Neuer Apple-Rechner Mac Pro

17.08.2006
Apple verbaut als erste Firma "Next Generation" CPUs von Intel im neuen professionellen Desktop-Rechner "Mac Pro" - doppelt so schnell wie Power Mac G5 Quad ...

Viele Grafiker haben bereits darauf gewartet, vergangene Woche wurde er vorgestellt: Der neue Profi-Desktop Mac "Mac Pro". In seinem Innern schlägt die neueste Prozessoren-Generation von Intel: Zwei neue Dual-Core Intel Xeon Prozessoren ("Woodcrest") mit bis zu 3,0 GHz machen den neuen Apple-Rechner doppelt so schnell wie seinen Vorgänger Power Mac G5 Quad. Mit den leistungsfähigeren Prozessoren will sich Intel aus dem Formtief holen. Sie sind derzeit das Beste, was es auf dem Markt gibt, verbrauchen wenig Strom und erzeugen weniger Hitze.

Intels Neuvorstellungen

Nach Verkaufszahlen war es immer der Computerchip-Hersteller Intel, der im Rennen um die Marktführerschaft die Nase vorn hatte. Doch technisch gesehen wurde Intel in den letzten Jahren von seinem ärgsten Konkurrenten AMD überholt. Um den Vorsprung AMDs zunichte zu machen kündigte Intel Ende Juli mehrere neue Prozessorenmodelle an: Die neuen Mikroprozessoren haben eine komplett neue Architektur bekommen und werden laut Intel mehr leisten, weniger Strom verbrauchen und weniger Hitze abstrahlen. Insgesamt will Intel bis Ende August zehn verschiedene Ausführungen auf den Markt bringen, darunter auch ein speziell für Videoanwendungen und Computerspiele entwickelter "Extreme"-Chip.

Apple nutzt neue Intel-Modelle auch in Desktop-Modellen

Die hohe Rechenleistung, die geringe Hitzeentwicklung und der niedrige Stromverbrauch zeigen sich bereits bei den ersten Modellen der Core Duo-Prozessoren, die Apple im MacBook Pro und MacBook bislang verarbeitet. Hierzu war Apple eines der ersten Unternehmen, das diesen Chip-Typ geliefert bekam. Und auch bei den "Next Generation"-Chips wird Cupertino wieder bevorzugt, wie sich letzte Woche herausstellte. Da nämlich kündigte Apple auf der World Wide Developer Conference WWDC endlich einen von vielen professionellen Anwendern lang ersehnten professionellen Schreibtischrechner mit Intel-Prozessor an - den Mac Pro. Und natürlich wird er als Herz eines der neuen Chip-Modelle beinhalten, nämlich die Xeon 5100-Serie, auch bekannt als Woodcrest. Damit verhalf Apple nicht nur Intel zu neuem Aufschwung, sondern beschleunigte die Rechenleistung des Professional-Desktop-Geräts auch auf das Doppelte im Gegensatz zum Vorgänger Power Mac G5 Quad.

Neuer Schreibtischrechner: Mac Pro

Der neue Mac Pro ist dabei genau das, was professionelle Anwender schon lange von Apple erwarteten. Er verfügt über die neuen Dual-Core Intel Xeon 5100 Prozessoren, auch als Woodcrest bekannt, die höchste Leistung und Energieeffizienz liefern. Zwei dieser Dual-Core Intel Xeon Prozessoren sind mit bis zu 3,0 GHz das Herz jedes Mac Pro. Und jeder der beiden Kerne ist mit 4 GB Shared L2 Cache und unabhängigem 1,33 GHz schnellen Front-side Bus ausgestattet. Mit standardmäßig 667 MHz DDR 2 Speicher und einer 256-Bit breiten Speicher-Architektur verfügt der Mac Pro über eine enorme Bandbreite und ist einer der schnellsten Desktop-Computer aller Zeiten. Serienmäßig enthalten ist in jedem Modell zudem eine NVIDIA GeForce 7300 GT-Grafikkarte mit 256 MB Videospeicher, die zwei Displays und das 30" Cinema HD Display ansteuern kann. Die ATI Radeon X1900 XT und die NVIDIA Quadro FX 4500, beide mit 512 MB Videospeicher, sind optional erhältlich und unterstützen bis zu zwei 30" Cinema HD Displays. Der Mac Pro kann aber noch mehr: Er unterstützt bis zu vier PCI Express Grafikkarten mit bis zu 8 Displays gleichzeitig, um große Display-Wände anzusteuern oder einfach nur gut damit arbeiten zu können.

Individuell anpassbar

Doch das neueste Modell aus dem Hause Apple ist nicht nur schnell und leistungsfähig, es kann auch ganz individuell konfiguriert werden. Apple selbst spricht von "mehr als 4,9 Millionen denkbaren Konfigurationen". Dazu gehört auch, dass bis zu vier 500 GB Serial ATA-Festplatten kabelfrei ins Gehäuse eingebaut werden können, das entspricht 2 TB Speicherplatz. Zudem bietet der Desktop-Rechner Platz für zwei optische Laufwerke, um CDs und DVDs zu lesen und zu brennen. Jeder Mac Pro besitzt außerdem drei PCI Express Erweiterungs-Steckplätze in voller Länge und einen PCI-Express Grafiksteckplätz mit doppelter Breite, der doppelt-breite Grafikkkarten aufnimmt, ohne die Verfügbarkeit anderer Steckplätze zu opfern. Zum Anschluss anderer Peripheriegeräte sind über die Vorderseite des Gehäuses ein FireWire 800, ein FireWire 400 und zwei USB 2.0 -Ports zugänglich. Und auf der Rückseite befinden sich ein weiterer FireWire 800, ein FireWire 400 und drei USB 2.0 -Ports. Natürlich sind auch zwei Gigabit-Ethernet Ports, optische digitale Ein- und Ausgänge, analoge Audio Ein- und Ausgänge, eine integrierte Unterstützung für AirPort Extreme sowie Bluetooth 2.0+EDR enthalten.

Preis und Verfügbarkeit

Bei all dem Komfort und der Schnelligkeit wundert man sich schon beinahe, dass Apple nicht mit dem Preis anzog. In Kürze soll es deshalb den Mac Pro in der Standardkonfiguration mit zwei 2,66 GHz Dual-Core Intel Xeon Prozessoren ab 2.449 Euro inkl. MwSt. im Apple Store geben. Dabei verfügt er über 1 GB RAM, die NVIDIA GeForce 7300 GT mit 256 MB GDDR2 SDRAM, eine 250 GB Serial ATA Festplatte, ein 16x SuperDrive mit Double-Layer-Unterstützung, vier PCI Express Steckplätze sowie Mighty Mouse und Apple Keyboard. Zur Wahl stehen aber gegen Aufpreis (bei sogenannter Built-to-order-Auswahl im Apple Store) eben auch andere Konfigurationen mit 2 GHz oder 3 GHz Woodcrest-Prozessoren und bis zu 16 GM Arbeitsspeicher.

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