Neues in InDesign CS3

20.09.2007
Seit kurzem ist die lange angekündigte Version von Adobe InDesign CS3 auf dem Markt. Jetzt steht auch fest, was die Software wirklich bietet. Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Neuheiten.

Mittlerweile hat Adobe schon die dritte Version seines Software-Pakets Creative Suite aufgelegt. Doch die Kunden mussten sehr geduldig sein, bevor es nach zahlreichen Ankündigungen hierzulande erhältlich war. Jetzt lässt sich auch beurteilen, welche Neuheiten der Hersteller der Layoutsoftware InDesign im Detail mitgegeben hat und ob sich der Kauf beziehungsweise das Aufrüsten auf die aktuelle Version lohnt.

Zwei Jahre Wartezeit

 Adobe hat es spannend gemacht wie selten: Zwei Jahre mussten die Anwender auf das neue InDesign CS3 und die anderen Mitglieder der Creative Suite warten. Dabei wurden sie immer wieder durch Neuigkeiten in Häppchenform bei Laune gehalten. Mitte dieses Jahres war es endlich soweit: Die ersten Programmpakete auf Deutsch, die auch InDesign enthielten, kamen auf den Markt.

Tabellen- und Zellenformate

Für InDesign-Anwender ergeben sich einige Neuigkeiten. Zu den wichtigsten zählt die bessere Unterstützung für Tabellen- und Zellenformate. Dadurch lassen sich Tabellen schneller gestalten. Der Anwender kann Zeichenformate definieren und sie in Absatzformaten hinterlegen. Die Absatzformate werden wiederum den Zellstilen hinterlegt, die in den Tabellenstil aufgenommen werden. Dabei können regionale Zellenformate benutzt werden, um einzelne Bereiche einer Tabelle zu formatieren, zum Beispiel die Kopf- und Fußzeile oder den Tabellenkörper.

Datenformate

Über InDesign werden nicht nur Dokumente erstellt, die gedruckt werden sollen. Die neue CS3-Version erleichtert den Export der Daten für die Nutzung im Internet oder mit anderen elektronischen Medien: Dafür steht nun der XHTML-Export zur Verfügung, der die Formatierung mithilfe von Cascading Stylesheets (CSS) übernimmt. Beim Import und Export von XML-Inhalten können die Inhalte erstmals für die spätere Verwendung angepasst werden. Das geschieht über XML Rule Sets, die die vorzunehmenden Aktionen genau festlegen.

InDesign in InDesign

Verschachtelt: Erstmals ist es mit Adobe InDesign CS3 möglich, InDesign-Dateien in neuen InDesign-Dokumenten zu platzieren. Die Verknüpfungen aktualisieren sich selbstständig; der Anwender wird jedoch darüber benachrichtigt. Der Vorteil liegt darin, dass einzelne Elemente separat in InDesign erstellt und anschließend in einem Gesamtdokument zusammengeführt werden können. In älteren Versionen war hier oft der Umweg über das PDF- oder EPS-Format nötig.

Höhere Automatisierung

InDesign CS3 ist im Vergleich zum Vorgänger auch schneller geworden – das liegt unter anderem an Werkzeugen, die dem Anwender mehr Arbeit abnehmen können. So ist in der neuen Version zum Beispiel der gleichzeitige Import mehrerer Dateien möglich. Auch umfangreiche Dokumente können jetzt einfacher bearbeitet werden: Mithilfe von Variablen können automatisch Seitentitel erzeugt werden. Auch Abbildungs- oder Absatznummerierungen können festgelegt werden. Erweitert hat Adobe außerdem die Funktion „Suchen und Ersetzen" für Text und Objekte. Änderungen können nun auf ein oder mehrere Dokumente angewendet werden. Auch Musterseiten, Fußnoten sowie gesperrte oder ausgeblendete Ebenen werden in den Suchbereich eingeschlossen. Die Suchkriterien lassen sich für eine spätere erneute Nutzung speichern.

Lohnt sich der Kauf?

 Adobe hat einige Wünsche der Anwender nach einem einfacheren, schnelleren Arbeiten beherzigt. Daher ist der Kauf beziehungsweise das Update lohnenswert, aber auch eine Preisfrage. Wer sich für ein Programmpaket der Creative Suite-Familie entscheidet, für den kommen die Master Collection, die alle wichtigen Programme enthält, sowie die Bundles Design Premium und Design Standard in Frage. Diese drei beinhalten auch InDesign CS3. Die Vollversionen kosten ab 2.999 Euro, 2.199 Euro beziehungsweise 1.699 Euro; jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Kosten für das Aufrüsten hängen von der Vorgängerversion ab und können im Internet im Adobe Store ermittelt werden. Der Preis der reinen InDesign-Version beträgt 1.129 Euro, das Aufrüsten kostet ab 249 Euro. Wie bei jeder Software gilt, dass auch diese Version nicht der Weisheit letzter Schluss sein wird: Nach InDesign CS3 ist vor InDesign CS4…

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