ein Sicherheitsrisiko, das von den Akkus ausginge, sondern diese entsprächen nur nicht den Apple-eigenen Spezifikationen. Betroffen sind auch nur Modelle mit der Nummer A1175, deren Seriennummern mit einem der folgenden Kombinationen enden: U7SA, U7SB oder U7SC. Die Modell- und die Seriennummer befinden sich auf dem Etikett an der Unterseite der Batterie. Auf der Website von Apple finden sich zum Rückruf weitere (leider bislang nur englischsprachige) Informationen.

Verfärbungen beim MacBook

Aber nicht nur die Profi-Notebooks von Apple werden von Problemen geplagt: Auch der kleine Bruder, das MacBook, sorgt für Unmut bei den Nutzern. Kaum ausgeliefert beklagten schon die ersten Besitzer von weißen MacBooks Verfärbungen und dunkle Stellen am Gehäuse. Inzwischen wurde bekannt, dass Apple hierzu gar ein eigenes internes Dokument herausbrachte, das den Fehler beschreibt und die Servicepartner anweist, bei Verfärbungen das Gerät auszutauschen. Die Seriennummern der betroffenen Geräte, für deren Verfärbung die Ursache noch immer nicht ausfindig gemacht werden konnte, reichen von 4H617XXXXXXXX bis 4H627XXXXXXXX. Das entspricht etwa einem zehnwöchigen Produktionszeitraum. Offiziell aber gibt es von Apple noch keine Stellungnahme zu dem intern scheinbar bereits anerkannten Austauschprogramm.

Unmut über Edu-iMac-Reglementierung

Aber nicht nur die Notebook-Sparte macht Apple derzeit zu schaffen. Nachdem das Unternehmen vor knapp einem Monat einen günstigeren iMac für den Bildungsmarkt einführte, war dieser anders als die vorhergehenden eMacs nicht für alle Angestellten aus dem Bildungssektor sowie Auszubildende erhältlich. Grund für die Reglementierung war, dass der mit 938 EUR inkl. MwSt. äusserst günstige 17" iMac mit 1,83 GHz zum echten Renner wurde. Denn bis auf die Grafikkarte (Intel GMA950- anstatt Radeon X1600-Grafikkarte), das Combo-Laufwerk (statt SuperDrive) und die mit 80 GB kleinere Festplatte unterscheidet sich der iMac 17" für den Bildungsmarkt nicht vom normalen Modell. Kein Wunder also, dass die Bestellzahlen schon am ersten Tag die Produktion bei weitem übertrafen, denn bei Einführung des neuen iMac versprach Apple noch: "Der 17-Zoll iMac bietet in einem ultrakompakten Design Schülern und Lehrern alles was sie brauchen, um im digitalen Klassenzimmer von heute zu lernen und kreativ zu werden." Inzwischen aber schreibt Apple auf der Website: "Mit einem iMac stellen Sie sicher, dass für Sie, Ihre Klasse oder Ihren Computerraum die benötigten digitalen Medien zentral verfügbar sind." Und im Kleingedruckten steht: "Diese Konfiguration des 17" iMac ist nur für Bildungseinrichtungen erhältlich". Wirklich schade …

Dialog PC gegen Mac

Trotz des Frustes über den neuen Edu-iMac muss allerdings klargestellt werden, dass die Probleme der Notebooks von Apple nicht zuletzt auch auf Grund der enormen Produktionszahlen hervorgerufen werden und sicherlich noch im Normalbereich eines großen Hardwareherstellers liegen. Dennoch kann Apple neben dem Unmut auch für Belustigung sorgen. So geschehen mit den neuen, noch nicht im Fernsehen gezeigten Werbespots der "Get a Mac"-Kampagne (zu Deutsch: "Ja zum Mac"). In ihnen unterhält sich ein Mac (jung, dynamisch, cool) mit einem PC (konservativ, langweilig und steif). Beide stimmen darüber überein, dass sie das gleiche können und auch hervorragend miteinander kommunizieren. Nur dass eben der PC keine coolen Werkzeuge nutzt, immer wieder von Viren und dem damit einhergehenden Schnupfen geplagt wird und nach dem Auspacken erst einmal tagelang eingerichtet werden muss. Besonders amüsant sind die beiden Spots "Neustart", bei dem der PC während des Gesprächs immer wieder einfriert, und "Viren", in denen der Mac seine Hilfsbereitschaft gegenüber dem PC zeigt - schließlich kann er nicht angesteckt werden. Reinschauen lohnt sich also bei den online zur Verfügung stehenden Werbespots allemal. Und schmunzeln ist auch für PC-Nutzer erlaubt!

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